#50 you make me sweeter

Ich hab in letzter Zeit Meinungen. Nicht, dass ich nicht schon immer irgendeine Meinung vertreten hätte, aber es wird frustrierend, weil ich ständig damit konfrontiert werde, dass ich Letzenendes doch in der Minderheit bin. Ob es darum geht, dass eine Indie-Autorin mit einer großen Reichweite grenzwertige Posts auf Facebook teilt, oder eine Schauspielerin dafür verurteilt wird, dass sie Marvel mehr mag, weil die Frauen „besser“ sind.

Sicher, wie man Menschen noch erklären soll, was es mit DC und seinen Frauen auf sich hat, bin ich mir nicht, aber die Facebook-Frage sollte doch irgendwie.. lösbar sein. Hätte ich gedacht. Aber nein.

bs1

Das Bild wird gern geteilt. Ich verurteile die, die es teilen, auch nicht. Aber Letzenendes ändert es nichts an der Tatsache, dass diese Bilder und Äußerungen unglaublich schädlich sind, und kein Stück besser, als übergewichtige Menschen anzugreifen. Hier alle Kommentare, die unter diesem Post waren:

Juli: I think they’re both attractive (1 like)

Chuck: Agreed!!! I’d use the one on the right to stir my drink…. 1+2 likes)

Ditter: HAHAHHAHHAHAHA (Sie hat das Bild gepostet)

Deneen: LOL

Kiler: yesssssssssssss (1 like)

Bill: OK….question: If you go to a restaurant and order a steak….do you want just the bone or the real thing? (2 likes)

Cathe: Lmao @ Chuch stirring his drink (1 like)

Ditter: lmao

Juli: :( so much thin hate when supporting „normal women“. I think all women are attractive. Beauty is not determined by weight…there needs to be more overall love for all different types of women. (1 like)

Ditter: We don’t hate skinny women…you just never see a normal sized woman in the media…If you’re not skinny you are stepped on. (3 likes)

Haley: Aint but two kinda women in this world good ole big ones and big ole good ones !! #Rasbusha (2 likes)

Christina: ..I am fed up of seeing things like this…nowadays it all has to do with looks and weight issues..the photo on the right is so not right…

Ich: Bodyshaming is bodyshaming. Neither one of those two ladies is „uglier“ or „prettier“. Shaming skinny women so that average-seized or bigger women will feel „better“ feels really backwards to me. It’s not that I don’t want more diversity in media, it’s just that I don’t want ONE body-type to be shamed for another to be portrayed more often.

Christina: ..i did not say they were ugly..lets get that right..:P

Ich: No, I just used that word because English isn’t my native language and I’ve been up for too long. Sorry! Didn’t mean to imply that you said they were!

What I meant to say, and I hope I got that across anyways, is that in order to be body-positive, I feel people have to be positive towards pretty much all body types. Promoting curves is awesome. I have some myself, I’d love for my body type to be represented in magazines, movies, shows, music videos, whatever. And preferably not just as the weird sidekick who complains about her weight while eating apple pie.

But comparing and deeming one „more attractive“ than the other in that manner, additionally often also as a generaliziation, feels wrong to me, because it’s basically just the same. The one exception is that for some reasons people think it’s okay to shame or ridicule skinny/thin/fit people („Bones are for dogs, meat is for men! etc), whereas, while a lot of people do it, shaming „bigger“ people is (rightfully so!) bullying, shaming and insulting. – It should be that for EVERY body type. It’s not anyone’s business but the person whose body it is how they look like, how they want to look like and how they feel about it.

Christina: ..wow!!!..well…people have a right to say what they want to say..just like you have in this long..very long comment of yours…everyone i s entitled to their opinion..it does not mean we have to agree with any ones opinion..thanks Patricia..

Danach wurde der gesamte Post gelöscht, und die Autorin wurde Mob-bemitleidet, weil ich viel zu schnell „beleidigt“ war. Ernsthaft.

Es ist frustrierend, dass legitime Kritik unter den Tisch gekehrt wird, und Menschen, die sich damit nicht auseinandersetzen wollen, einfach einen „Sensibelchen“ Stempel aufs Thema klatschen.

Nicht, dass ich nicht verstehe, worum es diesen Menschen geht, aber in welchem Universum ist es akzeptabel, Menschen wegen ihres Gewichts zu beleidigen? Denn das ist es doch zum Schluss. Es wurde sich in den Kommentaren über dünne Frauen lustig gemacht. Nur Frauen mit Kurven sind „the real thing“. Und, wenn dickere Frauen sich in ihrem Körper bestätigt fühlen, weil ein alter weißer Mann sie mit Steak vergleicht, sagt das nicht bereits mehr über unsere verschobenen Werte aus, als ich das jemals könnte?

Ist es unfair, dass es in Hollywood nur dünne, vorzugsweise weiße, Frauen gibt? Ja. Ist es absolut. Aber wenn wir alle die Zeitungen kaufen, in denen spekuliert wird, ob Celebrity A schwanger ist, weil sie zwei Kilo zugenommen hat, und die einzigen Fragen, die Scarlett gestellt werden, damit zutun haben, dass sie auf Diät war, um in ihr Black Widow Kostüm zu passen, dann sollten wir vielleicht auf einer anderen Schiene denken.

Gerade von übergewichtigen Menschen, oder Menschen die mit ihnen befreundet sind, kommen solche Sprüche. Gerade von denen, die selbst davon betroffen sind, oder die gesehen haben, wie viel Leid solche Kommentare auslösen können.

Manche Menschen posten solche Bilder, und fühlen sich gut oder progressiv. Ist okay. Jeder macht Fehler, und es ist sicher nicht für jeden offensichtlich, dass er genau das macht, worüber er sich aufregt. Aber es ist traurig, dass es Menschen gibt, die nicht ansatzweise bereit sind, umzudenken.

Frustrierend.

Weil es doch in diesem Fall wirklich einfach ist.

(Übrigens.. ich realisiere gerade, dass die thumbnails, die ich an die Posts hänge, bei WordPress nie per E-Mail mit geschickt werden. Auch frustrierend. Für Body-Positivity und mehr WordPress Funktionen! VOTE PATRICIA!)

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

35 Gedanken zu „#50 you make me sweeter“

  1. Menschen ändern sich und ändern sich und sterben letztendlich. Gerade lese ich Stefan Zweigs „Welt von Gestern“, wie 1914 aus überzeugten Pazifisten Kriegsbegeisterte wurden, welche entschlossen allen ihre Freundschaft kündigten, die sich gegen den Krieg stellten. Der Dichter eines entsprechenden „Hassgesangs gegen England“ wurde erst vom Kaiser und ganz Deutschland geehrt, konnte sich dann nach Kriegsende aber nirgendwo mehr blicken lassen… Mich macht allein der Gedanke müde, wie Du Dich auf Facebook wunddiskutierst. Deine Jugend hat Besseres verdient, finde ich.

    1. Die meisten Dinge lasse ich bereits unkommentiert. Das Thema fand ich einfach in dem Zusammenhang traurig, weil es nun mal eine Autorin ist, und viele Leser/Autoren ihren Beitrag geliked haben.

      Was ist dieses Bessere?

      Man könnte ja demnach argumentieren, dass Nichts und Alles denselben Wert haben. (Was vermutlich nicht einmal so unwahr ist.)

  2. Jugend bedeutet Schönheit. Und ich wüsste mit Deiner Schönheit eine Menge mehr anzufangen, als sie im Facebook zu verstecken. Obendrein bilden diese Texte aus dem Stegreif wohl nicht sonderlich. Was glaubst Du, warum Werke der Weltliteratur regelmäßig mehr als fünf Jahre benötigen? Weil selbst Genies wieder und wieder ringen müssen um ihren Ausdruck! Ich kann mir gut vorstellen, wie lebendig Du Dich fühlen magst, wenn es im Facebook hoch hergeht. Aber ob Du so etwas gewinnst, das den Namen „Heimat“ verdient?

    1. Ist d.E. Jugend tatsächlich über Schönheit definiert? Und wenn ja, welche Art von Schönheit speziell? Und was sollte ich, wäre ich im Besitz von oben erwähnter Schönheit, damit anfangen?

      Auf Facebook versteckt bin ich nicht, und mein Ziel ist es nicht, ein literarisches Meisterwerk in die Welt zu setzen, es ist einfach nur frustrierend, Menschen zu kennen, und zu wissen, dass sie solche Ansichten in ihrem Umfeld verstärken und vertreten. Aber auch, wenn ich nun planen würde, ein Meisterwerk zu schreiben.. ist es nicht durchaus möglich, dass diese Diskussionen für mich der Weg zum Ziel sind? Dass ich mich über Argumentieren steigere, reifer werde, oder lerne, die Positionen anderer Menschen einzunehmen? Alles Dinge, die ein Autor, falls er denn Erfolg haben möchte, vermutlich besitzen sollte.

      Es ist ja nicht so, als ob sie (alle) fünf Jahre da sitzen, überlegen, und dann losschreiben. Würde ich tatsächlich an einem Buch arbeiten, dann ist der Blog hier meine geistige Turnhalle, nehme ich an. Jedes Gespräch, jeder „sinnlose“ Facebook-Status, Tweet.

