Ich möchte ein Eisbär sein..

Oder Schlagzeug spielen lernen und Rockstar werden.
Ich möchte die Welt retten wie Wonder Woman.
Oder auf eine Forschungsreise in die Sahara fahren.
Ich möchte Bilder malen und Kindern in Lateinamerika lesen beibringen. Ich möchte ein Café eröffnen.
Ich will unbedingt aus einem Flugzeug springen.

Aber wenn ich morgens aufstehe, ist all das weit, weit weg. Ich sehe in den Spiegel und in den nächsten Minuten zählen nur noch meine Posen, eine Maske für jede Emotion, die ich sorgfältig überprüfe. Dann lächle ich das Spiegelbild, das ich sein soll, ein letztes Mal an und finde es für einen kurzen Augenblick beruhigend, dass ich so oft in den Spiegel schauen kann, wie ich will, ohne dass das Gesicht jemals verschwindet.
Diese Realität ist  jederzeit verfügbar, deshalb mache ich mir lieber Gedanken über meine Frisur als über Zukunftsängste oder „tiefergehende seelische Verletzungen“.

– Noelle, scharfkonturiert

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Hundert Gedanken

An Tagen wie diesem hab ich das Bedürfnis, jemanden zu haben, mit dem ich reden kann. Anders als diese Endlosmonologe hier im Blog. Aktion und Reaktion – und nicht nur durch die Kommentier-Funktion.

Da kommt es mir doch tatsächlich so vor, als wär es richtig produktiv, mit Menschen zu reden, die ich sonst vielleicht meiden würde. Und tief in mir pocht es immer weiter. Hunger nach Gedanken, die ich nicht zu Ende gedacht habe, beim letzten Mal..

Abschied nehmen.

Also.

(10 Minuten später, ich hab gerade echt nur auf den Bildschirm gestarrt)

Eigentlich sollte das ein Abschied werden. Der zwischen einem Freund, der nie einer war und seit Jahren auch nie einer hätte werden können. Wie seltsam das klingen muss.. Aber dann hab ich realisiert, dass ich nichts mehr zu sagen habe, was nicht schon gesagt worden wäre und nichts mehr da ist, was mich wirklich noch Mühe kosten würde, loszulassen. Ich glaube, ohne es mitzubekommen, habe ich ihn schon losgelassen.

Wie billig. Vielleicht ist es auch einfach so, dass mir momentan die Kraft fehlt. Nachher geht es zu Frau K. Erneut.

Irgendwie möchte ich gerne dahintersteigen. Wieso hing ich solang an etwas, das nie war und auch nie sein würde?

Oh Gott. Genau deswegen. Weil ich nie die Angst haben musste, DASS etwas passieren würde. Würde es ja nicht. Ich könnte mir sagen, ich wär ganz normal, würde Freunde haben und mal jemanden etwas mehr mögen, ohne wirklich in die Situation zu kommen. Hab mir sowas.. ohman. Autsch. Wie blöd ich bin.

Ich geh mal weg, das muss ich verdauen.

Bis bald!

Zusammenhangslos

Ich versuche mich gerade daran, alles aufzuschreiben. Die Dinge, die mich beschäftigt haben, beschäftigen, die mich zu der gemacht haben, die ich bin. Eine Art OpenOffice-Collage. Songs, Tagebucheinträge, Blog-Artikel, alte ICQ-Gespräche, Fotos.. Alles Mögliche.

Eigentlich mach ich das nur für mich, aber ich dachte, da mich das sicher beschäftigen wird und ich hier vielleicht das eine oder andere veröffentlichen werde, könnte ich das mal mitteilen.

Ich hoffe, dadurch ein bisschen mehr die Frage nach dem Warum beantworten zu können. Dinge zu realisieren, vor denen ich mich immer versteckt habe.

Bisher sind es erst ein paar B5-Seiten in einer Word-Datei, die noch niemand außer mir gelesen hat.. und vielleicht wirds auch nie jemand lesen – wen interessierts überhaupt? Mir fällt auf die Schnelle niemand ein. Außer vielleicht meiner Mama oder Frau K.

Nachdem ich das geklärt hätte, werd ich jetzt auf den Balkon gehen & eine rauchen.

Der Tag ist kirschig. ;D