#16 no mountain is endless

Ich werd nicht viel schreiben, aber mich überkam -vielleicht aufgrund meines Schlafmangels- gerade der starke Drang, klugzuscheißen.

Auf meinem Feed stolperte ich gerade über eine Szene, in der ein Charakter einem Anderen vorwirft, dessen Bemühungen seien dem Versuch, einen Stein über einen unendlichen Berg zu rollen, gleichzusetzen.

Daraufhin erwiderte diese Figur, dass es keine unendlichen Berge gäbe. Nur steilere.

Aber wenn man nicht lang genug lebt, um irgendwann oben anzukommen, dann ist der Berg unendlich. Es gibt kein Ende, bevor man selbst gestorben ist. Das Hindernis selbst ist so unüberwindbar, dass der Unterschied zwischen „unendlich“ und „in weiter Ferne“ miteinander verschmelzen.

Natürlich sind die Charaktere unsterblich (wenn auch nicht untötbar) und somit kann sich irgendjemand, der genauso kleinkariert ist wie ich, hinstellen und mir was davon erzählen, aber wenn mir Medien irgendwelche Lebensweisheiten mit auf den Weg geben wollen, dann sollten diese eben auch anwendbar sein.

Die Qualität von CW Shows. Als würde Supernatural nicht reichen. /seufz

So, genug kluggeschissen. (Geklugscheißt und kluggescheißt klingt eigentlich besser, wa?) Ich werde versuchen, mich auszuruhen, und irgendwann wohl auch meinen E-Mail Account öffnen müssen.. Ich hab jetzt schon Angst.

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15 Kommentare zu „#16 no mountain is endless

  1. Es gibt Ziele, die sind zu weit weg für ein einziges Leben. Manche sind so weit weg, dass 100 Menschenleben nicht ausreichen.
    Und es gibt Ziele, die erreicht man nicht, weil sich auf dem Berg andere befinden, die dir deinen Stein aus der Hand nehmen und wieder nach unten werfen. Und so fängst du wieder von vorne an.
    „Man kann alles erreichen, wenn man nur will.“, passt in meinen Augen einfach nicht.

    1. Das ist ja aber sowieso häufig ein Problem, das Pauschalisieren. Wenn Redewendungen und Fabeln, Mythen, Märchen, etc. übermäßig viel Wichtigkeit zugesprochen wird, ohne von vornherein klarzustellen, inwieweit Unterschiede existieren -oder Kindern bereits im Kindergarten- und Grundschulalter zu vermitteln, wie sie differenziert denken können- dann scheren wir über einen Kamm.

      Ich hab gestern Abend eine wirklich interessante Uni-Mitschrift gelesen. Das Thema war „Grundlagen der Argumentationstheorie,“ wobei der Prof aber über die fallacy theory gesprochen hat, die fachübergreifend wirkt. Darüber habe ich ja hier schon einmal gesprochen, glaube ich, und wie ich bemängelt/vermutet habe, ist es tatsächlich so, dass wir im deutschsprachigen Raum noch nicht viel dazu vermitteln, obwohl im angelsächsischen Kurse zur fallacy theory existieren. Der Professor hat in diesem Kurz versucht, den Studenten einige Prinzipien näher zu vermitteln.

      Ein Beispiel war:
      Prämisse 1: Menschen und Ratten ähneln sich in bestimmten Dingen
      Prämisse 2: Bei Ratten mit Tumoren schlägt ein bestimmtes Medikament gut an.
      Fehlschluss/fallacy: Bei Menschen wird dieses Medikament ebenfalls gut anschlagen.
      Richtig wäre es, darauf zu achten, ob die Eigenschaft, auf die das Medikament anschlägt, bei Mensch und Ratte vorhanden und identisch ist.

      (Ein bestimmter Arzt spekuliert zum Beispiel, dass Tumore Reaktionen auf unsere Umwelt und Erfahrungen sind. Dementsprechend wäre unsere körperliche und seelische Verfassung unumstreitbar wichtig bei der Ursachenanalyse, Diagnostik, Heilung, etc. Ist ihm zu glauben, dann ist Lungenkrebs für rechts-dominante Menschen (also Menschen, die z.B. beim Klatschen die rechte Hand oben haben) häufig ein Resultat aus Todesangst. Ratten (?) erleiden bei Zufuhr von Rauch Todesangst, andere Tiere nicht. Ratten haben, als man ihnen Tabakrauch zugeführt hat, alle Lungentumore entwickelt. Andere Tiere nicht. Die Frage ist also, ob der Mensch tatsächlich durch das Rauchen Krebs entwickelt, oder ob andere Ursachen existieren. Er argumentiert, dass für viele Menschen die Nachricht, dass sie Krebs haben könnten, Todesangst ausgelöst hat, wodurch sie dann diesen Krebs tatsächlich bekamen. (Alternativ, dass selbst kleinere Momente dieser Angst zu kurzem Auftreten von Tumorgewebe führen. Wenn das festgestellt wird, entsteht eine wirkliche Todesangst, wodurch der natürliche Heilungsprozess des Körpers unterbrochen wird.) Dass man ebenfalls die Kriegszeit mit Konfliktlösung und Krebsaufschwung verbinden könne und sie in den zeitlichen Rahmen seiner Thesen passen würde. — Ich enthalte mich hier übrigens einer Meinung, da ich weder Schulmedizin noch alternative Medizin studiert habe und für mich selbst bei Krebs keine Chemotherapie in Frage kommen würde. Es ist nur ein detaillierteres Beispiel, mit dem ich mich vor einigen Jahren auseinandergesetzt habe.)

      Parabeln und Metaphern funktionieren zwar in bestimmten Situationen, und die Figur in der oben erwähnten Serie ist tatsächlich langlebig bis unsterblich, (das heißt, kann nicht durch natürliche Ursachen sterben, altert nicht) aber im Kontext gesehen, also dem, dass Serien Wertigkeiten vermitteln, ist es so, dass die Autoren den Zuschauern etwas sehr typisch Amerikanisches vermitteln wollten: The American Dream. Chancengleichheit. Versuch, und du kannst es schaffen! Aber eventuell kannst du es nicht schaffen. Es existiert mindestens, wobei nicht ausschließlich, eine primäre und sekundäre Ungleichheit auf der Welt. Der sozialen, finanziellen, oder gesundheitlichen Unter- bis unteren Mittelschicht Hoffnung zu machen, ist heuchlerisch und ein grundsätzlich imperialistisch-kapitalistischer Gedanke: Wir geben den Menschen, die am Meisten unter uns leiden, die Eigenverantwortung, und profitieren davon, womit wir die Ungleichheit eigentlich noch vergrößern.

      Wir kolonialisieren Länder, und erklären ihnen dann, dass sie eben etwas leisten müssen, anstatt tatsächlich unsere Schuld abzuzahlen und Fundamente für eine bessere Zukunft zu setzen. Fundamente, die gegebenenfalls bereits existieren würden, wenn wir diese Länder nicht ausgenommen und/oder versklavt hätten.