      Ohne diesen Austausch würde ich niemals weiterdenken können, oder zumindest nicht in diesem Ausmaß.

      Ich weiß nicht.. ich denke, ich verstehe ungefähr, was du meinst, aber gleichzeitig kann ich oft deine Gedankengänge nicht verstehen.

      Klar. Wenn ich diskutiere – egal wo – bin ich oft „lebendiger“, weil mein Geist aktiver ist. Meistens auf einer relativ rationalen Ebene, z.B. wenn ich mit A. darüber schreibe, dass er aufhören soll, den Mädels, denen er begegnet, Hoffnungen zu machen, wenn er doch genauso beziehungsphobisch ist wie ich; weil ich versuchen muss, ihm zu erklären, was für Signale er sendet. Ab und zu emotional: Wenn ich mit K. darüber schreibe, dass er nicht darauf „stolz“ sein soll, dass er ein Mädchen nicht vergewaltigt hat.

      Aber geht es so nicht den meisten Menschen? Wenn man jemanden trifft, der tatsächlich in der Lage ist, zu argumentieren, und mit dem man nicht einer Meinung ist, ist es nicht normal, geistig aktiv zu werden? Und vielleicht liegt es daran, dass wir in meiner Familie statt Spieleabenden Diskussionsrunden haben, aber es geht mir ja hier nicht um irgendwelche belanglose, asoziale Bitchfights.

      Wenn ich einen Basketball in der Hand halte, und mir jemand gegenüber steht.. ist es dann nicht oft ein Reflex, zu passen und darauf zu hoffen, dass es ein gutes Spiel sein wird?

      Das zu Diskussionen an sich. – Obwohl ich da, wenn ich in meinen weniger lebendigen Phasen ganz anders drüber denke. – Ob ich diese nun auf Facebook führe, oder im Briefformat.. Letzteres ist einfach nur in den meisten Fällen privater.

      Und in diesem Fall steht hinter diesen Diskussionen natürlich vor allem das Ziel, entweder selbst umgestimmt zu werden, umstimmen zu können, oder zumindest ein paar Gedanken ausgetauscht haben zu können.

      Heimat?

  3. Mit Deiner Schönheit bräuchte ich mir keine Gedanken mehr zu machen über meine Buchcover. Dann würde ich voll abzielen auf ein „literarisches Fräuleinwunder“! Der Punkt ist, dass ich mit Dir nicht diskutieren will, sondern dass ich Dich verstehen möchte. Es geht mir um Deinen „Bewusstseinsstrom“, wie das Leben auf Dich wirkt, welcher Gedanke und welche Erinnerung zu welcher Handlung führt. Vor allem, weil ich die mir geschenkte Zeit als derart kostbar empfinde, dass ich nicht an die völlige Sinnlosigkeit von Handlungen glauben mag. Warum diskutierst Du lieber mit dem und dem über „Tassen-Buddhismus“, statt einen Nobelpreisträger zu studieren? Ich schreibe Dir, weil ich Dich wahnsinnig gerne als Leserin hätte. Meine Bücher sollst Du lieben, aus meinen Büchern sollst Du begeistert zitieren. Du stehst für die Generationen von Morgen, die ich gewinnen will. Durch Dich will ich erfahren, wie ich Euch als Schriftsteller derart dienen kann, dass Ihr Eure Kinder und Kindeskinder mit mir beschenkt. Und jetzt Du: Warum hast Du neulich diskutiert über Tassen-Buddhismus?

    1. Für mich ist Diskussion ein „Verstehen Wollen“. Ein Mittel.

      Aber wenn du das/mich verstehen möchtest, dann ist es doch viel sinnvoller, zu sehen, was ich denke, anstatt ausschließlich von mir zu hören, was ich meine, zu denken.

      Weil ich.. hm, ich muss gerade wirklich überlegen, wie ich das erklären soll, und vielleicht werd ich in den nächsten Tagen noch mal herkommen, und es besser formulieren. Aber die Rohfassung-

      Wenn du möchtest, dass meine Generation deine Bücher liest, begeistert ist, und zitiert, dann spiegelt das erneut wider, dass du gerne etwas von dir hinterlassen möchtest. Darüber hast du öfter mal gesprochen, und ich glaube, irgendwann werde ich wohl ähnlich empfinden. Beziehungsweise, eventuell tue ich das auf eine andere Art und Weise bereits.

      Ich hab keine wirkliche „Ideologie“, aber für mich ist es logisch, dass meine gesamte Existenz und meine wahrgenommene Umwelt nur in Abhängigkeit existieren kann. Wir sind Folgen, und Auslöser. Wenn ich einen Gedanken mitteile, wird er irgendwo ankommen. Genauso ist es ja auch mit deinen Kommentaren. Ich lese sie, ich denke darüber nach, und auf die ein oder andere Weise bringen sie mich weiter oder schlagen mich zurück.

      Darüber hab ich gerade noch mit H. geschrieben.. Obwohl ich mich gerne isoliere, bin ich Letzenendes trotzdem an menschlichem Kontakt interessiert. Aber es bringt mir nichts, mich mit Menschen zu umgeben, die mich nicht verstehen können, oder die ich nicht verstehen kann. Diskussion führt zu besserem Verständnis, zu Kompromissen, oder dazu, zu erkennen, dass man niemals mehr als eine flüchtige Bekanntschaft sein wird.

      Es gibt für mich zusätzlich einen großen Unterschied zwischen direkter Information und indirekter Information, und meistens bevorzuge ich Letzteres. Ich lese zwar monatlich meine x,45 Sachbücher und drücke fleißig den „Zufälliger Artikel“ Button auf Wikipedia, aber in Gesprächen nehme ich diese Dinge anders wahr und auf. Ich interpretiere anders, ich bin eher dazu geneigt, entgegen zu denken und meine eigene Position zu finden. Wenn ich ein Sachbuch lese, empfinde ich mich selbst oft „außerhalb“. Mein „Ich“-Empfinden verschwindet. Meine Wortwahl ist danach vielleicht posher, aber ich verliere den Bezug zur Realität.

      Obwohl ich mich für viele Berühmtheiten interessiere, werde ich den Wenigsten je begegnen. Frauen wie Ditter begegne ich täglich. Und wenn sie Unsinn äußern, vor allem, wenn dieser mir direkt schadet, weiß ich lieber, was ich antworten sollte. Ich hab so oder so schon, vergleichsweise, weniger Interesse an Individuen als an der Idee eines Individuums oder einer Masse. Aber Berühmtheiten sind für mich außer Reichweite. Es gibt Tage, an denen mich das nicht stört. Aber noch öfter gibt es Tage, an denen ich etwas.. bitter bin.

      Wenn du meine Generation begeistern willst, schreib über Metatextuelle Interpretation von Popkultur. Schreib von button poetry, oder davon, dass wir weiterhin in Code sprechen, um andere zu unterdrücken. Das sind Dinge, deren Theorie ich gelesen habe, und Themen, die mich so sehr interessieren, dass ich täglich Sachtexte, Artikel, private Blogs, etc. lese. — Gleichzeitig sind es die Themen, die mich auf Facebook fast zum Troll werden lassen, oder die mich dazu bringen, zu versuchen, B. Tassenbuddhismus aus dem Kopf zu schlagen.

      Es ist vielleicht für viele traurig, dass wir nicht mehr Texte interpretieren, sondern die Interpretation von Texten, aber „meine“ Generation ist besessen.

      Ich zumindest bin ziemlich entzwei gerissen, weil ich einerseits wirklich gerne Kulis in der Hand halte, andererseits das Intuos sehr gut aussieht.

      Schreib darüber, dass wir einerseits mit der Zeit mitgehen sollen, aber dann von jeder Seite dafür angegriffen werden. Oder schreib über die 60 Jährigen, die jetzt ihre Wut, nicht zur Computerzeit geboren worden zu sein, an irgendwelchen 12 Jährigen auslassen. Oder davon, wie Joss Whedon sich hinstellt, und so tut, als könne er Feminismus neu definieren, und sich von Allen bejubeln lassen.

      Es passiert einfach zu viel.

