#16

Irgendwo im Internet, vielleicht auf einer Seite für Menschen, die Magersucht und Bulimie personifizieren, vielleicht im Kommentarfeld auf Blogilates, meinte jemand, dass Amerikaner vielleicht unter Anderem deswegen eine so seltsame Beziehung zum Essen und zu ihren Körpern haben, weil sie nicht sagen können, dass sie Hunger haben, sondern nur, dass sie hungrig sind. US-Amerikaner, Briten und so weiter haben demzufolge keine Möglichkeit, den Hunger von ihrer Person zu entfernen. Sie sind hungrig.

Ich weiß, dass ich einmal über bestimmte philosophische Stränge gelesen habe, die unserer Sprache und unserem Sprachgebrauch extreme Wichtigkeit gegeben haben. In etwa so, dass wir Realitäten erschaffen, während wir Meinungen äußern. 

Vielleicht sollte ich in die Vergangenheit reisen, und mir selbst erklären, dass ich kein besonderes Schneeflöckchen bin, und auch nicht zwiegespalten, nur, weil ich erst unsicher und dann selbstbewusst „bin“. Viel mehr, ich fühle mich so. Ich habe Unsicherheit. Ich habe Sicherheit, Selbstbewusstsein, Schokolade, die erste Staffel Orphan Black, einen viel zu teuren Taschenrechner aus der Oberstufe, und eine neu entdeckte Liebe für Babyschweinchen. Ich erkläre damit nicht meine Persönlichkeit, sondern mein „Befinden“.

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