#1 may your feet serve you well;

Ich bin zur Zeit etwas uninspiriert. Ich hab ein paar Tage damit verbracht, zwei koreanische Serien zu schauen, die, wenn ich rekapituliere, zwar genial, aber auch absolut furchtbar waren. Ich hab Harvest Moon: Geschichte zweier Städte weitergespielt (und jetzt auch endlich den Tunnel frei!), und gelernt, wie man Englisch strickt. (Was ich nicht empfehlen kann.)

35 Folgen, einen Loopschal, einen Ohrenschützer, drei Jahreszeiten (inklusive Kuh, Schaf und Huhn) später, habe ich nicht das Gefühl, dass diese Aktivitäten mich aktiv dazu gebracht hätten, viel an mir zu ändern. Außer vielleicht meine Make-up Routine.

Die eine Ausnahme ist eine endlose Debatte in meinem Kopf, in der es um Charakterstärke geht, und die damit endet, dass ich bestimmt die letzten fünf #24 Entwürfe aus dem letzten Jahr damit verbracht habe, über Dinge zu sprechen, die damit zutun haben, ohne es zu realisieren.

Mir fehlt nicht nur Inspiration, ich scheine sogar zu träge zu sein, um sie mir zu beschaffen. Ich könnte Tropes vs Women oder BigThink auf Youtube weiterschauen. Ich könnte mir zwei der Sachbücher bestellen, die ich schon eine Weile auf meiner Wunschliste hatte. Ich könnte, nein, das könnte ich nicht. Ich wollte gerade sagen, dass ich Freunde von früher fragen könnte, ob sie sich treffen wollen, aber es ist einmal unhöflich, und zweitens auch unmöglich.

Ich hoffe, dass 2015 ein wenig produktiver wird, denn auch, wenn ich jetzt die Meisterangel von Rutger bekommen habe, und endlich verstehe, wie man Braid-Muster strickt, fehlt mir der konstruktive Lärm in meinem Kopf. Jetzt ist es nur Genörgel, und manchmal Beleidigungen in Fremdsprachen, die ich nicht mehr verstehe, oder ein Ächzen nach Nahrung. (Hier auch noch einmal eine Entschuldigung an den Milka Weihnachtsmann, den ich vor ein paar Minuten geköpft habe. Mein Kiefer tut weiterhin weh, ich hoffe, das ist Strafe genug für so schlechte Tischmanieren.)

Hiermit also: Frohes Neues! Hoffen wir auf Lärm. (Und eventuell auch Geld. Wer welches übrig hat.. ich hab da noch zwei Sachbücher und Kuschelwolle auf meiner Wunschliste, und Innisfree hat ne BCDation (glaube ich?), die ich probieren möchte..)

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8 Kommentare zu „#1 may your feet serve you well;

  1. Darf man bald deine eigene Kollektion von Strickwaren erwarten? ;-)
    Wenn du von Inspiration sprichst, meinst du dann die Inspiration, etwas bestimmtes zu tun, oder etwas vollkommen neues, von dem du bisher gar nicht wusstest, dass du es tun kannst/möchtest?

    Ich denke mir oft, dass ich aktiv viel mehr tun muss. Etwas, dass man anfassen kann oder etwas, dass ich nach außen tragen kann. Verbringe ich doch die meißte Zeit damit, Serien zu schauen, die mich zwar innerlich beschäftigen, aber die mir hinsichtlich der Interaktion mit anderen Leuten nicht wirklich viel bringen, da mir oft die Gesprächspartner fehlen. Denn diese sind, zumindest für mich, immer ausgesprochen produktiv bzw erleben viel mehr unterschiedliche Dinge. Sie machen viel mehr Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass du eine Amazon(oder was auch immer)-Wunschlist erstellen solltest. ;)

    Und ich hoffe, dass es deinem Kiefer besser geht. Musste bei dem Weihnachtsmann daran denken, wie du einmal einen Donut von der Schreibtischkante gegessen hast. Erinnerst du dich daran? Ich muss immer noch darüber lachen. :-)

    1. Ich glaube nicht. Dafür fehlen mir weiterhin die finanziellen Ressourcen. Wolle, vor allem hübsche Wolle, ist echt teuer. 36m Garn? 3,50. Wie viele brauche ich für nen kleinen Pulli? 15-20 mal so viel. D‘:

      Nein, eher mentale Inspiration um mich „weiterzuentwickeln“ (zu einem Raichu.. inklusive Surfer), also um zu realisieren, dass ich auch mental nicht stehen bleibe, sondern immer wieder umdenke, neue Perspektiven einnehme, neue Fakten verarbeite. Zum Beispiel habe ich zwei oder drei Artikel geschrieben, in denen es um ein paar solcher Dinge ging, sie aber nicht veröffentlicht. (Weswegen es mir immer noch in den Fingern kribbelt. Erst, wenn es irgendwer gelesen hat, habe ich mich mitgeteilt usw.) Und während dieser Zeit habe ich bemerkt, dass sich in meinem Kopf einiges verändert hat. Dass ich bestimmte Konflikte ganz anders einschätze, oder mich selbst anders werte. Diese Veränderung ist für mich wichtig, weil ich sonst das Gefühl bekomme, dass meine Hirnzellen einschlafen, dass ich stillstehe und nichts passiert.