  4. „Taken“ ist ein Wort, das mich fasziniert seit meiner Existenz auf Instagram.

    http://instagram.com/chschlesinger#

    Junge Frauen benutzen es in ihren Profilen offenbar für den Tag, seit dem sie in einer Beziehung sind. Ich glaube, dass „Taken“ der Schlüssel ist zum Verständnis für beinahe jede junge Frau seit Anbeginn der Menschheit. Als Titel auf einem Hardcover vielleicht bereits Kaufargument genug.
    „Dann passierte es!“ als Umschreibung für das erste Mal erschließt mir ebenfalls derart viel Text, dass ein Bestseller bereits möglich scheint, wenn jeder meiner Sätze sich teilen lässt durch: „Dann passierte es!“
    Meinst Du das mit Metatexten und Button poetry?
    Erinnere ich mich richtig, war im Weblog Deiner Mutter mal die Rede davon, wie sehr Dein Vertrauen gelitten haben muss nach dem Fortgang eines Deiner Väter. Kann es also vielleicht sein, dass Du in Gesprächen mehr Vertrauen gewinnen willst, als Verständnis? Vertrauen empfinde ich als das Gegenteil von Verständnis. Ich verstehe etwas nicht, also vertraue ich darauf, dass es so und so „funktioniert“. Vertrauen ist „Taken“!
    Jedenfalls ahne ich immer noch nicht, was für Gespräche das sein mögen, die Dir Ersatz genug sind für lang ausformulierte Texte genialer Persönlichkeiten. Hast Du mal einen „Mitschnitt“? Wann immer ich etwa die Meisterwerke einer Joan Didion studiere, in denen sie den Tod ihres Mannes und den Tod ihres einzigen Kindes verarbeitet, empfinde ich Familientreffen als ziemlich schal:

    Tatsache ist, dass ich diese Art Andenken nicht länger schätze. Ich möchte nicht an das erinnert werden, was zerbrach, verlorenging, vergeudet wurde. Es gab eine Zeit, eine lange Zeit, von meiner Kindheit bis vor kurzem, als ich dachte, ich würde daran erinnert werden wollen. Eine Zeit, in der ich glaubte, Menschen lebendig und bei mir halten zu können, indem ich ihre Andenken aufbewahrte, ihre „Sachen“, ihre Totems. Die Überbleibsel dieses unangebrachten Glaubens füllen jetzt die Schubladen und Schränke meiner Wohnung in New York. Ich kann keine Schublade öffnen, ohne etwas zu sehen, was ich – bei genauerem Nachdenken – nicht sehen möchte. Es gibt keinen Schrank, in dem Platz wäre für Kleidung, die ich vielleicht noch tragen möchte. In einem der Schränke, den ich normalerweise dazu benutzen würde, sehe ich stattdessen drei alte Burberry-Regenmäntel, die John gehörten, eine Wildlederjacke, die Quintana von der Mutter ihres ersten Freundes geschenkt bekommen hatte, und einen Umhang aus Angorawolle, längst von Motten zerfressen, den meine Mutter kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges von meinem Vater bekam. In einem anderen Schrank entdecke ich Kästen und gewagt aufgestapelte Kartons. Ich öffne einen der Kartons. Ich entdecke Fotos, die mein Großvater machte, als er in den ersten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts als Bergbauingenieur in der Sierra Nevada arbeitete. In einem anderen Karton entdecke ich Spitze und Stickereien, die meine Mutter aus einem der Kartons voller Andenken von ihrer Mutter gerettet hatte. Die Jett-Perlen. Der Rosenkranz aus Elfenbein. Die Dinge, für die es keine befriedigende Lösung gibt… In den Kästen finde ich Schularbeiten von Quintana aus der Zeit, als sie noch die Mädchenschule von Westlake besuchte: die Untersuchung zum Thema Stress, die Interpretation der Rolle von Angel Clare im Roman Tess. Ich finde die Schuluniform aus Westlake, ich finde ihre dunkelblauen Turnhosen. Ich finde ihre blauweiße Schürze, die sie als Freiwillige am St.-Johns-Krankenhaus in Santa Monica trug. Ich finde das Challis-Kleid aus schwarzer Wolle, das ich ihr bei Bendel´s auf der 57. Straße kaufte, als sie vier war. Als ich dieses schwarze Kleid kaufte, war Bendel´s noch auf der 57. Straße. Das ist lange her. Nachdem Geraldine Stutz es nicht mehr leitete, wurde es wie jeder andere Laden, aber als es noch auf der 57. Straße war und ich dieses Kleid kaufte, war es etwas Besonderes, es war aufregend, es war ganz Holly-Harp-Chiffon und Wellensaum und Größe XS und S. Noch mehr Dinge, für die es keine befriedigende Lösung gibt. Ich öffne weitere Kartons. Ich finde noch mehr verblasste und rissige Fotos, mehr, als ich jemals wiedersehen möchte. Ich finde geprägte Einladungskarten zu Hochzeiten von Menschen, die nicht länger verheiratet sind. Ich finde Trauerkarten zu Beerdigungen von Menschen, an deren Gesichter ich mich nicht mehr erinnere. Theoretisch dienen diese Andenken dazu, den Augenblick zurückzurufen. Tatsächlich dienen sie nur dazu, mir zu verdeutlichen, wie wenig ich den Augenblick genoss, als er da war.

    Joan Didion, „Blue nights“.

    1. Du verstehst da etwas falsch. Du sprichst von mir als Beispiel einer Generation. Und das, was ich mit meinen Gleichaltrigen gemeinsam habe, ist einmal, dass wir zur selben Zeit geboren wurden, und, dass ein Großteil bereits nur im Leerlauf existiert, weil er nicht einsieht, für Nichts mehr zu machen.

      Metatext und Button Poetry haben nichts mit verheucheltem Semi-Sexismus zutun, außer, sie regen sich darüber auf.

      Vertrauen.. Es fällt mir sehr leicht, das Vertrauen anderer zu gewinnen. Man atmet so, man schaut so, man sagt dieses. Händedruck für so und so lange, Augen in die Richtung, erst ins Licht schauen, dann zu der Person, was auch immer. Zum Schluss erzählen sie einem Dinge, die man eindeutig gegen sie verwenden könnte. – Dafür müsste ich natürlich die Fähigkeit besitzen, mehr als dreißig Minuten mit ihnen zu verbringen.

      Was du da gelesen hast – und ich lese nicht mit, weil es ihre Gedanken sind, und ich nicht glaube, dass ich sie so erfahren sollte, ohne eingeladen wurden zu sein – ist ihre Einschätzung. Die einer Mutter, die mich sehr schnell und leicht in einem besseren Licht sehen möchte, als das die Realität zulassen sollte. Nicht, dass sie nicht Unrecht hat. Ich kann nicht vertrauen. Aber ich will es auch nicht. – Ich möchte vielleicht das Vertrauen von Anderen, aber ich bin selbst wenig dazu in der Lage, es ihnen zurückzugeben. Und vielleicht ist das der Grund, wieso ich so besessen von Dynamik bin, und Gespräche auseinanderreiße. Aber.

      Du unterstellst mir, nicht weit genug gedacht zu haben. Wenn ich von Verständnis spreche, dann meine ich genau das.. Vertrauen bedeutet, nicht zu wissen, und trotzdem zu hoffen, dass. Obwohl ich es in einem anderen Kontext meinte; da du es angesprochen hast: Verständnis bedeutet, genau zu wissen, und deswegen nicht hoffen zu müssen. – Manchmal teste ich Menschen, manchmal „vertraue“ ich darauf, dass, auch wenn sie nicht vertrauenswürdig sind, das, was ich ihnen „anvertraut“ habe, keinen Unterschied machen wird, Das ist kein Vertrauen. Das ist Verstehen.

      Und das ist, was Mami so traurig macht. Weil sie genau weiß, dass dem so ist, und weil sie genauso gut wie ich weiß, dass es mein Leben stark beeinflusst. – Man kann keine Gespräche mit Büchern führen, aber man kann sich nur mit Wenigen in Theorie unterhalten.

      Ich glaube eher, du verstehst nicht, dass.. es mir größtenteils egal ist. Ich hab kein großes Ziel, auf das ich hinarbeite, und nicht die mentale Kapazität, um Buch nach Buch von großen Köpfen zu lesen, solange ich keinen Grund dafür sehe. – Es reicht so. Vielleicht gerade so, weil ich gerade so in der Lage bin, die Kontrolle in Gesprächen zu behalten, und gerade so genau weiß, dass.

      Aber es reicht eben.

      Die Frage ist, nicht, was für Gespräche es sind, sondern wie ich in dem Moment bin. Ob ich gerade interessiert daran bin, ein bisschen mehr zu erfahren, oder nicht.

      Ich fühle mich jetzt bereits auf einer anderen Ebene als meine Mitmenschen. Was würde passieren, wenn ich weitergehe? Man könnte argumentieren, dass ich durch mehr Wissen mehr Erfahrungen machen könnte, aber ich vertraue nicht darauf, dass die Situation besser werden würde, und ich bin nicht damit einverstanden, es ohne Fakten zu versuchen.

      Und da wird wohl die Ursache dafür liegen, dass wir nie ganz auf einen Punkt kommen:

      1. Mir fehlt Ambition, weil mir ein Ziel fehlt
      2. Ich hab ein anderes Wertesystem als du. Grundsätzlich verstehe ich deines zwar nicht, und bin täglich so anders, dass ich mich niemals festlegen könnte, aber es erscheint mir doch anders.

      Solange nichts dagegen spricht, wieso nicht mit jemanden sprechen? Und wenn mich stört, was jemand auf Facebook äußert, wieso es nicht ansprechen?

      Denn ich werde niemals mehr an diesen Leuten ändern können, als in diesem Umfang. Aber deswegen aufzuhören erscheint mir sinnlos. Wieso also nicht?