      Ich werde nicht für immer leben. Ich habe nicht dieselben oder gleichen Chancen wie die Kardashians. Ist halt so. Aber es wäre ja furchtbar, wenn man sich damit ausführlich und kritisch auseinandersetzen könnte. Es wäre so.. unpraktisch, wenn wir den Tag nicht mit oberflächlichen Floskeln verbringen. /seufz

  2. Mir sind gleich ein paar Dinge eingefallen, als ich deinen Kommentar gestern auf der Arbeit gelesen habe.

    „You know, when you grow up in the suburbs of Sydney, or Auckland, or Newcastle, like Ridley or Jamie Bell, or the suburbs of anywhere, you know a dream like this seems kind of vaguely ludicrous and completely unattainable. But this moment is directly connected to those childhood imaginings. And for anybody who’s on the downside of advantage and relying purely on courage: It’s possible.“

    Diese Sätze stammen aus der Dankesrede von Russel Crowe, als der den Oscar für den besten männlichen Hauptdarsteller für seine Arbeit in „Gladiator“ erhielt. Als ich die Rede das erste mal gesehen habe, war ich für einen Moment wirklich etwas „baff“. Der letzte Satz hat mich dann doch kurz den Atem anhalten lassen. Es funktioniert also auch bei Erwachsenen noch.

    Oder denken wir an Star Wars, Episode 5. Der Dialog zwischen Luke und Yoda, nachdem Luke an dem Versuch scheitert, seinen X-Wing aus dem Sumpf zu befreien und dann sieht, wie Yoda es schafft. „I don’t believe it!“ – „That is why you fail.“
    Natürlich sind das Sätze, die irgendwo einen Schubs geben. Zumindest ich saß damals da und dachte: Verdammte Axt, Yoda hat Recht. Du musst daran glauben, dass du es schaffen kannst.
    Ordentlich auf die Bremse getreten hat Volker Pispers, als er über den Kapitalismus mal ungefähr sagte:“Der Gedanke, dass im Kapitalismus alle zu Wohlstand gelangen können, ist absoluter Blödsinn. Es ist wie im Lotto. Jeder kann Millionär werden. Aber nicht alle!“
    Oder auch:“Armer Mann und reicher Mann standen da und sahen sich an. Und der Arme sagte bleich:Wär‘ ich nicht arm, wärst du nicht reich.“

    Es ist völlig richtig, dass du sagst, dass du nicht die gleichen Chancen hast, wie die Kardashians. Selbst wenn du alles genau nach ihrem Vorbild machen würdest, wären die Auswirkungen ganz andere. Ich stecke in der Familie ja nicht drin, aber wenn ich mich nicht irre, ist eine von den Damen berühmt geworden, weil sie sich beim Sex mit irgendeinem Musiker hat filmen lassen? Das könnten tausende Menschen jeden Tag tun. Über Nacht damit reich und berühmt zu werden, würde wohl den wenigsten widerfahren.

    Irgendwann habe ich mal (ich war krank. Grippe und Kater in einem!) einen Film gesehen, indem es um jemanden ging, der eine Gesangskarriere anstreben will. Ich glaube, es war sogar Mariah Carey in der Hauptrolle. Natürlich hat sie es am Anfang schwer, schafft es aber dann doch und lebt ihren Traum von der großen Karriere. Und die Moral: Du musst nur an dich glauben und hart arbeiten, dann schaffst du es.
    Und ich in Gedanken:“Und Talent haben. Und große Titten. Und Zeit, jeden Tag 8 Stunden zu üben, nachdem du vorher oder nachher noch 8 Stunden arbeiten warst. (Schlafen Menschen in Filmen eigentlich nie)! Und keine hinderlichen Krankheiten oder Phobien haben. Und auch für die Masse prima aussehen. Und gut tanzen können. Und ab und zu mal die Beine für den Produzenten breit machen. Aber das wars auch fast schon. Eine Kleinigkeit. Du schaffst das.“

    Es ist wirklich nicht ungefährlich, dieses Denken. Natürlich ist es wichtig, an sich zu glauben. Oder sagen wir lieber, es ist gut, seine Stärken zu kennen. Wenn ich viele male etwas richtig toll gemacht habe und dann mal scheitere, lässt sich das leichter weg stecken. Aber man sollte auch nicht vergessen, wofür man kein Talent hat. Oder wofür die Ausgangsposition nicht sehr günstig ist. Harte Arbeit und ein fester Wille sind leider kein Erfolgsgarant.
    Sicher lässt sich nach wie vor in manchen Berufen unglaublich viel Geld verdienen, so das schon viele junge Menschen finanziell ihr Leben lang abgesichert sind. Aber dennoch wird immer öfter wert drauf gelegt, dass diese Leute auch eine gute schulische Ausbildung bekommen. Denn nicht jeder, der mal bei Herta BSC Berlin Fußball gespielt hat, lebt von dem Geld sein Leben lang.

    Ich weiß gerade gar nicht so genau, ob ich zum Thema schreibe… Tu ich das? Ich hoffe es.

    Ich habe von der fallacy theory vorher noch nie gehört, aber der Punkt mit den Tumoren bei Ratten klingt äußerst interessant. Geht das auch in den Bereich des Placeboeffekts?
    Irgendwo habe ich mal davon gelesen, dass eine Gruppe von Medizinern einen Versuch gestartet hat. Es ging darum, dass einer Gruppe von Menschen in einem Raum mitgeteilt wurde, dass eine der Personen an einem Virus erkrankt wäre, der sich über die Atemwege verbreitet. Nichts gefährliches, aber Menschen mit den entsprechenden Symptomen sollten sich doch bitte melden. Juckreiz, Schweißausbrüche, Schwindelgefühle.
    Es dauerte nicht lange und viele der Personen fingen an zu schwitzen, kratzten sich ständig und klagten über Schwindelgefühle. Dabei waren sie kerngesund.

    Es klingt aber plausibel, dass Menschen, die Angst vor Krebs haben, auch anfälliger sind. Denn es wird ja schon seit einiger Zeit davon ausgegangen, dass Menschen,deren Gefühlslage überwiegend positiv ist, weniger krank werden. Interessant wäre in dem Zusammenhang auch, mal zu sehen, wie der Krankenstand in Unternehmen ausfällt, deren Mitarbeiter großteils zufrieden sind und in einem, in dem ein eher schlechtes Arbeitsklima herrscht.

    Nochmal zu den Hoffnungen, denen Menschen gemacht wird. H. hat einmal gesagt, dass der Glaube an ein Paradies, in das man kommt, wenn man im Leben viele Entbehrungen hat durchmachen müssen oder, plumper ausgedrückt, gelitten hat, für manche Menschen einfach unglaublich wichtig ist. Obwohl es für viele einfach ein unglaublicher Unsinn ist. Sie sagte etwas, wie: Wenn jemand Tag für Tag darum kämpfen muss, etwas zu Essen auf den Tisch zu bekommen oder noch schlimmer und zusehen muss, wie andere im goldenen Porsche vorbei fahren, ist die Hoffnung und der Glaube darauf/daran, irgendwann, wenn auch erst nach dem Tod, belohnt zu werden, wohl das einzige, was diese Leute davon abhält, das Handtuch zu werfen.
    Sicher ist es nicht ganz so einfach, aber der Gedanke gefiel mir. Obwohl natürlich hier auch wieder Hoffnungen gemacht werden, die sich wohl nicht erfüllen.

    1. Wollte gerade schon ins Bett, da dachte ich, „Ach, komm, einen schaffste noch..“ (Vorab, weil ichs vermutlich nicht mehr bis zum Posteingang zurück schaffe: Deine Mitarbeiter sind doch alle so derbe bescheuert, mir fehlen die Worte.)

      Mir sind gleich ein paar Dinge eingefallen, als ich deinen Kommentar gestern auf der Arbeit gelesen habe.