      Aktivitäten sind natürlich auch gut, aber die meisten Dinge, die man tut, tut man ja als Folge einer mentalen Veränderung. Man verinnertlicht, wie ungesund bestimmte Nahrungsmittel sind, und hört deswegen auf, sie zu essen. Man merkt, dass man außer Atem ist, wenn man die Treppen steigt, und fängt deswegen an, sich mehr zu bewegen. Man spürt, dass man ein Hobby braucht, und fängt dann an, ein Instrument zu lernen, zu stricken, etc. — Natürlich brauche ich auch diese „Inspiration“, aber da sie eine Folge von Hirnfutter ist, möchte ich vor allem erst mal dort ein wenig.. „mehr“.

      Du hast allerdings Recht mit deinem Beispiel. Wenn man sich innerlich verändert, aber keine Möglichkeiten hat, diese Veränderungen „auszuleben“, dann ist das frustrierend. (Siehe die drei Entwürfe, die ich veröffentlichen will, aber einfach nicht kann.) — Ich bin mir aber nicht sicher, was man da groß machen kann. Auf trakt.tv eine Review/Shout schreiben, vielleicht? (Sobald trakt.tv wieder optimal funktioniert zumindest..)

      Ich erinnere mich gaaanz vage daran, ja. Du hast aber ein gutes Gedächtnis! : O

      1. Ahhh, ich bitte vielmals um Verzeihung. Warum bekomme ich keine E-Mails mehr auf deine Antwort?
        Und auch über WordPress selbst wird mir nichts angezeigt. Weder am PC, noch über die App. Bitte beim nächsten mal nach spätestes 36 Stunden etwas an den Kopf werfen, wenn ich nicht auf dich reagiere.

        Ich glaube, ich kann dir folgen, was deine Inspiration angeht bzw der Gedanke, dich mit neuen Dingen zu beschäftigen. Ganz plump ausgedrückt heißt es ja auch, dass das Gehirn trainiert werden muss, was natürlich ein angenehmer Nebeneffekt ist, während man seine Sichtweise auf Dinge, Personen, Ereignisse oder auch sich selbst ändert oder überdenkt.
        Ich finde, das Internet ist dazu ein Geschenk. Heute Morgen erst habe ich mich, weil ich viel zu früh wach war und niemanden wecken wollte, dazu entschieden, mir ein paar Videos mit Zaubertricks auf youtube anzuschauen und habe wirklich ausgiebig und lange hier gesessen und überlegt, wie diese wohl funktionieren.
        Das klingt wohl erstmal albern, aber ich finde das ungeheuer interessant. Unter anderem auch, weil ich selbst mal Zauberer werden wollte. Als kleiner Junge hatte ich einen Zauberkasten, den ich ganz toll fand. Leider habe ich das irgendwann aufgegeben. Verdammte Playstation!

        Trakt.tv ist so etwas wie das scrobbeln bei last.fm, richtig? Hab die Seite nur mal kurz geöffnet ohne genau nach zu sehen. Bin nämlich noch etwas matschig vom Nickerchen.

        Mir fällt da eine Frage ein. Glaubst du, dass man sich auch mental weiterentwickelt, wenn man anderen von Dingen erzählt, die man schon weiß und bei denen man eine gewisse Erfahrung und auch Kompetenz vorweisen kann? Also so in etwa wie ein Lehrer? Oder glaubst du, dass sowas nur ein „Abrufen“ ist, bei dem man sich nicht selbst entwickelt?

    2. Das Trainieren des Gehirns gehört definitiv dazu. Deswegen setze ich mich regelmäßig mit neuen Sprachen auseinander. Meistens verfolge ich das nicht lange, zB hab ich nur die Kana/Furigana Alphabete aus dem Japanischen gelernt, aber es geht mir oft nur darum, etwas Neues zu wissen, auch, wenn es wenig Gebrauch im Alltag finden wird.