  5. Das ist es, was mir regelmäßig den Schädel platzen lässt vor Unverständnis: wie halten die Leute ihr Leben eigentlich aus, so ohne Ziele? Nahezu zwanzig Jahre absoluten Hochgefühls haben mir meine Ziele mittlerweile beschert. Wenn mir jetzt die Sehnsucht nach Unsterblichkeit das Genick bricht, ja, dann ist das eben so. Was mich gekrönt hat, kreuzigt mich dann eben auch.
    Ich wäre Dir sehr, sehr dankbar, wenn Du mir das Lebensgefühl Deiner Tage, Wochen und Monate ohne Ziel beschreiben könntest. Tatsächlich scheinen mir Beziehungen dann als nahezu einziges „Schmiermittel“. Du stehst auf, weil Deine Mutter und Deine Schwester Dich brauchen. We stay alive for each other!
    Wir können unser Leben damit verbringen, mit anderen in Beziehung zu treten. Regelmäßig wird mir schwummrig, wenn ich vom Beziehungsleben meiner Mitmenschen höre, was da für ein Durchlauf ist! Vor lauter Kontakt vergisst man dann wohl schnell, nach dem Warum zu fragen: „Der Sinn des Lebens ist leben!“

    1. Vorweg: So ist es nicht immer. Ich nehme an, ich muss dir das nicht sagen, aber trotzdem.. Was ich jetzt schreibe, kann morgen vollkommen anders sein, und ist möglicherweise nur heute tatsächlich meine Meinung. Ich weiß nicht, was für eine Störung ich habe, aber ich hab selektiv tatsächlich sowas wie.. Gedächtnisverlust, und bin stetig überzeugt, dass es schon immer „so“ oder „so“ war, auch, wenn ich genau weiß, dass dem nicht so sein kann.

      Es ist nicht so, dass ich kein Ziel hätte. Ich glaube manchmal fast schon, Menschen brauchen Ziele, um sich ihren Überlebensinstinkt erklären/rechtfertigen zu können. Deswegen greife ich nach Familie, oder nach Bildung, oder Isolation. Mami und ich sind uns in einem Punkt sehr ähnlich: Wenn wir keine Ziele haben, sind wir nicht nur unmotiviert, sondern werden immer frustrierter. Könnte wohl im Zusammenhang mit meiner vorherigen Aussage paradox erscheinen, aber ist halt so. Ich erkenne, dass Ziele wichtig sind, aber ich hab.. resigniert. Das wird wohl in bestimmten Ausmaß meine Depression erklären. Es ist nicht so, dass ich dich absolut nicht verstehe. Es ist mehr, als würden wir das gleiche Buch lesen und in verschiedenen Kapiteln hängen.

      Aber weil ich jetzt im Moment nicht glauben kann, dass es je anders war, kann ich dir auch keinen wirklichen Vergleich nennen. Und weil ich nicht gerne ziellos bin, sondern einfach nur die Hoffnung und das Interesse verloren -was wohl immer wieder ein Hin und Her in meiner Psyche sein wird- glaube ich, ist es eine andere Form von Ziellosigkeit, als du sie meinst. Ich frag mich das immer wieder bei R. Ihr großes Ziel scheint es zu sein, irgendwann in einem Haus mit ihrem Mann und 1,5 Kindern zu leben. Sie geht zur Arbeit, auf Parties, schaut Frauentausch und DSDS. Das letzte Buch, das sie gelesen hat, war in ihrer Schulzeit, und sie hat mir einmal stolz berichtet, dass sie, weil sie sich ein Oberteil kaufen wollte, ein Buch nicht gekauft hat, an dem sie interessiert war. „Da kann ich mich dann zurücknehmen.“ In ihrem Leben sehe ich keine wirklichen Ziele. Trotzdem ist sie, solange sie keine Beziehungsprobleme hat, durchaus zufrieden.

      Und ich weiß, dass ich so niemals leben könnte. Während ich jetzt vielleicht kein „Ziel“ habe, keine Karriere, die mir wichtig, möglich oder lukrativ vorkommt, keine Hobbies, die mir die Seele zerreißen, bin ich trotzdem fest überzeugt, dass ich an einem völlig anderem Ort bin als sie. Um deine Worte aufzufassen- R. fragt sich nicht nach dem Sinn des Lebens. Sie fragt sich nicht einmal, ob die Frage sinnvoll ist, ob sie zu beantworten ist, ob individuell, kollektiv, subjektiv oder pseudo-objektiv, ob 42. Für sie erscheint das Thema nirgendwo, nicht einmal, wenn ich es ansprechen würde.

      Wenn ich sage, ich hab keine Ziele, dann hat das wohl damit zutun, dass ich eben doch sehr ambitioniert, zielbewusst, wasauchimmer bin, aber das „Vertrauen“ darin verloren, dass ich etwas erreichen könnte. Depressiv zu werden war nicht nur hinderlich, weil ich in der Auszeit bin. Nicht, dass ich nicht glaube, dass ich persönlich bestimmte Fähigkeiten hätte, aber einerseits hab ich keinen Glauben daran, dass die Dinge, die mich interessieren würden, finanziell in Frage kämen -vor allem nicht die, in denen man selbstständig sein müsste; ein Konzept, das ich in meinem Umfeld durchweg scheitern sehe- und andererseits liegt es auch daran, dass ich mir die Dinge, die ich wirklich machen möchte, nicht leisten kann, ohne einen Job zu ertragen, der wirklich nicht mehr ist als eine Last.

      Entweder ich finde eine Karriere, die einer Berufung gleich kommt und mich finaziell auslaugt bzw. in die Insolvenz oder ein noch tieferes Loch stürzt, oder ich bin, wo ich bin, weil ich noch nicht einmal suchen kann, ohne die finanziellen Mittel.

      Und zum Schluss ist es immer wieder eine Geldfrage. Wenn ich könnte, würde ich in eine Unistadt ziehen, mich von Hörsaal zu Hörsaal schleppen und so viel aufnehmen, wie nur möglich. Aber das geht nicht. Denn man muss sich auf ein Fach festlegen, man muss machen, was das Bildungssystem einem vorschreibt. Was in Ordnung ist. Ich verstehe es. Aber es funktioniert für mich nicht, und bis ich eine Lösung für mich finde, oder etwas, das mich wirklich wieder aufstehen lässt.. ist es das für mich nicht wert.

      Es ist auch nicht so, als ob ich nicht realisiere, dass, wenn auch mein „Erreichen“ dieser Ziele nicht sicher ist, ich niemals etwas schaffen werde, falls ich nicht anfange, aber ich bringe einfach nicht genug Motivation auf. Die meisten Dinge scheinen es mir nicht Wert zu sein.

      Unabhängig davon, ich denke nicht, dass es Zeitverschwendung ist, mich mit Menschen auseinanderzusetzen. Ich weiß, dass du lieber alles in konzentrierter Form aufnimmst, aber ich bin eher ein Schwamm-Lerner. Ich laufe rum und fasse Dinge auf, und brauche Ewigkeiten, um mich mit einem Konzept anzufreunden, weswegen ich täglich mindestens fünfhundert aus meinem Kopf scheuchen muss. Aber in mir ist trotzdem ein Teil, der nicht nur Energie findet, wenn er sich zurückzieht, sondern unter den richten Umständen noch viel mehr tankt, wenn er unter Menschen ist. Tatsächlich frustrieren sie mich meistens so, dass ich danach tatsächlich Sachbücher und Autobiographien lese. Win-win?

      Wie dem auch sei.. Ich denke, wenn man Ziele braucht, aber keine hat, dann fühlt man sich verloren. Und ich glaube, die Menschen, die so sind, schaffen es nur, weiterzumachen, weil sie sich an anderen, kleineren Dingen festhalten, und um irgendwann etwas zu finden, dass sie so sehr begeistert, dass sie nicht anders können, als dieser einen Sache hinterherzurennen. Zum Schluss ist da aber natürlich noch unser Überlebensinstinkt, der mentale. Man findet etwas. Und wenn es nur der siebente Harry Potter Teil ist.

      Ich behalte mir hiermit übrigens vor, das Alles zurückzunehmen, weil ich seit Tagen nicht richtig schlafen kann und evtl. gerade halluziniere.

  6. Nein, mich musst Du nicht daran erinnern, dass Menschen ihre Meinung ändern. Sollte mir mein „Durchbruch“ zu Lebzeiten gelingen, rechne ich damit, bei einer meiner Lesungen Linny im Publikum zu haben, und dass sie mir bei der anschließenden Signierstunde mit Tränen in den Augen kommen wird, dass sie in all den Jahrzehnten eigentlich jeden Tag an mich gedacht hätte, und sie bedaure zutiefst jedes „Missverständnis“, das es vielleicht zwischen uns gegeben haben mag…Warum soll ich vorab großartig in Menschen investieren, wenn sie mit dem Erfolg eh alle ankommen, mich von Herzen zu lieben? Meine Hochgefühle sind auch dadurch bedingt, dass ich das Leben sehr, sehr sportlich sehe. The Winner takes it all. Was ich auch lebe, es ist darauf berechnet, es selbst auf 10 qm Altenheim noch leben zu können. Thomas Mann hatte kein Abitur, Bücherhallen werde ich als Mittelloser noch aufsuchen dürfen, und als „selbstständiger“ Verleger meiner E-Books kann ich gar nicht pleite gehen. So besehen haben die meisten Menschen irgendwie Ziele, die sie auch gerne anstreben würden, ja, wenn die Umstände nicht wären. Mal fehlen angeblich zum Start einige Tausender, mal sind die Kinder noch nicht groß, mal ist es der Job, der einen angeblich keine Zeit lässt. Hingegen ich aus meinen Biographien weiß, dass Welterfolge auch von einem Wohnzimmer oder einer Garage aus möglich sind. Mitunter muss man aber zehn Jahre Blut, Schweiß und Tränen investieren, ehe man etwa als Schöpferin von Mangas marktreif ist. Aber so mit dem Welterfolg vor Augen werden es keine schlechten Jahre sein, glaube ich. Motivation braucht man zu alledem übrigens keine, man muss seinem Körper einfach nur befehlen, sich vor den Zeichenblock zu setzen. Selbst wenn er dort Stunden sitzt, ohne die Kraft zu einem einzigen Strich zu finden.