      Gladiator ist ein super Film, aber Crowe vergisst scheinbar gerne seine Privilegien. Ich denke, das ist etwas, was wir Menschen prinzipiell gerne tun. Im Endeffekt ist unser Erfolg sicher meistens auf harter Arbeit aufgebaut, aber ohne eine kräftige Portion Glück oder Zufall (oder Schicksal) würden wir nicht da enden, wo wir es tun. Es ist halt viel schöner, so tun zu können, als wäre man selbst für den eigenen Erfolg verantwortlich, und das durchweg. Aber ganz am Ende des Tages möchte ich sehen, ob Russel da wäre, wo er ist, wenn er ein schwarzer, transexueller, behinderter Mann gewesen wäre.

      Ich kann mich gerne hinstellen, und so tun als wäre ich das Beispiel funktionierender Integration in Deutschland, aber am Ende des Tages ist das Einzige an mir, was ansatzweise „ausländisch“ durchgeht, meine Haarfarbe. Ich bin in einem durchweg deutschen Hauthalt großgeworden. Wir haben uns fast vollständig auf Deutsch unterhalten, ich hatte nur diese eine Kultur, mit der ich durchweg groß wurde, auch, wenn Mami natürlich versucht hat, mich einmal mit der vietnamesischen Kultur vertraut zu machen, und mich generell zu sensibilisieren — aber das sind Dinge, die tatsächlich viele Eltern tun könnten. (Ab und an haben wir uns auf Englisch unterhalten. Hat mir bestimmte Dinge später ggf auch erleichtert.)

      Ich bin nicht der Beweis dafür, dass Integration funktionieren kann, wenn man das als Ausländer so möchte. Maximal dafür, dass nur vom „Außen“ Integration stattfinden kann.

      Der so verteufelte Sozialismus/Kommunismus und der Kapitalismus sind in ihrem Kern gar nicht so verschieden: Kapitalismus, wo wir alle die „gleichen Chancen“ haben und deswegen auch alle selbst dafür verantwortlich sind, wo wir enden. Kommunismus/Sozialismus, wo wir alle „gleich“ sind, und deswegen die gleichen Mittel bekommen sollen….. Nachdem unsere politischen Führer 60-90 Prozent der Ressourcen davon abzweigen konnten.

      Erinnert mich immer wieder an diese komische Keksgeschichte aus Facebook. (Hab ich schon mal erzählt, oder?)

      Ich glaub, die Kardashians haben noch mehr gemacht. Diese ganzen IT-Sachen sind für mich undurchsichtig und absolut merkwürdig. Irgendwer hat immer schon Geld, und dann passieren Dinge, und irgendwann sind sie alle berühmt. Wie auch immer, die Voraussetzungen erfüllen wir wohl leider beide nicht. Aber falls du es mal selbst mit sonem Sextape versuchen willst, werde ich dich durch fleißige Twitteraktivität unterstützen, die Lichtverhältnisse kritisieren, und regelmäßig Schlampe nennen! Trust me, I’ve got this.

      Ja, dieses Denken ist gefährlich. Wenn ich überlege.. es ist doch absolut skuril. Es gibt einen Rahmen. Es wird immer Ausnahmetalente geben, und wir alle dürfen gerne hoffen und darauf hinarbeiten, um eines dieser Ausnahmetalente zu sein, aber wenn es sich so entwickelt, dass man gesellschaftlich geächtet wird, weil man nicht daran glaubt, dass großer Erfolg einzig vom Willen und der Leistungsbereitschaft abhängt, dann läuft da nun einmal was schief. (Ich glaube, eine Mücke hat gerade Lampenselbstmord begangen.. Schweigesekunde.)

      Ja, du schreibst zum Thema. ;) (Und wenn du es nicht tätest, wär das auch kein Problem, weil aus Gründen.)

      Hmmm.. Hab jetzt noch mal Mami gefragt, und die meinte, mit den Ratten war laut des Arztes der Grund, dass Ratten Fluchttiere sind. Es kam also Rauch – Sie wollten fliehen – Sie konnten nicht fliehen –> Revierkonflikt –> Lungentumor; dementsprechend müsste man also als Mensch wirklich tierisch vor Zigaretten fliehen wollen ohne es zu können, damit dieser Konflikt eintritt. Ob das nun so stimmt, ist sicherlich eine andere Frage. Es ist halt sehr einfach zu glauben, wenn man sich fragt, wieso so viele Menschen nie Tumore bekommen, obwohl sie schon immer viel geraucht haben usw. (Da ja ein Kriterium der Wissenschaft ist, dass die Ergebnisse von Experimenten jedes mal wieder eintreffen, um „bewiesen“ zu sein.) Aber wirklich daran glauben kann man eben auch nicht, weil es einfach zu weit daher geholt erscheint. Ist das Level an Psychosomatik so hoch?

      Wie auch immer, Placebo ist natürlich eine gute Frage. In der Schweiz (oder war es Österreich? Mein Kopf hat nur, „Süden, mindestens teilweise deutschsprachig“ abgespeichert..) ist es ja scheinbar nicht mehr zwangsläufig empfohlen, auf Brustkrebs testen zu lassen. Weil es die „Lebensqualität zu sehr beeinträchtigt,“ oder so ähnlich. Nicht zu wissen, dass man Brustkrebs hat, macht einen dann plötzlich wieder weniger krank? Laut der Theorie oben würde man nicht wirklich Lungenkrebs kriegen, weil man gesagt bekommt, dass Rauchen das auslöst (wobei natürlich „Rauchen ist tötlich,“ jedes Mal zu lesen, wenn man sich ne Fluppe anzündet, vermutlich auch nicht produktiv ist..) aber würde man jetzt gesagt bekommen, „Es ist möglich, dass dieser Schatten Krebs ist,“ dann hätte man in dem Moment bestimmt auch irgendeinen Konflikt. Wer weiß, ob das nun Revier ist, aber die Idee selbst erscheint nicht unmöglich.

      Hmm.. bezüglich der Hoffnungen bin ich mir nicht sicher, ob das so schlimm ist. Es gibt ja einen Unterschied zwischen religiösen und weltlichen Denkweisen: Dieser Unterpriviligierte glaubt nicht, dass er in diesem Leben jemals etwas davon erfahren wird, aber lebt weiter. Wenn er stirbt, wird es entweder zutreffen oder nicht. Entweder er ist wirklich für immer tot, oder er hatte Recht, oder es gibt eine andere Form von nächstem Leben/Paradies. In jedem Fall hat er nach bestem Gewissen getan, was er konnte. Wenn ich jetzt hier versprochen bekomme, mich „nur anstrengen zu müssen,“ damit ich nicht depressiv bin, oder stattdessen erfolgreich, oder reich, oder eine begnadete Sängerin (was red ich da, bin ich schon) und dann wirklich alles gebe, nur um am Ende meines Lebens auf Dinge verzichtet zu haben, ohne dafür irgendetwas zu bekommen, dann ist das scheiße. Das war ’ne Lüge. Das hatte nichts mit einer eigenen Entscheidung zutun. Mir wurde gesagt, das würde so klappen, aber so wars halt nicht. Und es hat mir kein Stück geholfen. Ich hätte stattdessen ja einfach lernen können, mich abzufinden. Ich hätte andere Wege gehen können.

