#2 thinking my worries will ease with the future in front of my nose

Ich weiß nicht, ob ich es hier irgendwo schon einmal erwähnt habe, aber ich habe diesen Monat meinen Bundesfreiwilligendienst an einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen begonnen. – Und auch schon die Belehrung unterschrieben, weswegen ich über bestimmte Dinge nicht schreiben werden kann. (=darf)

Da ich aber davon ausgehe, dass ich sicherlich ab und an schluchzend WordPress anschreien werde, und mein letzter Artikel ja ebenfalls schon planend gedacht war, hier der Nächste.

Die Kollegen:

  • Lehrerin 1: Frau R.
  • Lehrerin 2: MoMi
  • Lehrerin 3: DoFr
  • Therapeutin: Frau V.
  • Chef 1: Frau M.
  • Chef 2: Frau L.
  • Kunsttante: Kunsttante
  • Frau vom BFD: Frau S.

Die Hauptklasse, der ich zugeteilt bin:

  • N, Junge* (bin hauptsächlich für ihn zuständig)
  • L, Junge* (
  • C, Junge* (sehr ruhig)
  • S, Junge* (absolut nicht ruhig)
  • F, Junge* (noch nicht kennengelernt)
  • J, Mädchen* (fünf Meter groß)
  • M/S, Mädchen* (zeitweise scheint sie auch das Management der Einrichtung zu übernehmen.)

Meine Aufgaben werden wohl erst nächste Woche vollständig klar sein, da das bisherige Aufgabenfeld teilweise von meiner Ärztin als Zumutung beschrieben wurde, und ggf von Frau S(BFD) ebenfalls nicht genehmigt werden wird. (Spezifisch geht es meiner Ärztin darum, dass ich einem fast volljährigen Jungen die Windeln wechseln soll, was ich auch bereits gemacht und mit Herzsrasen und Schweißausbrüchen überlebt habe*².)

Größtenteils geht es aber darum, N. zu begleiten, zu füttern und zu reinigen. Da er am Unterricht nicht teilnehmen kann, soll ich auch dort versuchen, ihn zu integrieren und die Freizeiten weitesgehend so zu gestalten, dass er Zeit mit anderen Schülern verbringen kann. (Was bedeutet, ihn im Rollstuhl zu anderen Schülern zu fahren, und ihn dort in Gespräche einzubeziehen.)

Ich hab auch schon meine erste Schimpfe bekommen. Scheinbar bin ich, Patricia die Unsoziale, zu freundlich zu den Schülern. S, der absolut nicht Ruhige, ist wohl sehr darauf angesprungen, dass ich mich jetzt in der Klasse befinde, und dass er sich in der Pubertät befindet, so Frau V, helfe dabei gar nicht. (Dass N. sich auch in der Pubertät befindet, und es ggf weniger angenehm findet, dass ihm die Windeln von einer Person, die nicht wesentlich älter ist als er, gewechselt werden, ist ein Gedankengang, der wohl noch niemandem dort gekommen ist.) – Ergo, ab nächster Woche möchte ich doch bitte mehr auf Distanz gehen. Aber wenn ich mehr auf Distanz gehe, dann befinde ich mich nun einmal im nächsten Bundesland. Ist das dann entschuldigte Zeit, da es auf Anweisung war? (Ich kann sie allerdings verstehen. Er hat sich wohl zum ersten Mal seit Monaten oder Jahren geweigert, zu trinken und zu essen, und das höchstwahrscheinlich, weil ich anwesend war.)

„Meine“ Klasse ist eine der Ältesten dort, was bedeutet, dass die Jugendlichen (der Jüngste ist bald 16) einen Großteil ihrer Aufgaben eigenständig erledigen. Seltsamerweise sind diese Aufgaben „Kauf mal 12 Brötchen,“ und, „Heute machen wir die Wäsche,“ aber ich nehme an, dass es dabei darum geht, ihnen beizubringen, wie sie ihren Alltag nach der Schule bewältigen. Zusätzlich haben sie „Kunst/Werken“unterricht (übersetzt bedeutete das letzte Woche, dass sie für die Kunsttante Milchtüten upcyclen, damit erwähnte Kunsttante diese dann anderen Leuten schenken kann, wie es scheint), Sport (Hallensport, Schwimmen, Reiten), Computerunterricht („Erstellt mal paar Blasen in Word, und schreibt dort, welche Wünsche ihr habt.“) und Praktika. (Beispielsweise bei Edeka, an regionalen Bauernhöfen u.ä.)

Bisher weiß ich noch nicht, was genau sich die Lehrer bei bestimmten Aufgaben denken, und finde es oftmals traurig, wie leblos einige Schüler durch die Gegend schlürfen und sich mit Dingen abfinden, aber ich war noch nicht einmal einen Monat dort. Irgendwas wird sich wohl dabei gedacht werden, denn die Kinder und Jugendlichen dort sind um Einiges sozialer -freundlicher, hilfsbereiter und verständnisvoller- als das meine damaligen Mitschüler (inkl. mir) das waren.

Ok, ich glaube, alles, bis auf meine Bezahlung (1 Euro pro Stunde, hah) habe ich erwähnt. Falls ich also in Zukunft einmal die Leute dort erwähnen sollte, werde ich versuchen, zurückzulinken. Die Artikel sollten dann auch hier unten als Pingbacks erscheinen.

Achso, bevor ich es vergesse: Mein Postfach ist leer. Also auch alte Mails sind weg. Wer die letzten 5 Wochen etwas geschrieben haben sollte.. am Besten noch mal durchschicken. Ich hab jetzt Kakaotalk, also hätte ich sogar das mal hier angeben können, aber dafür bin ich zu paranoid. ;)

* ich besterne mal die Geschlechter, weil das die sind, die ihnen zur Geburt zugeordnet wurden.

*² ich habe kein Problem mit der Arbeit selbst, sondern mit seinem Alter. Er fühlt sich enorm unwohl (soweit ich das verstehen kann; er kann nicht sprechen) und ich habe genug Vorgeschichte, um damit zwei Kuhhäute vollzuschreiben. Zusätzlich ist es körperlich relativ anstrengend, was bei einem jüngeren Kind weniger vorkommen würde.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s