    1. Mir ging es um Wahrnehmung, nicht um Verhalten oder Persönlichkeit.

      Den Rest lasse ich mal so stehen, weil ich nicht glaube, dass du nachvollziehen kannst, worauf ich hinaus möchte – Sonst wär’s nicht zu deinem Text gekommen. Es gibt einen Unterschied zwischen „ist es mir nicht wert“ und „ich will’s alles geschenkt bekommen“, und das hat nichts mit mangelndem Willen zutun, sondern eben mit mangelnden Zielen.

  7. „Wie dem auch sei.. Ich denke, wenn man Ziele braucht, aber keine hat, dann fühlt man sich verloren. Und ich glaube, die Menschen, die so sind, schaffen es nur, weiterzumachen, weil sie sich an anderen, kleineren Dingen festhalten, und um irgendwann etwas zu finden, dass sie so sehr begeistert, dass sie nicht anders können, als dieser einen Sache hinterherzurennen. Zum Schluss ist da aber natürlich noch unser Überlebensinstinkt, der mentale. Man findet etwas. Und wenn es nur der siebente Harry Potter Teil ist.“

    Ich zitiere dich so gerne :-)
    Ich schrieb vor einiger Zeit mal, dass ich furchtbar traurig, enttäuscht und wütend bin, weil ich so viele Ziele, die ich mir gesteckt habe, nicht erreicht habe.
    Und du hast Recht. Ich fühle mich deswegen verloren. Verloren im Sinne von „Ich gehe lieber 2 Schritte in jede Himmelsrichtung und schau mal, was mich erwartet, als 8 Schritte auf etwas bestimmtes zu.“

    Und ich bewundere und beneide Menschen, die so ein Ziel haben. Die wirklich ihr letztes Hemd geben, um es zu erreichen. Koste es, was es wolle. Die heute schon wissen, was sie morgen tun werden. Die alles aus sich raus holen.

    Ich habe oft versucht, die Ziele niedriger zu stecken. Etwas, was ich nie tun wollte. Und selbst da habe ich bisher versagt. Und dadurch verliere ich mich noch mehr. Und was tue ich? Ich klammere mich an etwas kleines, dass sowieso da ist. Ich freue mich jetzt schon wie ein Kind auf den neuen Star Wars-Film, der erst 2015 in die Kinos kommt. Ich überlege ernsthaft, meine MMORG-Accounts wieder zu aktivieren, um mich zu beschäftigen. Aber dahinter steckt nichts produktives. Es wird mir da hingelegt und ich nehme es.
    Das tut niemandem weh, bringt aber auch niemandem etwas. Irgendwo habe ich irgendwann einmal gelesen, dass das Erreichen von Zielen so ungeheuer wichtig ist, weil wir uns mit dem guten Gefühl selbst belohnen. Wie ein Hirn-Leckerli.
    Aber ernsthaft.. Nicht vom Bus überfahren zu werden ist kein sonderlich erquickendes Ziel, oder?

    Eine Freundin von mir hat sich das Ziel gesetzt, in der humanitären Hilfe zu arbeiten. Und dieses Ziel verfolgt sie mit einer so unglaublichen Energie, dass es an ein Wunder grenzt. Wenn sie mir erzählt, sie sein eine faule Studentin, denke ich immer: „Du hast in den letzten 2 Wochen mehr erlebt und getan, als ich im ganzen Jahr.“

    Und so ein Ziel, ein Fixpunkt, der fehlt mir. Ich habe mich in einem Kreis verloren und finde die Gerade nicht mehr.

    1. Das ist doch aber bestimmt erst das erste oder zweite Mal, dass du mich zitierst, oder? (Oder nicht? TELL ME) Ich bin gerade ganz erstaunt! :’D ////

      Ist das die Freundin, die auch so gerne reist, und die mich so an meine Mama erinnert hat mit ihrer Empathie? — Ich glaube aber, falls sie diese Aussagen ernst meint, dann wird das eventuell daran liegen, dass sie erkennt, dass es keine Leistung ist, ein „Ziel“ zu finden, sondern Glück/Zufall/Privileg. (Sicherlich wird es Menschen geben, bei denen es eine Leistung ist, weil sie danach suchen mussten, aber überhaupt etwas zu finden, ist erneut Glück/Zufall/Privileg) — Und wenn man etwas hat, dass einem so wichtig ist, dann fällt es nicht schwer -zumindest nicht in diesem Ausmaß- dafür etwas zutun.

      Im Kleinen ist es bei mir zB so, dass ich für mich selbst nicht aufstehen kann. Für meine Schwester und Mama schon. Ich hatte als Kind große Probleme damit, zuzunehmen. Das ging so weit, dass wir nur Fruchtsäfte -keine Schorle, keinen Tee, etc- hatten, weil ich viel zu viel getrunken aber viel zu wenig (im Verhältnis dazu, wieviel ich rumgehampelt bin) gegessen habe. Was für mein Umfeld besorgniserregend war, weil ich ja eh schon mit einer etwas angeschlagenen Leber geboren wurde.

      Meine Mama isst sehr wenig. Sie nimmt zwar mittlerweile trotzdem zu, weil sie all die Medikamente kriegt, aber es gibt Tage, an denen sie von drei Knäckebrot lebt, und das letzte Mal, dass ich sie wirklich viel essen sehen habe, war.. ich erinner mich nicht dran. – Nicht falsch verstehen: Sie macht immer warme Mahlzeiten. Da sie ein Restaurant geführt, und bei mehreren in der Stadt bei den Eröffnungen und Vorbereitungen geholfen hat, denke ich, ist es nicht falsch oder gelogen, zu sagen, dass ihr Essen sehr lecker, vielfältig (und gesund) ist.

      Für sich selbst würde sie sich niemals die Mühe machen. Für mich selbst mache ich (und ganz ehrlich, ich bin mir ziemlich wichtig) mir nie die Mühe, Sandwiches ordentlich zu schneiden. Für die, die uns wichtig sind, geht das alles. Da können wir uns überschlagen, und lernen noch schnell auf Youtube, wie man Rosen aus Karotten schnitzt, oder, wie es möglich ist, eigene Buchstabensuppen zu machen – Ein Freund ist krank, und Elbische Buchstabensuppe wär doch sicher klasse?

      (Übrigens, selbst Mami’s leckeres Essen hat mich nicht dazu gebracht, mehr zu mir zu nehmen, immerhin war es für mich schon „normal“. Letzenendes hat sie mich zusammen mit K. (der Ärztin) bestechen müssen. „Erbse, wenn du 20kg wiegst, dann kriegst du X DM!“ <– Auch Geld ist ein Ziel, screw you)

      Aber das sind alles Kleinigkeiten, bzw Dinge, die auf einer ganz anderen Ebene liegen. Was mich glücklich macht, ist glücklich zu sein. Was weiß ich, wie ich es bis dahin schaffe? Natürlich gebe ich nicht alles, und renne irgendeiner Karriere hinterher, die mir eventuell gefallen könnte. Natürlich setze ich nicht alles auf ein Pferd, das mir "ganz ok" vorkommt.

      Es gibt einen Grund, wieso Beruf und Berufung nicht dasselbe sind, und darin liegt doch schon die Erklärung, wieso manche Menschen in ihrem "Job" aufgehen, und andere verzweifeln. Es ihnen vorzuhalten, oder sie als disziplinierter darzustellen, kommt mir meistens sinnlos vor. Gruppe A hatte Glück, Gruppe B nicht. Fertig.

      Für mich ist etwas, das mich zufrieden stellt, Interaktion. Einmal, weil es eine Leistung ist, aber auch, weil ich viel "mitnehme" oder "gebe". Aber offensichtlich ist mir dieses Ziel nicht wichtig genug, um rauszugehen, und Menschen anzusprechen -die Wenigen, die ich tolerieren kann, sind entweder auf meinem Blogroll und leben fünf Lichtjahre entfernt, oder sind mit mir blutsverwandt. Oder J.- und offensichtlich schaffe ich es ebenfalls nicht, mich in einen Zug zu setzen, und zu sagen, "Auf nach Dingenskirchens, ich geh jetzt mal Blogger C. besuchen, yay!"

      Natürlich, wenn es nach chSchlesinger geht, dann hab ich nur irgendwelche belanglosen Einwände, aber trotzdem sind diese Gründe für mich eben da. Ich hab eine Depression, ich hab soziale Ängste, meine Familie ist davon abhängig, dass ich hier bin, etc. – Mich für drei Stunden mit ner Buchbloggerin zu unterhalten, IST es das dann nun einmal nicht wert, und ich kann ja schlecht alle nach Hinterhausingen bestellen.