      Dieser Unterpriviligierte hat keinen Ausweg. Ich schon. Ich könnte sagen, „Fickt euch. Es ändert sich absolut nichts. Wenn ich euer Spiel mitmache, dann habt nur IHR zum Schluss mehr. Womit werde ich dastehen? Einem Zertifikat, ‚Sie hat’s versucht, Extrapunkte für gutes Make-up‘?“ — Und natürlich ist auch da der Glaube wieder ein zweischneidiges Schwert. Als kulturelles Produkt gesehen war und ist er oft genug nur Taktik, um Menschen aktiv zu halten. „Arbeitet, kauft für eure, in der Hölle schmorrenden Väter, einen Ablass!“ und, „Wer nicht Gottesfürchtig ist, der wird [furchtbares Schicksal einfügen.]“ und so weiter. Aber als eigenständiges Gefühl in uns als Individuen sehe ich wenig Probleme damit, an mehr zu glauben, als wir sehen können. Wieso sollte es kein Karma geben? Wieso kein Leben nach dem Tod? Wieso keinen Gott? Oder Götter? Da spricht wohl die Agnostikerin in mir.

      Ok, jetzt aber. Bett!

      (Schlaf gut/Guten Morgen/Mein Beleid/Guten Appetit/Ja, guter Film! — aussuchen, was am Besten passt.)

      1. Südlich und teilweise deutschsprachig, dass könnte auch Bayern sein, oder? :-D

        Ich glaube, dieser ganze Zustand, dass es ja jeder zu Wohlstand und Erfolg und sowas bringen kann, ist auch manchmal der Versuch, die weniger gut betuchten zu beruhigen. „Natürlich habe ich 12200 mal so viel Geld wie du und kann mir bessere Medikamente leisten. Und bei Hochwasser werde ich vor dir gerettet. Aber du kannst das auch schaffen, du musst es nur wollen und hart arbeiten.“ Absoluter Schwachsinn. Wenn man Biografien von Menschen liest, die in einer oder in mehreren Dingen sehr erfolgreich waren, dann gab es ziemlich oft den kleinen Punkt, an dem er einfach nur Glück hatte oder es kam irgendein Zufall daher.
        Wäre Stefan Kretzschmer einer der erfolgreichsten Handballer in Deutschland geworden, wenn seine Elten nicht beide auch so erfolgreich gespielt hätten?

        Würde der Sohn von Will Smith trotz seines sehr überschaubaren Talents Hauptrollen spielen, wenn er nicht der Sohn seiner Eltern wäre? Ich habe da einige Zweifel dran.

        Es gibt erfolgreiche Autoren, die sagen, um gut zu schreiben, muss man lesen, lesen und lesen. Ich könnte meinen Job kündigen und 16 Stunden am Tag in der Bibliothek sitzen. Einen zweiten Harry Potter würde ich dennoch nicht schaffen. Denn da hatte die gute Frau Rowling neben einer tollen Idee und viel Talent wohl auch eine große Portion Glück. Was wäre gewesen, wenn sie an dem Tag, als sie anfing zu schreiben, Besuch von Oma bekommen hätte und die Schreibmaschine erstmal in den Schrank gestellt hätte? Womit ich ihre Leistung keineswegs schmälern möchte. :)

        Und ein großes Problem an der ganzen Geschichte ist, dass so oft suggeriert wird, dass nur das Extrem glücklich macht. Nur, wenn dein Haus 3 Millionen und mehr kostet, dann hast du es geschafft. Ein „normales“ Haus hat doch fast jeder.
        Ein wieder nur mittelmäßiges Beispiel ist James Spader, der mal gesagt hat, dass er nicht auf Teufel komm raus arbeiten möchte, um so viel Geld wie möglich anzuhäufen. Wenn er ein Rollenangebot bekommt, dann sagt er so etwas wie:“Ich brauche so und so viel, um die nächsten 6 Monate meine Rechnungen zu bezahlen. Gib mir das und ich spiele die Rolle.“
        So habe er mehr Zeit für Reisen, Kunst und die Familie. Eine interessante Idee, wenn natürlich auch einfacher durchzusetzen, wenn man für einen 6-monatigen Dreh 3 Millionen bekommt.

        Was ich aber meine, ist, dass es nicht gut ist, zu suggerieren, dass nur die finanzielle und populäre Spitze glücklich macht und als Erfolg angesehen werden kann. Wenn man einem Arbeitnehmer ständig sagt: „Wenn du nur noch härter arbeitest und noch mehr Einsatz zeigst, dann steigst du bestimmt bald in der Hierarchie auf.“, dann wird es viele Leute geben, die daran glauben. Aber nur bei wenigen wird das der Fall sein. Und im Endeffekt gewinnt der, der von der harten Arbeit des anderen etwas hat.

        Ich schreibe so durcheinander, aber es passiert irgendwie gerad so viel gleichzeitig. Entschuldige bitte.

        Ach ja, auch, wenn ich glaube, dass du durchaus eine gute Regisseurin abgegeben würdest und ich deine Kritik sehr ernst nehmen würde, solch ein Video möchte ich dem www doch nicht antun! :-p

        1. Das wär es ja noch, wenn im deutschen Gesundheitssystem das psychische/emotionale Wohlbefinden eines Patienten wichtiger wäre als das somatische! Nein, nein, ich glaube, selbst bei den Bayern würde ein solcher Rat nicht durchgesetzt werden.

          Das regt mich an der Sache auch so auf. In einem Buch, das ich vor Kurzem gelesen habe, nachdem eine meiner Lieblingsautorinnen davon schwärmte, sprechen mehrere Studenten nebenbei über die Utopie und deren Verwirklichung, Die Professorin fragt die Protagonisten, ob Plato’s Utopia in der heutigen Zeit funktionieren könne. Diese glaubt nicht daran und begründet, „Because, at its core, it is based on the notion of perfection. That perfection is possible. Which it is not.“ Ein Mitschüler reagiert, „Hold up, are you saying we shouldn’t strive towards perfection? Quite the defeatist attitude.“ Und ihre Antwort lautet, „I’m saying that it isn’t attainable, because perfection is impossible to define. […] There is a difference between trying to obtain a level of personal perfection verses expecting a society to unilaterally live in perfect harmony. One relies on a personal expectation. The other is based on the masses following the opinion of one. And who decides? Who dictates this utopia?“

          Natürlich geht es dabei um eine etwas andere Thematik, aber man kann sich wohl zusammenreimen, inwieweit diese Argumentation auch auf den American Dream angewandt werden kann. Der American Dream ist in seinem Kern eine große Lüge für die, die es brauchen. Das bedeutet nicht, dass man nicht versuchen kann oder soll, seine eigenen Grenzen zu testen oder seinen Träumen zu folgen. Aber der Gedanke, dass unser Erfolg davon abhängt, wieviel wir geben, ist Letzenendes nicht tragbar, und wenn wir unsere Mitmenschen durch diese Rhetorik dorthin manipulieren, weiter fleißige Arbeiterbienchen zu sein, dann ist das moralisch nicht vertretbar, weil es einfach nicht wahr ist. Ware ungleich Werbung.

          Ja, JK Rowling ist mit Sicherheit ein Ausnahmetalent. Und deswegen existiert dieses Wort ja auch: Ausnahme. Es kann nicht jeder Harry Potter schreiben. Ihr Fall ist natürlich noch einmal außerordentlich, weil sogut wie alles gegen ihren Erfolg gesprochen hat; aber hätte sie diese Idee nicht gehabt, dann wäre es nie dazu gekommen. Jaden und Willow Smith haben schon in frühesten Kindheitsjahren Gesangs-, Tanz- und Schauspielunterricht bekommen, wenn ich mich richtig erinnere. Ihre Eltern meinten wohl so etwas wie, dass sie nicht wollen, dass ihre Kinder zum Schluss nur das bleiben: Die Kinder von Sternchen. Wenn sie irgendwann mal Schauspieler, Sänger etc. werden wollen würden, dann sollten sie auch das Know-How haben. Ist natürlich klasse, aber ich könnte es meinen Kindern wohl nicht zukommen lassen. (Wie Jaden spielt, weiß ich nicht. Nur sein Twitter ist mir bekannt, und Junge….)

