#5

Ich kann nicht mehr Gitarre spielen, schreiben, selbst tippen fällt schwer. Ich hab gestern etwas zeichnen sollen und zu sagen, dass das Resultat traurig aussah, wäre eine mitleidige Untertreibung.

Das nervt mich. Ich nehme an, dass ich diese Dinge erneut erlernen muss, falls im Krankenhaus nichts rauskommt, und mir fehlt der jugendliche Enthusiasmus, um das zutun. Was problematisch ist, weil ich mich darüber definiere, alles ein bisschen zu können. Ich kann ein bisschen zeichnen, Gitarre spielen, stricken, etc. – Die tatsächlichen, alltäglichen, Einschnitte möchte ich an dieser Stelle gar nicht bedenken. Es behindert mich zumindest ein meinem Alltag, und das reicht, um mich darüber zu ärgern.

Eigentlich wollte ich etwas über „Unmöglichkeiten“ schreiben. – Aber mir fehlt der Schlussgedanke, was mich ebenfalls ärgert, weil ich zu beschäftigt mit „Behindernissen“ bin, um im Hintergrund meine seltsamen Denkvorgänge laufen zu lassen. (Ich weiß, welch Aufwand, nicht nachzudenken, um die Pointe des Witzes zu finden, der einem auf der Zunge liegt.)

Unmöglich sollte sich nicht steigern lassen, ist was ich ursprünglich sagen wollte. Zumindest kontextuell -sollte das ein Wort sein- nicht. Es ist für mich unmöglich, an einem Tag fünfzig Millionen Euro zu verdienen. Es ist nicht „unmöglicher“ hundert Millionen zu machen, obwohl es das wohl ist, nehme ich an. Also, es ist sehr wohl „unmöglicher.“ Ich kann aber beides nicht. Und auf irgendwas möchte meine graue Masse wohl hinaus, aber ich weiß leider nicht, was dieses „Etwas“ ist.

Bestimmt ein pessimistisches Wehklagen, das ich seufzend von mir geben wollte, aber dann habe ich zum Tippen von drei Worten so lange gebraucht, dass meine Hintergrundprozesse und mein instinktives Tippen von „Ich bin verärgert.exe“ überschrieben wurden. Meine Hand tut weh, weil ich eine Minute getestet habe, wie schlecht ich jetzt einfachste Songs auf Gitarre spiele. Eventuell sollte ich zu meinem Krankenhausaufenthalt gleich mehrere Stationen abklappern.

Bin übrigens.. gesund. Absolut gesund. (Positive Affirmationen. In Wahrheit hab ich gestern tatsächlich inhaliert und mit Erkältungsbad (nur 12l..) gebadet und andere Dinge gemacht, um morgen wieder auf Arbeit gehen zu können.) Was mich ebenfalls verärgert. Äh, ich meine, glücklich macht. Ich liebe es, gesund zu sein!

(Was mich schon als Kind gestört hat: Wenn „Umkehrtag“ war, aber niemand realisiert hat, dass das Gegenteil jedes Wortes innerhalb eines Satzes die Bedeutung des Satzes nicht umkehrt, oder nicht definiert wurde, was genau die Umkehr bestimmter Worte ist. Namen und ähnlches waren ja eh ausgenommen. Aber irgendwie wurde aus „Du bist dumm“ nie „Du bist nicht schlau,“ sondern „Du bist nicht dumm,“ was einfach keinen Sinn macht. Wieso war „umkehren“ nur ein Wort einfügen (=nicht), und alle anderen so lassen, wie sie waren? Bedeutungsumkehr? Dann ist es weiterhin ein Misnomer. Ich hab keine Ahnung, was sich dabei gedacht wurde. Meine Klassenkameraden in der Grundschule haben vermutlich gar nicht nachgedacht. Nur Patricia, die Pedantische, erste ihres Namens. *melodramatisches Seufzen*)

 

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Ein Kommentar zu „#5

  1. Ich mache mir wirklich Sorgen um dich. Und ich weiß gar nicht, was ich dir schreiben soll(te) oder kann/könnte. :/

    Aber, vielleicht ist das wenigstens ein bisschen, mit deinem Schlusssatz hast du mich einmal mehr zum Lachen gebracht.

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