      Was ich damit eigentlich sagen wollte (und danke, jetzt will ich einen Post über "Ignorier den schwarzen Punkt" schreiben ugh) ist, dass du doch nicht daran "schuld" hast, dass du Abwägen musstest, und realisiert hast, dass dir diese Ziele mittlerweile einfach nicht mehr so wichtig erscheinen.

      Es ist nicht deine Pflicht, der Gesellschaft einen Dienst zu tun – zumindest nicht, auf eine direkte Weise. Wären Ziele so leicht zu finden, hätten sie eventuell nicht denselben Wert. Und bis dahin kann man eben wohl zocken, oder darüber nachdenken, wie man sich nen 3DS leisten kann, damit man traditionsgemäß die neue Pokemonedition durchspielen kann. (ICH WILL)

      Nein, ernsthaft. Unabhängig davon, dass zielbewusste Menschen automatisch unzufrieden sein werden, wenn sie nichts haben, dass sie umsetzen können, es ist zumindest kein "personal failure", sich zurückzulehnen, und Dinge zu machen, die wenig(er) produktiv sind. (Und das würde jetzt viel mehr Sinn machen, wenn ich den "ignorier den schwarzen Punkt" Text geschrieben hätte. Aber ich bin zu müdeeeee. In kurz: Wenn etwas stört, dann sagen alle, man soll es ignorieren. Aber sobald man daran denkt, es zu ignorieren, fokussiert man sich darauf. Der Rest fällt weg. Um zu ignorieren, muss man einen anderen Punkt finden, in diesem Fall (obwohl es mir, als ich vorhin auf dem Balkon saß, um ein anderes Thema ging) ein kleines Ziel. Einen Film, ein Gespräch, ein neues Skill. Und nach einiger Zeit ist man wieder "neutral" genug, um überall hinschauen zu können, ohne an irgendeinem Punkt zu lange kleben zu bleiben. Was dazu führt, dass man eventuell einen Punkt findet, an dem man kleben bleiben möchte.)

      Ugh, ich gebe auf. Heute bin ich einfach nicht dazu in der Lage, zu worten. /siiiigh

      Tipp des Tages: Ignorieren Sie den schwarzen Punkt.

  8. Ich bin mir sicher, dass ich dich schon öfter zitiert habe. Oder zumindest einmal makiert und kopiert habe, um auf einen bestimmten Auszug Bezug zu nehmen. :-)

    Und ja, du hast Recht. Es ist eben diese Freundin, die schon so viel von der Welt gesehen hat. Für sich selbst aufzustehen.. Das ist ein schwerer Akt, finde ich. Es gibt irgendwo in den Weiten des www ein Meme, wo in etwa steht: Ich räume in den 10 Minuten, bevor ich Besuch bekomme mehr auf, als sonst in einem Monat.

    Ich kann das bestätigen. Meine Wohnung sieht aus wie Dresden ’45, was aber zum Teil auch daran liegt, dass ich momentan 7-Tage-Wochen habe, seit Anfang November keinen Tag mehr frei hatte und einfach nur noch müde bin. Aber für mich will ich mich nicht aufraffen. Ich denke mir dann: „Wozu? Ich bins gewohnt und find es nicht schlimm.“ Was leider auch nur die halbe Wahrheit ist.

    Kannst du Rosen aus Karotten schnitzen? Wann bringst du die elbische Buchstabensuppe auf den Markt? Und wirst du immer noch Erbse genannt? Find ich übrigens ungemein süß :-D

    Beim Schreiben und immer wieder lesen ist mir gerade etwas aufgefallen. Besagte Freundin hat, obwohl sie ihre Master-Arbeit noch nicht beendet hat, vor Monaten schon gesagt, dass sie irgendwann (Zitat:“Wenn ich groß bin!“) Jura studieren möchte. Es ist erstaunlich, dass sie sich Ziele schon Jahre vorraus setzen kann. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie das auch tun wird. Warum mir das eingefallen ist? Weil ich es echt bewundere. Und im Gegenzug fiel mir dann ein, was ich neulich als besonders toll auf FB geteilt habe. Ein Dialog aus der TV-Serie Boston Legal, in dem Denny es so knapp und verständlich rüber bringt, wie es nur geht. Und das, was ich daran so toll finde, ist das genaue Gegenteil von dem, was ich an meiner Freundin so bewundere.

    Alan Shore: You know, you never answered my question the other night.

    Denny Crane: Which was?

    Alan Shore: Are you scared?

    Denny Crane: The only thing to be scared of, son, is tomorrow. I don’t live for tomorrow. Never saw the fun in it.

    Alan Shore: Denny Crane.

    Denny Crane: What was that?

    Alan Shore: Nothing. Here’s to no tomorrows.

    Oder auch, wie Obi Wan einmal sagte: „Konzentriere dich auf das, was ist. Nicht auf das, was sein könnte.“

    Erkennt man den Widerspruch? Irgendwo dazwischen hänge ich fest. Und die Banalitäten, wie das Spielen oder dergleichen halten mich irgendwo da. Mir ist die Umgebung vertraut, aber ich befürchte, auf Dauer bringt es mich einfach nicht weiter und hält mich immer fester. Vielleicht bin ich schon, wie du sagtest, zu neutral. Ich gehe, wenn man so will, absichtlich um die Berge herum, obwohl ich wissen sollte, dass es befriedigender ist, die Hürde zu nehmen und auf das Erreichte zurück zu blicken.
    Eventuell fehlt mir eine Art Prüfung/Motivation. Eine Herrausfoderung, die mir von anderen gestellt wurde und vor der ich mich nicht drücken kann.

    Darin habe ich immer meine Stärken gesehen. Es ist kompliziert. Und ich muss gleich zur Arbeit und würde so gern noch endlos weiter schreiben und vor allem lesen.

    1. Hm, bei vielen Leuten würde ich sagen, dass sie nur aufräumen, damit ihr Besuch nicht „den falschen Eindruck“ kriegt, aber stimmt schon. Meistens ist es einem wichtiger, dass sich Freunde wohl fühlen; und aus irgendeinem Grund wichtiger, als dass man das selbst tut. Denn wenn man mehr zutun hat, dann „reicht“ es ja, dass man nicht am Boden in der Küche kleben bleibt. (Ich meine, der Großteil der Menschheit zieht sicher bei keimig den Strich)

      Zu deinen Fragen.. Sieht nicht aus wie Rosen, geht aus Copyright-Gründen scheinbar nicht, und jap, werde ich. Ich glaube, meine Mama hat mich in meinem gesamten Leben vielleicht zwei Mal „Patricia“ genannt. Zu meiner Geburt, als sie gefragt wurde, und danach noch mal, um sicher zu gehen. (Mein biologischer Vater kann meinen Namen zB nicht richtig aussprechen, also hat er mich tatsächlich noch nie damit angesprochen.. Erinnert mich beinahe an meinen Biologielehrer, der über den Flur nach mir gerufen hat.. mit „DU!“.. Da fällt mir auf.. irgendwie nennt mich fast niemand „Patricia“ Tizia, Trisha, Erbse, Strietzel, „DU!“, „Sprechen Sie Deutsch?“, aber das war es dann..)

      Aber das macht ja (für mich) auch Sinn. Also dieser Widerspruch. Crane und Shore reden davon, wie man sich in Situationen verhält. Deine Freundin arbeitet auf etwas hin, aber sie bleibt nicht stehen, um die ganze Zeit darüber nachzudenken, ob es denn funktioniert.

      Sich ein Ziel zu setzen, reicht nicht aus. Deswegen meinte ich auch, dass Ziele an sich für mich keine „Leistung“ sind. Konsequent zu sein hingegen schon. Sobald man dieses Ziel hat, darüber nachgedacht usw. (oder, wenn man einfach nur scheiße viel Glück im Leben hatte, und einfach nicht realisiert, dass es fehlschlagen könnte), dann sollte man ja tatsächlich aufhören, alles anzuzweifeln.

      Das Problem mit vielen Serien ist m.E., dass sie nicht nuancenreich genug sind. Natürlich bringt es nichts, über Morgen zu philosophieren, wenn man bereits weiß, was man möchte. Weil „Morgen“ dann bereits existiert. Unabweigerlich, fest. Weil man dann bereits weiß, dass man alles dafür geben wird, was man kann, und somit kein Grund existiert, weiter darüber nachzudenken – Mehr kann man nicht machen. Mehr kann man nicht nachdenken. Es ist alles schon in Stein gemeißelt, und solange nicht irgendein Arsch kommt und den Stein zerhaut, war es das.

      Aber wenn es dieses Morgen nicht gibt, wenn es nur eine unerreichbare Theorie eines Konzepts ist, dann ist das für mich eine ganz andere Geschichte. Und somit befindest du dich m.E. ganz automatisch in der Mitte.