          Genau. Es wird eine universelle „Wahrheit“ in den Raum geworfen: Du bist nur dann wirklich glücklich, wenn [x]. Das ist traurig und falsch. Glück ist subjektiv. Glück ist (bisher) nicht messbar. Glück kann in seiner Stärke variieren: Glücklich sein, weil man wirklich lecker essen war und glücklich sein, weil das Kind sich in Mathe zu einer 1 gesteigert hat, und glücklich sein, weil man endlich seine Schulden alle abgezahlt hat, und glücklich sein, weil man einen Buchvertrag unterschrieben hat. Es gibt tausend Dinge, die uns glücklich machen oder machen könnten, und nicht alle davon müssen über Äußerlichkeiten und Vermächtnisse definiert werden. Bekanntheitsgrad sagt äußerst wenig über deine emotionale Erfülltheit, wenn du schon mit 21 vor Papparazzi fliehst und über jedes Wort, das du äußerst, nachdenken musst, weil es Facebook-Gruppen gibt, die dich zerreißen.

          Das bedeutet nicht, dass das nicht für viele Menschen stimmen könnte (und das vielleicht sogar, ohne dass sie von ihrem Umfeld so geprägt/erzogen wurden) sondern, genau wie du schon sagtest, dass es ein verherender Fehler sein kann und sicherlich für viele Menschen ist, sich daran festzumachen. Zum Schluss verbittern sie eventuell, wenn ihre harte Arbeit nicht erkannt wird. Oder das erste High reicht nicht. Oder die Kritik ist zu heftig. Oder sie werden missverstanden. Oder sie sehen nur noch ihre Ziele und gehen dabei über Leichen. — Und die Verfechter dieser Denkweise ignorieren dabei gekonnt, dass es durchaus möglich ist, dass die „Kritiker“ doch dasselbe tun: Könnte es nicht mein American Dream sein, NICHT so zu sein? Könnte es nicht mein großes, paradoxes Ziel sein, bis ans Ende meines Lebens Erfolg und Ziele an mir selbst zu messen? Ist es mir auf einmal nicht gestattet, die Welt so vollkommen anders von ihnen zu sehen und es für mich abzulehnen, „nach Außen“ zu leben? Denn ich bin mir sehr sicher, dass es Menschen geben könnte, die dasselbe Hoch empfinden, wenn sie meditieren und Tee trinken, wie ein Autor, der gerade den ersten Filmdeal angeboten bekommen hat.

          (Nein, nein, ich wäre nicht Regisseurin. Ich würde im Internet so tun, als kenne ich dich nicht, aber ständig furchtbare Kommentare hinterlassen, damit du mehr Aufmerksamkeit kriegst! Und dann, wenn dein Bekanntheitsgrad hoch genug ist, belästige ich dich immer auf Twitter, wo du so schlagfertig reagierst, dass ich mich geschlagen gebe, und dir einen Entschuldigungskuchen zuschicke. Von dem postest du ein Bild mit der Unterschrift, „War lecker!“ und einige Wochen später veröffentlichen wir ein Foto zusammen, wo wir eine Konditorei besuchen. Dementsprechend noch mehr buzz, weil du es geschafft hast, selbst den schlimmsten hater für dich zu gewinnen. Hab das alles geplant. Jetzt mach dich an die Arbeit.)

          1. Was für einen Kuchen? Ich mag Pfirsichkuchen sehr gerne. Früher bekam ich von Mama oft einen zum Geburtstag. :-)
            Also muss ich wohl doch… Ob die Kardashian nochmal eins machen will? Die Bewerbungsfrist ist noch nicht abgelaufen, aber bisher hat sich noch niemand gemeldet. Verzwickt.

            Ich habe S. damals mal gefragt, ob sie gern im Lotto gewinnen würde. Für viele ja der Traum schlechthin und die Definition von Glück. Ihre etwas verdutzte Antwort war:“So viel Geld auf einmal braucht man doch gar nicht.“
            Glück oder glücklich sein ergab sich für sie durch ganz andere Dinge. Spazieren gehen mit Oma, Eis essen mit Opa. Gut geschlafen zu haben, Sommer und eine Dokumentation über Eichhörnchenaufzuchtstationen. Und die Frau strahlte wie ein Uranstab im Dunkeln.

            Christiano Ronaldo hat mal so etwas gesagt, wie:“Ich möchte in meinem Beruf der beste aller Zeiten sein.“ Da hat er die Messlatte hoch gelegt, aber er reißt sich dafür seinen Hintern auf. Weil das für ihn Glück und Erfolg bedeutet.
            Andererseits, wie bewertet man in vielen Dingen, was die/der/das Beste ist? Oft liest man, Citizen Kane wäre der beste Film aller Zeiten. Wer entscheidet sowas? Ich habe nach 40 Minuten angefangen, Geschirr zu spülen. Weil er mich nicht gefesselt hat.
            Dagegen sieht ein professioneller Filmemacher wohl die fachmännische Arbeit dahinter. Kameraführung und -einstellung, das Set, den Schnitt, etc. Dinge, von denen ich null Ahnung habe.

            Gerne würde ich mal sehen, wie Menschen Glück „bewerten“. Mal angenommen, du hast eine Gruppe von 50 Personen und lässt dir aufschreiben, was für sie Glück bedeutet. Wird der Durchschnittsverdiener Dinge angeben, die mit seinen finanziellen Mitteln nicht zu erreichen sind? Wird der Mensch, der in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, „bescheidenere“ Dinge aufzählen? Wird der geneigte Star Wars-Fan sagen:“Meiner Meinung nach gibt es so etwas wie Glück nicht?“ Wird der Multimillionär sagen:“Ich freue mich, wenn meine Kinder mich am Sonntag Morgen mit strahlenden Gesichtern wecken!“?

            Wir haben ja schon einige male über persönliche Ziele diskutiert. Darüber, dass es oft an mir nagt, sie nicht erreicht zu haben. „Du bist gesund, freu dich doch darüber!“ Gesund sein ist natürlich auch relativ. Das es mir aber nicht ausreicht, „gesund“ zu sein und einen Arbeitsplatz zu haben, begreifen viele nicht. Weil meine Ziele andere sind. Manche sind einmalige Ziele, andere wirken sich langfristig aus. Ebenso, wie du mal gesagt hast, dass jeder Mensch für sich am besten weiß, wie er mit bestimmten Dingen umgeht (Es ging da um das Verarbeiten von Trauer und/oder traumatischen Erlebnissen), weiß jeder für sich selbst, was ihn glücklich macht.

          2. Pfirsichkuchen mit Pudding unter den Pfirsichen? OH GOTT ICH HAB AUF EINMAL SO APPETIT AAAGH ;_;

            Das Privileg möchte ich auch gerne haben, nicht zu wissen, oder einen Dreck drauf zu geben, wie materialistisch das Leben ist. Alleine, um Medikamente zu haben, oder krank sein zu dürfen, ohne sich bei jedem Amt rechtfertigen zu müssen (und trotzdem eventuell in eine Ausbildung gesteckt zu werden), würde ich, hätte ich denn die Garantie, nicht mal vor Prostitution zurückschrecken, glaube ich. Entweder bewundernswert oder beneidenswert.