      Zauberkasten! Hatte ich auch. :D

      Jap, so ähnlich. Gerade ist trakt.tv aber im Umbau, also funktionieren nicht alle Features so, wie sie sollen. (zB sind die Listen und Kommentare gerade nicht zugänglich)

      Ich dächte doch? Ich meine, das ist doch so ähnlich wie bloggen oder reflektieren. Man wiederholt Fakten, aber währenddessen überdenkt man sie doch auch, und bekommt Feedback in Form von Fragen. Oder nicht? Ich bin mir nicht sicher, was denkst du? Aber selbst, wenn es jetzt wirklich nur ein wiederholtes Abrufen WÄRE, entwickelt sich dabei ja eine „Routine“. Menschen, die zB weniger intelligent sind, müssen viel lernen, um einen bestimmten Bildungsstand zu erreichen. Durch den repetitiven Vorgang entstehen Abkürzungen im Gehirn. In der fünten oder sechsten Klasse soll man doch zB bestimmte Sätze in Mathe beweisen. Den Scheitelwinkelsatz zum Beispiel. Durch das wiederholte Beweisen dieses Satzes fällt es einem dann leichter, die gleichen Muster in anderen Sätzen zu erkennen.

      Also, und das Folgende ist nicht formschön, also sollte das keinem Mathematiker gezeigt werden… -Nebenwinkel ergeben zusammen 180°, Alpha und Beta sind Scheitelwinkel, sie haben dieselbe Größe.
      Alpha und Gamma sind 180 Grad, da Nebenwinkel. Beta und Gamma sind 180 Grad da Nebenwinkel.
      Alpha und Gamma = Beta und Gamma
      Alpha = Beta, da Gamma auf beiden Seiten subtrahiert werden kann
      wzbw

      Je öfter man sich das anschaut, desto eher versteht man diesen Prozess und kann ihn auf andere Sätze anwenden. Man kann den Scheitelwinkelsatz-Beweis verwenden, um den Nebenwinkelsatz zu beweisen usw.

      Ich denke, das trifft auch in anderen Situationen zu. Man fördert damit sein logisches Denken, wie gut man sich artikuliert, wie gut man mit unerwarteten Fragen umgeht, usw. Zum Scheitelwinkelsatz selbst lernt man vermutlich wenig dazu, aber man sieht ihn vielleicht in einem anderen Kontext.

      Vorausgesetzt, man ist bereit, seinen Standpunkt zu überdenken.

      1. Ich denke, in gewissem Maße trainiert so eine Wiederholung wirklich. Obwohl man da auch unterscheiden muss, in wie weit das erlernte wirklich fordert. Nehmen wir mal Patricia als Beispiel, die einen englischen Vokabeltest aus der 4. Klasse schreibt. Da wird sich bei dir wohl auch nach dem 22. mal nicht mehr viel tun, oder?
        Andererseits könnte etwas, wo dir noch die Routine fehlt oder etwas dich mehr fordert, beim Wiederholen oder Weitergeben durchaus auch bei dir besser haften bleiben. Ich habe übrigens 2 Anläufe gebraucht, um die mathematische Situation zu begreifen. :-D

        Vielleicht sollte ich mal besser darauf achten, wenn ich mal einen Azubi auf der Arbeit zugeteilt bekomme. Mir macht das in vielen Fällen enorm großen Spaß, aber ich habe nie drauf geachtet, ob ich wirklich selbst noch etwas dazu gewinne und ob ich überhaupt auch auf Dinge eingehe, die für mich zum beruflichen Alltag gehören.
        Aber mitunter spielt es ja auch eine Rolle, wen man da vorgesetzt bekommt. Es sind ja einige Spezialisten dabei, die ihre Augen nicht vom Fußboden bekommen und eher weniger Interesse an ihrer Ausbildung haben.

        Kannst du noch etwas aus deinem Zauberkasten? :-D

  2. Daran hatte ich zB gar nicht gedacht. Klar, wenn das Level für einen so „niedrig“ ist, dann lernt man zu der eigentlichen Thematik sicherlich gar nichts. Vielleicht, wenn man jetzt 4.Klasse-Level unterrichtet, lernt man, wie man mit Kindern besser umgeht, welche Lernhilfen bei verschiedenen Kindern wirken, etc.. Aber mehr wird das wohl auch nicht.

    Da da auch keine Skizze von den Winkeln war, sei dir verziehen. ;) Ich musste selbst erst einmal überlegen und googlen, wie der Satz hieß. Wechselwinkelsatz wusste ich noch, weil der in einer Klassenarbeit dran kam.. Oder war es Stufenwinkel? (Wobei ich den einen mit dem anderen Satz erklärt habe, soweit ich mich erinnern kann. Da war ich mächtig stolz auf mich. :D)

    Weiß ich gar nicht.. Entfesseln fand ich gut, aber ansonsten erinnere ich mich nicht einmal mehr daran. Und das Entfesseln fand ich auch nur so gut, weil ich scheinbar schon als Kind schwer gestört war…

  3. Und ich werde jetzt Tage damit verbringen, mich zu erinnern, was Stufenwinkel und Wechselwinkel waren. Ohne es irgendwo nachzuschauen. Und dann werde ich scheitern und es irgendwo nachlesen oder einfach vergessen :-D Aber ich habe es dann immerhin versucht. ;-)

    Mathe war ja auch nie mein Fach. :D

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