      Kann aber auch gut sein, dass ich nur Quatsch rede, weil ich zu viele Macadamia-Nüsse gegessen habe und mein Bauch weh tut. :’D

      Aber, kann man zu neutral sein? Ich meine, es ist ja sicher nicht so, als würdest du darauf warten, dass Gandalf an deine Tür klopft, und meint, du sollst ein paar Zwerge nach Timbuktu begleiten, damit sich was tut. – Und keiner der Baggins‘ war tatsächlich „neutral“ als sie ihre Reise (mehr oder weniger gewillt) begonnen haben. Beide waren unzufrieden mit ihrem Leben, aber wussten nicht ganz, wo sie mit sich hin sollten. Und natürlich wurde ihnen dann vom Schicksal ein „Ziel“ geschenkt. (Wirklich glücklich hat sie dieses geschenkte Ziel wohl nicht gemacht..) Meine Definition von „neutral“ wäre dann eher Sam Gamdschie, glaube ich, und der musste nicht von einem Ring besessen sein, um Letzenendes ein schönes Leben zu führen, soweit ich mich erinnern kann. (Aber alles, woran ich mich zu 100% erinnern kann, ist im Moment, dass ich die Paracetamol neben meinem Bett liegen habe.. Wie können Nüsse so furchtbare Bauchschmerzen auslösen? Quellen die so doll auf?? AAAAAAH)

      Ich geb auf, heut kommt nix Sinnvolles mehr von mir.

      1. Ich find Erbse goldig :-D
        Toller Vergleich, den du da gefunden hast. Also den mit Frodo und Bilbo. Vielleicht fehlt mir wirklich der Gandalf, der an meine Tür klopft. Ich schließe mich gesundheitsmäßig übrigens an. Ich spüre, wie da Fieber meinen Nacken rauf kriecht :/

        1. Ich bin ja auch goldig, da muss der Spitzname passen. /solemn nod

          Wird sicher nichts damit zutun haben, dass du 7 Tage arbeiten musst oder so. (Gute Besserung!!)

          Bloß nicht auf Gandalf warten. Hab ich zwei Jahre dran verschwendet*, und der Arsch kam nie. ;)

          *Oops, vielleicht sogar länger. Müsste.. 2009 mal was darüber geschrieben haben, aber der Post ist vermutlich privat. Konnte ihn zumindest nicht so schnell finden. Vielleicht auch gut, sonst hätte ich mich wieder ausgelacht. Kann mir meine Posts nie später noch mal anschauen.

          1. Näääääh. Oder doch? Ich weiß nicht. Ich meine, Bilbo hatte ja nicht viel, was ihn gehalten hätte, richtig? Er hätte jederzeit losziehen können. Frodo hatte zumindest Bilbo, Sam, etc. Er war vergleichsweise viel gebundener. Und die meisten von uns sind eher Frodo als Bilbo. Solang es nicht darum geht, die Welt zu retten, werden wir wohl nicht einfach so losrennen… /kopfkratz

            Ich sollte echt mal ordentlich die Bücher lesen..

            Falls du willst, mach natürlich. ;) Und falls du Gandalf findest, sach bescheid. :’D

  9. „Vorher wurde ich gedisst und verspottet, keiner wollte mit mir zu tun haben. Auf einmal kommen diese Leute angekrochen und wollen mit mir befreundet sein.“ Zitat Torsten Ritter, der heute vielleicht das Supertalent 2013 wird. Nur mal so als aktuelles Beispiel, was für eine simple Mechanik „Meinungen“ sind…

  10. Was ich damit sagen will: Gäbe es das Internet nicht und wäre Dein Wort für Deinen Freundeskreis Gesetz, hättest Du kein Problem mit Meinungen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass Deine Schwester in absehbarer Zeit auf die Idee kommt, sich obiges Bild ins Zimmer zu hängen. Anders wäre es vielleicht, wenn Ihr aufgewachsen wäret mit einer „gemütlichen Dicken“ als wichtigste Bezugsperson… Daher gebe ich mir keine Mühe, einen Menschen „kennen“ zu wollen, weil dann auch dessen Gefühle absolut unabdingbar sind. Und wie bitteschön soll ich jemals fühlen, was Du in zwanzig Jahren an Glück und Leid erfahren hast?
    In Deiner Jugend hatte ich keine Probleme mit Meinungen, weil es in meiner Verwandtschaft keine anderen Meinungen gab. Die Großmutter als Clanchefin streng katholisch, mein Vater ursprünglich noch vorgesehen für das Priesteramt. Gab es Meinungsverschiedenheiten, dann auf Grundlage der BIBEL. Und als ein Klassenkamerad bekannte, nicht an Gott zu glauben, war der mir überhaupt keinen Gedanken wert. Als hätte er irgendein Kauderwelsch geredet. Absolutes Schulterzucken.
    Wenn ich mich Dir und anderen gegenüber mitunter ungebührlich verhalte, weil Ihr eben seid wie Ihr seid, dann weil ich um mein Leben kämpfe. Ich glaube Euch nämlich aufs Wort, dass Ihr keine Probleme damit habt, für Euch selbst eventuell nie mehr aufzustehen und Todesangst höchstens auf jener animalischen Ebene empfindet, auf der ich neulich war:
    „Wegen der Ergebnisse möchte die Frau Dr. mit Ihnen sprechen.“ Ob man was gefunden hätte??? „Mmh…“ Wann die Frau Dr. zurückrufe! „Kann ich nicht sagen, bis 18 Uhr.“ Und ich sah mich vor Weihnachten schon im Krankenhaus. Krebs mit 43, da hätte ich mich nicht beklagen können. Als die Frau Dr. dann zurückrief, war ich fertig mit der Welt, absolut fertig. Als sie mir wegen der Ergebnisse dann aber nichtmal ein Antibiotikum verschreiben wollte, fühlte ich mich wie neugeboren!!!
    Das war die Neugeburt eines Kaninchens, welches glücklich einem Todfeind entronnen ist. Für sich weiß das Kaninchen kein Warum, aber es will leben, leben, leben.
    Selbst meine Verwandtschaft kann ich nicht mehr länger ertragen, weil auf alle möglichen Fragen ihr Joker „Gott“ mich jetzt das Leben kostet. Nonnen, welche selig auf dem Sterbebett liegen, weil gleich ihr „eigentliches“ Leben beginnt. Eine Gesellschaft, die sich freut auf das „Himmelreich“, braucht keine Selbstverwirklichung. Die lassen ihre wie meine Einzigartigkeit getrost dahinfahren für einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Und wenn selbst die freiesten Geister der Weltgeschichte kaum ankommen gegen die Götter der Massen, bin ich als drittklassiger Schriftsteller erst recht zum Tode verdammt. Mitunter also schreit Euer ganzes Leben mir „Tod!“ entgegen: Vampirroman geschmökert. Tod! Für den Führerschein gelernt. Tod! Fern gesehen. Tod! Pokemon gespielt. Tod! Da bin ich trotz meiner 43 Jahre oft noch nicht Buddha genug, das auszuhalten. Sorry.

    1. Das ist aber kindisch. Einerseits meinst du, Fragen zu stellen und hier zu lesen, weil du verstehen willst – andererseits bist du a) nicht bereit, dich zu erklären, wenn ich nachfrage, und b) eigentlich doch nicht ganz so interessiert an den Meinungen deiner Umwelt? Oder ist es eher ein Hinnehmen? Es kommt mir jedenfalls etwas klein vor.

      Todesangst.. Hm. Ich glaube, was das betrifft, solltest du dich zumindest mir gegenüber zurücknehmen. Mein Ego verlangt es gerade fast schon von mir, meine Krankenakte hier reinzukopieren, damit klar steht, dass ich mir sehr wohl bewusst bin, dass-

      Und nein, denn das würde ja bedeuten, es gäbe gar keine Meinungen. Natürlich kann ich wenig Probleme haben, wenn ich nicht erfasse, dass es etwas nicht gibt, mit dem ich, würde es existieren, Probleme haben könnte. – Ich weiß nicht, was mit dir war, als du das hier geschrieben hast, aber die Argumente erinnern mich an meine Schwester.

  11. Diesen Post empfinde ich als typischen „Aufreger des Tages“. Wahrscheinlich bist Du längst „durch“ mit dem Thema, während hier immer noch kommentiert wird. Ich fahnde nach dem Teil von Dir, der Dich bis ans Lebensende bewegt. Eben weil ich niemals aussortiert sein will als „Jugendbuch“. Du bist mir wichtig als ein Gesicht jener Generationen von Morgen, denen mein Leben gilt. Aber warum sollte ich mich Dir erklären? Hättest Du mich nötig als Figur für Deine Mangas, ich würde Dir mein Leben schreiben. Aber so ahne ich nicht, wozu mein Erleben Dir großartig von Nutzen sein könnte…

    Selbstverständlich hast Du Todesangst! „Was lebt, will leben“, hieß es neulich über einen berühmten Demenzkranken. Und Du solltest mal in Tierfilmen sehen, welch Geschnatter da gemacht wird ums Gefieder und das der Brut. Aber bist Du auch besorgt um das Fortdauern Deiner Persönlichkeit, Deines „eigenen“ Lebens? „…fast jeder Satz wirft mich um, und ich denke mit Verzweiflung an meine eigenen Projekte. Ich hab dreieinhalb Romane angefangen in den letzten Jahren, einen Jugendroman, einen in der Wüste spielenden Krimi mit B-Picture-Plot und einen Stimmenroman, zuletzt noch ein Konzept eines SF-Romans, eine Hommage an Philipp K. Dick. Die ersten drei haben alle schon Anfang und Ende und jeweils zwischen 300 und 600 Seiten, aber nichts davon ist geordnet, richtig zusammengefügt oder überarbeitet. Diese Überarbeitung habe ich die letzten Jahre immer wieder in Angriff genommen und mich in immer neuem Material verloren, im jugendlichen Bewusstsein, noch ewig zu leben. Könnte jemand das für mich fertigschreiben? Passig? Lars? Irgendwer? Wollten sie? Alles vergeblich, mit meinen Fragmenten wird niemand etwas anfangen können. Ich hoffe, dass Passig oder Lars wenigstens in der SF-Idee etwas Brauchbares entdecken können, und überlege angestrengt, wie die anderen Dateien zu vernichten seien. Das Eingeständnis der kompletten Sinnlosigkeit des eigenen Lebens. Nichts Neues, aber so grauenvoll war es selten.“ Wolfgang Herrndorf, „Arbeit und Struktur“.