            Hab Citizen Kane nie gesehen, also kann ich da wenig zu sagen.. :D Nein, ich denke auch, das ist das bezüglich der Passage zur undefinierbaren Perfektion. Es muss sicherlich einige Maßstäbe geben, die man sich innerhalb einer Gesellschaft teilt -Menschen nicht töten ist immer ein guter Anfang- aber allein die potentiellen einzelnen Teile von Perfektion sind unmöglich zu definieren: Individuelle Erfüllung? Qualität? Glücksgefühle? Quantität? Einfluss auf die Gesellschaft? Blahblahblah. Wer weiß. Und jap. Glück. Wer weiß. Der Dalai Lama hat darüber mal gesprochen. War interessant.

            Agh, mein Hirn will gerade nicht mehr. Gebe erst einmal auf, und esse was. /seufz

  3. Seltsam, während die Jugend sonst jedes Komabesäufnis selbst erfahren will, belässt man es bei einigen logischen Überlegungen was die „Unendlichkeit“ eines Berges betrifft: Statt fünfundsiebzig Jahre Tag für Tag mehrere Stunden an einem Weltbestseller zu schuften, regt niemand auch bloß den Finger. Man wäre ja nicht das begüterte Kind eines Bestsellerautors. Und was das „Glück“ betrifft, Freunde, schonmal gegen den Computer Backgammon gespielt? Was Ihr auch würfelt, Ihr werdet immer „Pech“ haben, während der Computer noch mit den bescheidensten Würfen gewinnt. Seltsam, aber da kann man wohl nichts machen. Schicksal eben.

    1. Ich kann gerade nicht viel dazu sagen, da ich mit Alkoholvergiftung eingeliefert wurde und am Tropf hänge. Hat sich aber gelohnt und war ein klasse Abend, wa Manuel? /smh

  4. Gab es jetzt bei dir schon Kuchen? Bei Mama gabs am Sonntag wenigstens Waffeln. Sind mir fast noch lieber. ;-)
    Ich hätte sie auch gerne, die Bescheidenheit oder die Fähigkeit, weniger auf materielle Dinge zu geben. Andererseits hängt das aber auch immer mit der Lebenssituation zusammen.
    Ich gebe oft Geld für Dinge aus, mit denen ich mich beschäftigen kann/muss. Einfach aus Mangel an Alternativen. Hätte ich öfter die Möglichkeit, mich mit Freunden einfach nur zum Plaudern oder Kochen zu treffen, könnte ich mir so manches Videospiel sparen.

    Als H. noch beinahe täglich hier war, habe ich deutlich weniger Geld ausgegeben. Eben weil ich weniger gespielt, gelesen und gesehen habe. Jetzt frage ich mich, ob mich Konsum wirklich glücklich macht oder einfach nur ein notwendiges Übel ist, dass mir vorgaukelt, es würde mich glücklich machen.
    Der Kaffee ist schon wieder leer. Außerdem möchte ich ein neues Bett. Dafür fehlt mir jetzt aber das Geld, weil ich 2 Drucke einer Cosplayerin bestellt habe. Also, die kosteten nicht so viel wie ein Bett, aber ich befürchte, ich muss doch das Video machen, um Geld zu verdienen.
    Es ist noch viel zu früh. :/

    1. Wollte mir den einen Abend Kuchen und Muffins machen, hab also gedacht, „Hey, probier mal ein neues Rezept!“ und es hat alles so furchtbar zum Schluss geschmeckt, dass mir in jedem Spielsystem simultan 500 EP und zwei Fähigkeitspunkte entzogen worden wären. Könnte immer noch brechen. Ich vertraue jetzt keinen neuen Rezepten mehr.

      Waffeln könnte ich auch mal wieder… wenns jetzt kühler werden würde (hah..) dann wär das sogar gleich was.

      Oh, das stimmt! Ich hab gestern oder vorgestern, vorm Einschlafen, darüber nachgedacht. Also einmal überhaupt den Konsumdrang und dann die Richtung, in die ich tendiere, wenn ich mich in Popkultur schmeiße. (Hab dazu sogar was geschrieben.. allerdings auf Englisch.. und auf meinem „Wenn ich einschlafe, aber brillant bin“-Block.)

      Man merkt es ja schon daran, wie gerne wir über die „soziale Unterschicht“ hetzen, weil sie RTL Vormittagsprogramm schauen, „anstatt zu arbeiten, die scheiß Sozialschmarotzer,“ aber es ist ja möglicherweise für viele wirklich die einzige Möglichkeit, sich von ihrem Alltag und ihren (mangelnden) Möglichkeiten abzulenken: Andere Medien kosten Geld, oder sind für jemanden aus einer bildungsschwacheren Familie nicht zugänglich, usw. — Bei jemandem mit Arbeit, Intelligenz, Bildung, anderer Prägung, etc. sieht es dann anders aus, und es bewegt sich in die Richtung, dass die lokale Bibliothek ein Albtraum ist, und man sich die meisten Bücher nicht leisten kann. Dass bestimmte Produkte überteuert sind. Dass man keine Möglichkeit hat, bestimmte Hobbies auszuüben, weil sie nun einmal teuer sind. (Zeichnen kann teuer sein, selbst Häkeln und Stricken ist teuer, Backen, Kochen, bestimmte Sportarten. Materialkosten oder Mitgliedsbeiträge können demotivieren oder einfach so hoch sein, dass man sich nichts in der Richtung leisten kann.)

      Hab mir Gothic III von Steam geholt, da es im Angebot war. Leider krieg ich davon gaming sickness. Muss mal schauen, ob es besser wird, wenn ich die Auflösung verändere, aber wenn nicht, dann waren das unnötige zwei Euro, die ich da „investiert,“ habe. (Ich hab es eh nur geholt, damit ich nicht Witcher III hinterherweine..)

      <blockquote"Jetzt frage ich mich, ob mich Konsum wirklich glücklich macht oder einfach nur ein notwendiges Übel ist, dass mir vorgaukelt, es würde mich glücklich machen.

      Das hab ich mich zu meiner aktivsten Buchbloggerzeit auch gefragt. Nun war es da noch einmal anders, weil ich ja gleichzeitig in einer Gemeinschaft aktiv gewesen bin, und somit eine soziale Kompenente existiert hat, die beim Lesen selbst nicht vorzufinden ist. Trotzdem glaube ich mittlerweile meistens, dass es keine entweder-oder Situation ist: Konsum kann Eskapismus sein. Unterhaltung kann und wird immer ein wenig damit zutun haben.. aber irgendwie bin ich abgeneigt, es dabei zu belassen. (Zumal da bei den Meisten immer eine Wertung stattfindet, die mich einfach nur stört.) Selbst, wenn ich alle anderen Zwecke von Unterhaltung ausklammere (also Bildung, Erziehung etc) bin ich ja nicht nur dann daran interessiert, ein Buch zu lesen, wenn es mir schlecht geht.

      Wir sehen Medien oftmals als „Ersatzkomponente“ in unserem Leben an. Aber sie sind eigenständig. Es muss mit ihnen keine Lücke gefüllt werden. Auch zufriedene und glückliche Menschen freuen sich auf die nächste Staffel House of Cards.

      Eigentlich ist es ja sogar so, dass uns in vielen Situation Konsum unglücklicher macht. Und damit meine ich nicht nur den enormen Selbsthass, den ich empfunden haben muss, um Gossip Girl zu Ende zu sehen. Aber dass Medien oftmals so vom Staat gefördert werden, hat sicher mit Beschäftigungstherapie zutun.. AAAABER: Was tatsächlich stattfindet, ist eine Veränderung im Hormonhaushalt oder so ähnlich. Also haben sie eindeutig einen Effekt auf uns, und es ist sicher oft so, dass ein erhöhtes oder vermindertes Interesse an Serien usw. auf unseren derzeitigen mentalen Zustand hinweisen kann. Hmmm.. Schaust du eher Fernsehen oder liest du oder spielst wenn es dir a) gut b) schlecht c) normal d) absolut dreckig geht? Bin jetzt irgendwie sehr verwirrt von der Materie.

      Sag bescheid, wenn das Video draußen ist. Ich hab mir schon fünfzehn neue Accounts angelegt. ;)

      /hands you coffee

      1. Danke für den Kaffee. Das Video wird noch dauern. Ich hoffe, du hast kostenlose Accounts angelegt. :-D

        Es ist wirklich interessant, mal darüber nachzudenken, wann ich etwas bestimmtes konsumiere. Und mir ist eben eingefallen, dass eine bestimmte Serie, ein Film oder auch ein Lied, unterschiedlich „verarbeitet“ werden. Erinnerst du dich an unser Gespräch über „Take me to church“?
        Oft genug sitze ich hier und höre Musik, mache mir teilweise Gedanken über die Songs bzw die Texte und mache das mit mir selbst aus. Weil ich in dem Augenblick oder kurz darauf niemanden habe, mit dem ich darüber sprechen kann bzw möchte. Diese Diskussion mit mir selbst beschäftigt mich natürlich weniger lang und auch nicht so intensiv, wie darüber mit anderen zu reden.
        H. und ich haben oft über so etwas gesprochen. Ich habe ihr von Boston Legal erzählt und wir haben unsere moralische Sicht verglichen. Oder darüber gesprochen, ob Nicholas Garrigan „richtig“ gehandelt hätte, wenn er Idi Amin das Licht ausgeknippst hätte.

        Spontan würde ich sagen, dass Musik bei mir unabhängig von meiner Laune läuft. Ich weiß aber nicht genau, ob mich zum Beispiel ein trauriges Lied „runter zieht“, oder ob ich es einschalte, weil ich schon runter gezogen bin. Spiele sind für mich immer dann eine Option, wenn entweder niemand zum reden da ist oder ich mit niemandem reden möchte. Denn auch das kommt vor. Schaue ich am PC eine Serie oder einen Film, dann habe ich immer die Möglichkeit, kurz das Fenster zu wechseln und bei FB oder WhatsApp zu schreiben. Wenn ich spiele, dann kann eine Antwort von mir mitunter schon lange dauern. Unabhängig davon, ob es am PC oder an der Konsole ist.
        Generell würde ich also sagen, dass ich beim Spielen die schlechteste Laune habe. Weil ich, denke ich, auch über Spiele nur selten mit anderen Menschen spreche.

        Ich stimme dir vollkommen zu, dass Menschen, die weniger Geld zur Verfügung haben, die Glorze oft als einzige Beschäftigung nutzen können. Man hört zwar immer, man könne sich auch ohne Geld laufend beschäftigen, aber das halte ich für mindestens diskussionswürdig. Eine Mitgliedschaft im Sportverein oder in einem Gesangsverein oder was auch immer ist für manche Leute schlichtweg unerschwinglich. Bücher können mitunter ein Vermögen kosten und auch Musikunterricht gibt es in den wenigsten Fällen für einen Händedruck. (Bist du eigentlich Händeschüttlerin?)

        Was bleibt? Das wunderbare TV-Programm. Natürlich kann man fragen, ob es dann ausgerechnet RTL sein muss, wo es doch auch ARTE und Phoenix gibt. ARTE und Phoenix können mitunter aber auch sehr öde sein. Und nicht jeder sieht sich gern Dokumentationen an, egal wie hoch der Lernfaktor darin ist. Und selbst wenn, fehlt doch irgendwo die Vielfalt. S. ist zum Beispiel irre viel unterwegs. Wüsste nicht, ob sie überhaupt schonmal im Kino war. Am Wochenende, wenn sie nicht aufs Kind aufpassen muss, stehen Discos ganz oben auf dem Plan. Dennoch gibt es auch Abende, wo sie dann mal die Glotze einschaltet. Weil sie die Abwechslung braucht. Party gut, aber nicht nur!

        Seit Anfang/Mitte der 4. Staffel meckere ich über The Walking Dead. Habe aber fleißig weiter geschaut bis Staffel 5, Folge 15 oder so. Und ich bin mir sicher, dass ich weiter schauen werde, obwohl es mich nur noch langweilt. Warum tu ich mir sowas an, wo doch noch so viel auf meiner Liste steht? Das ist so, als würde ich Spinat in mich reinschaufeln, den ich gar nicht mag, obwohl der Tisch voll mit Leckereien steht.

        Apropos „Sozialschmarotzer“: Habe neulich bei Max Uthoff etwas interessantes gehört. Er hat fein Unterschieden zwischen dem Arbeitslosen damals (Diesem Menschen fehlt etwas, er hat etwas verloren) und dem HartzIV-Empfänger heute. Der erhählt/bekommt/bezieht etwas ohne Gegenleistung. Und schon erscheint diese Person für viele in einem ganz anderen Licht. Dazu noch das Bild, dass die „Assi-Familie“ am Fliesencouchtisch sitzt und den ganzen Tag RTL glotzt. Fertig ist der Stereotyp. Das bei 13€ am Tag kein Geld übrig bleibt, um 2 Kinder zum Fußball zu schicken, wird natürlich gern übersehen.

        1. Natürlich. Ich werde auf Premium umschalten lassen, wenn es dann soweit ist. ;P

          Aber natürlich erinnere ich mich daran! Gerade, weil ja im Netz die meisten Leute darüber sprechen, dass es um Kirche/Homosexualität geht, und wir uns über eine andere Thematik unterhalten hatten. War das erleichternd damals.. — Denn bei mir ist es ähnlich, und ich mach die Dinge sonst eher mit mir selbst aus. Oder quatsche Mami zu. Oder suche auf Goodreads nach Rezensionen; auch wenn ich dort selten ein Gespräch anfange.

          Weil du es gerade mit erwähnt hattest: Zu „trauriger Musik“ hat PBS Idea Channel ein Video veröffentlicht. Das habe ich nun noch nicht gesehen, aber es könnte ggf interessant sein. (Youtube)

          Hmm.. da kommt bei mir die Frage auf: Welche Art von Spielen? Ich hab bei mir beobachtet, dass ich neben meiner „unerklärlichen“ (das heißt, noch nicht lang genug darüber nachgedacht) Gründe, bestimmte Spiele eventuell auch für Erfolgserlebnisse, Struktur usw. zocke. Und sie sind ja auch häufig genau so aufgebaut. Ich nehme jetzt mal Pokemon als Beispiel, weil es eine gute Mischung aus verschiedensten Elementen ist: Es spricht Sammler (n Pokemon; teilweise nur durch Tausch erhältlich) und Kämpfer an, hat eine eindeutige Spielstruktur (8 Arenaleiter, Pokeliga, Pokechampion) und entsprechende Erfolgserlebnisse. Mittlerweile ist es, je nach Generation, möglich, die Figuren in ihrem Äußerlichen zu verändern, (X und Y hatten Kleidung, Friseure, und auch die Haut- und Augenfarbe konnte verändert werden) was vor allem Spieler_innen angesprochen hat, die ein integrativeres Gameplay erleben wollten, oder häufig Sims etc. spielen. Zusätzlich braucht man kein Linkkabel mehr, um Pokemon zu tauschen oder gegeneinander anzutreten. Nintendo hat das alles ins Spiel integriert. Mein Pikachu aus Taiwan bezeugt das gerne.

          Selbst „schnöde“ Freemium Browserspiele versuchen diese Elemente einzufügen. Forge of Empires ist ein Strategie und Aufbauspiel. Du fängst in der Steinzeit an, und baust dein Dorf. Irgendwann bist du in der Post-Moderne und handelst Gummi. (Hier gibt es noch die instinktive Interaktion mit Nachbarn und Gildenmitgliedern.)

          Und es muss ja mehr sein als unser moderner Zwang, nicht eine Minute mit „nichts machen,“ zu verbringen. (Oder „nur eine Sache machen,“ wenn wir ehrlich sind, denn Browserspiele werden scheinbar häufig am Arbeitsplatz oder auf dem Weg zur Arbeit/nachhaus gespielt.) — Ich spiele gerade wieder Dragon Age II (so gut.. und Isabela ist SO toll) und überlege. Worum genau geht es mir dabei? Was habe ich wirklich davon? Ist es nur eine Vortäuschung von produktiver Beschäftigung? (Wobei das wohl bei jedem Hobby zutrifft, und man Letzenendes wohl festzulegen hat, was denn eigentlich „produktiv“ ist.)

          Macht mich verrückt. Vielleicht sollte ich mich aber auch mal fragen, wozu ich das überhaupt wissen muss oder möchte. (Was dann zur selben Frage führen würde.. und.. ugh.)

          (Kommt darauf an. Ich werde sicher nicht die Hand meiner Freunde schütteln. Einfach seltsam. Ansonsten liegts an der Körpersprache der Anderen oder meiner Laune. Du?)

          Es ist auch etwas lächerlich, von einem stereotypischen Hauptschüler zu erwarten, sich jetzt die Dokumentation zum Paarungsverhalten von Bonobos anzuschauen. Natürlich könnte es ihm zeigen, dass Homosexualität und Prostitution auch im Tierreich zu finden sind, aber ich kann es ihm nicht verübeln, dass er sich dafür nicht interessiert. Die Chancen stehen hoch, dass ihm diese Neugierde in der Schule schnell entlernt wurde, und auch, wenn diese Dinge in seiner eigenen Verantwortung stehen, bleibt es bei dem Fakt, dass wir selten in der Position sind, ihm Vorhaltungen dafür zu machen, dass er als unterpriviligierter Mensch eventuell einfach nur noch Mitten im Leben schauen möchte.

          Wenn mich jemand schief anmachen würde, weil ich viele asiatische Dramen schaue, dann könnte diese Person sich aber auf einen Vortrag gefasst machen. Denn anders als die größtenteils weiße Bevölkerung hier, findet asiatische Repräsentation wirklich nur mangelhaft bis gar nicht statt, und der Wunsch, mal etwas vor Augen zu haben, das mir ähnelt, ist nichts, wofür man mich kritisieren darf, wenn man höchstwahrscheinlich stark davon profitiert, dass ich in dieser Situation bin.

          The Walking Dead schaue ich seit der dritten oder vierten Staffel nicht mehr. Hab auch keinen Bock. Aber den Spinat kannst du mir trotzdem geben.

          Obwohl! Da fällt mir ein.. dasselbe habe ich bis vor ein-zwei Jahren ebenfalls getan, und damit aufzuhören war keine bewusste Entscheidung oder irgendein Opfer meinerseits. Ich hatte einfach nur genug. Dementsprechend schaue ich ganz viele Serien, denen ich anfangs eine Chance geben wollte, gar nicht oder selten: Supernatural, Lost Girl (rape!), Game of Thrones, Teen Wolf, Arrow, Doctor Who, Big Bang Theory, etc. Alle weg. Eigentlich schaue ich gar nichts mehr. (Plane aber, bestimmte Serien weiterzuschauen.. irgendwann.. vielleicht..)

          Seit wann kriegen HartzIVer denn 13 Euro am Tag? Oder war das das Geld, das eine gesamte Familie am Tag bekam? – Hah. Habe das neue KIZ Album gehört (don’t judge me) wo es hieß, „Vor der Glotze, sauer auf die scheiß Sozialschmarotzer, anstatt auf den Chef, der mit dem Geld aus deiner Arbeit seiner Tochter noch nen Lamborghini kauft.“ (Der gesamte Text ist so top.) Irgendwie erinnert mich das mal wieder daran. Wir haben bei uns in der Stadt an einer Wand seit ich Kind bin groß und hässlich geschrieben, „Die Grenze verläuft nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten,“ aber es ist so viel einfacher, auf alles und jeden zu schimpfen, anstatt darüber nachzudenken, wie systematisch man ausgenommen wird. Solange wir Menschen tatsächlich als „illegal“ betiteln, haben wir verloren.

          Also. Böse RTL Medien, die uns verdummen. Aber noch viel böser sind ja die, die es konsumieren!! SO BÖSE! SCHÄMT EUCH!! Ihr müsst es einfach nur versuchen!! Ich hab’s doch auch geschafft! /smh

  5. Zu dem Video (Habe jetzt erst 23 Sekunden gesehen, weil ich Pipi musste), fiel mir gleich ein „Ein Lied ist immer nur so traurig wie ein Zuhörer.“
    Schaut man mal unter Songs bzw Videos, in denen es um verstorbene Angehörige oder Freunde geht, findet man oft Kommentare in denen Nutzer von ihren Erfahrungen berichten.
    Unter „Solo“ von Thomas D. und Nina Hagen schrieb mal jemand in etwa: „Das beste Lied bei Liebeskummer. Es ändert nichts, macht nichts besser, hilft aber unglaublich gut beim Heulen.“
    Jetzt wieder die Frage, ob es uns traurig macht oder ob wir es anhören, weil wir traurig sind.
    Dazu sollte ich wohl auch das Video weiter laufen lassen. Moment bitte.

    Visual Imagery!! Ich dachte, das geht nur mir so. Ich wollte doch immer mal Songs in neue Videos umsetzen. Aber schon interessant, das Video. Auch, wenn ich nicht alles verstanden habe. Was wohl in Leuten vorgeht, die Jazz oder Polka hören? Zwei Dinge, mit denen ich mich gar nicht anfreunden kann.
    Kennst du „Der Weg“ von Grönemeyer? Auf Konzerten heulen sich bei dem Lied so viele Menschen die Augen aus. Ob das wohl so wäre, wenn Herberts Frau nicht an Krebs gestorben wäre und er es „einfach nur so“ geschrieben hätte?
    Fragen über Fragen. :/

    Was die Spiele angeht, habe ich lange Zeit Lord of the rings online gespielt. Und eine Weile das MMPORG von Star Wars. Allerdings war ich in beiden mehr der Einzelgänger. Ich habe nie viel davon gehalten, mit fremden Leuten in einer Gruppe rum zu turnen. Sicherlich hinderlich, wenn man so ein Spiel spielt, aber ich fühlte mich da oft unwohl. Gruppenquests gingen für mich eher dann, wenn ich die Spieler schon eine Weile kannte.
    Ansonsten spiele ich meinen Fußball Manager am PC oder FarCry an der X-Box. Aber nie online gegen andere, menschliche Spieler. Sowas war für mich schon fast immer eine Sache, mit der ich mich allein beschäftige. Wenn A. mal da ist und wir Lust haben, spielen wir Lego Herr der Ringe zusammen. Aber niemals etwas gegeneinander. Mochte ich nie so wirklich.

    Ich muss jetzt aufhören, weil ich gleich schlafend vom Stuhl kippe. Sollte ich innerhalb der nächsten 12 Jahre wieder wach werden, schreibe ich mehr dazu. Ich hoffe, du kannst mir das verzeihen. ;)

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