    Meine Verwandten haben die ganze Welt bereist. Hindus. Buddhisten. Feueranbeter. Trotzdem kehrten sie stets wieder als gläubige Katholiken. Wüsste also nicht, welche andere Meinung für Eingeborene sonderliche Gültigkeit hat. Heutzutage hört man einander an, selbstverständlich. Oft über Monate oder Jahre. Aber am Ende empfinde ich alles irgendwie, als wäre es nie gesagt.
    Wäre daher wunderbar, wenn mein Werk ankäme bei Deiner Schwester, da sie ja doch einige Jahre weniger „eingeboren“ ist als Du ;-)

    1. Dann gibt es genauso wenig Grund, zu kommentieren. Wenn du dich nicht erklärst -oder nicht erklärst, was du mit Kommentaren meinst- dann verstehe ich nicht, wozu du überhaupt schreibst. Übrigens: Ich zeichne gar keine Manga..?

      Nein, darauf wollte ich nicht hinaus.

      Hm. Da bist du bei ihr eindeutig an der falschen Adresse, befürchte ich. So, wie ich es einschätze, wärst du ihr unabhängig von ihrer „Eingeborenheit“ (was übrigens eine sehr traurige Annahme ist) etwas zu sehr wie unser Opa, um länger als nötig ein Gespräch -wenn auch ein einseitiges- zu führen.

      1. Ich kommentiere hier, weil mir im Augenblick wieder danach ist, Dich verstehen zu wollen. Weil das Verständnis Deiner Person mir auf dem Weg zum Literaturnobelpreis mehr hilft, als jede mathematische Regel, deren Verständnis man mir während der Schulzeit aufzwang. Als ich zusammen war mit einer alleinerziehenden Mutter, wurde ich im Zimmer ihrer Tochter regelrecht „geparkt“, wie sie sich wohl „verstand“ mit „Mamas Neuem“? Das ergab natürlich Sinn. Ansonsten solltest Du keine sonderliche Zeit investieren für das Verständnis von Verderblichem und Sterblichem. Der Vergleich mit Eurem Opa, mit einem der wohl ehrbarsten Mitglieder Eures Stammes ist sicher zu viel der Ehre. Kommen Eingeborene bei Dir bloß vor in Hütten und in den Weiten Afrikas? Ich erinnere noch gut einen TATORT, wo die kleine Schwester ihrer großen stolz erzählte, dass Mami ihr bald ein wunderschönes Kleid schenken würde, während die große bloß in Panik geriet wegen der bevorstehenden Beschneidung… Wer würde etwas sagen, wenn ich beschnitten wäre? So ist es eben Brauch.

        1. Aber offensichtlich ist ein Gespräch -üblicherweise- nicht vollkommen einseitig. Wenn ich also dich nicht verstehe, kann ich dir nicht antworten. Und nein, es passt wirklich wie die Faust auf’s Auge.
          Huh, habe ich jemals so gewirkt, als würde ich so rassistisch sein, dass ich das Wort „Eingeborene“ nur auf Leute anwende, die nicht kaukasisch sind?

  12. Der Antwort-Button ist weg. Also auf ein Neues!
    Losziehen und die Welt retten. Ich glaube, dass ist etwas, was eben Filme wie Der Herr der Ringe in mir auslösen. Und wenn ich mich so im Internet umschaue, denke ich, dass viele insgeheim diesen Wunsch haben. Einmal jener welcher zu sein, der den Ring ins Feuer geworfen hat. Natürlich ist sowas mehr als utopisch, denn die Welt retten wollen würde erstmal die Frage aufwerfen – „wovor“?
    Vielleicht wäre es also ratsam, sich doch eher an Bilbo zu halten und zumindest ein kleines Stücken besser zu machen. Und wenn es Zwerge sind. Die Frage ist nur, wo man anfängt. Und ob man überhaupt dazu in der Lage ist. Denn, so oft ich mich auch gern als Aragorn sehen würde, fühle ich mich doch viel zu oft wie Pippin.

    Solltest du die Bücher irgendwann mal lesen, würde mich interessieren, ob du Tom Bombadil genau so magst, wie ich. :-)

    1. Aber dieser Retterkomplex existiert ja in vielen eher, weil sie sich für Götter halten. Ich meine, natürlich wollen die meisten Menschen die Welt irgendwie verändern, falls sie sich bewusst sind, dass sowas „möglich“ ist. Es gibt einen Großteil, an dem es vollkommen vorbeizieht, aber den schließe ich hier kurz mal aus. ;) Also, klar, viele wollen die Welt verändern – zB im Kleinen, indem sie Dinge für Fremde im Aldi hochheben, Rentnern über die Straße helfen, in der Nachbarschaft beim Sperrmüll runtertragen helfen, auf Facebook Leuten sagen, dass sie bekloppt sind.

      Aber dann gibt es auch die Leute, die tatsächlich annehmen, dass sie ein Aragorn SIND. Und dieser Größenwahn geht mir unglaublich auf den Keks. :’D – Was sicher etwas widersprüchlich ist. Zu versuchen, Aragorn zu sein, oder es sich zu wünschen, ist m.E. was Anderes, und an sich habe ich kein Problem mit Egozentrik oder Dreistigkeit. Aber es gibt da so eine Menschenschicht, der ich am Liebsten 25h am Tag eine ballern würde. (Ich glaube, weil es da wieder so viele gibt, die sich einerseits aufspielen und für sonstwiegroß halten, aber sobald sie Kritik bekommen, dastehen und schluchzen, sie würden missverstanden werden. Oh, die böse Welt, wie grausam sie zu ihnen ist, sie sind sicher die Reinkarnation von Hitler, der ja auch ein großer, missverstandener Künstler war. — Ich rede gerade von Tila Tequila..)

      Um ehrlich zu sein, die einzigen Dinge, für die ich losziehen würde, sind vermutlich direkte Ungerechtigkeiten. Würde mir jemand sagen, „Hey, wir brauchen jemanden an der Behindertenschule XYZ, der dort die Hausaufgabenbetreuung unterstützt,“ dann würde ich vermutlich vorwarnen, dass ich depressiv bin und schnell mal ausfalle, aber ich würde nicht Nein sagen. Oder, „Die finanzielle Absicherung steht, würdest du also gerne mal in Simbabwe helfen, ein Haus zu bauen?“, obwohl ich da aus familiären Gründen absagen müsste. Was ich meinte.. Bist du tatsächlich in der Position, hochzustehen, und loszuziehen? Denn ansonsten kannst du es dir auch nicht „vorhalten“, nicht schon lange in soundso angekommen zu sein. (Ich meine nicht, „Hast du die Fähigkeiten,“ sondern, „Hast du eventuell andere Verpflichtungen, die dich hier halten?“)

      „Die Frage ist nur, wo man anfängt. Und ob man überhaupt dazu in der Lage ist.“

      Wenn du nur erstmal einen Überblich finden möchtest, dann würde ich damit anfangen, in der Kirche nachzufragen, ob es Dinge zutun gibt. Üblicherweise haben viele Gemeinden Spendenaktionen, oder Projekte, bei denen sie Hilfe brauchen. Dasselbe gilt auch für Schulen, Heime, die Arche, und so weiter. Man kann sich da oft auch einfach nur auf Listen setzen. Das Problem ist sicher, dass du bei Schulen eventuell Abstand halten solltest, falls du da keine Verwandtschaft hast, weil dir sonst unterstellt werden könnte, ein Pädophiler zu sein.. Dabei haben die oft am Meisten Bedarf.

  13. Verpflichtungen? Hmmm, ich habe meine Arbeit hier. Was eine für viele sicher schwache Verpflichtung ist, aber ich denke, ich würde es kaum aushalten, zu lange von meiner Familie getrennt zu sein. Die 40km, die es jetzt sind, lassen sich problemlos überbrücken. Und auch wenn ich selten da bin, so brauche ich doch den Gedanken, dass ich jederzeit hin könnte. Vielleicht ist sie es, die da eine Rolle spielt.
    Ehrlich gesagt habe ich das von der Position aus nie gesehen.
    Ich hab mich jahrelang auf der Arbeit als „Feuerwehrmann“ gesehen. Also, nicht direkt als Feuerwehrmann. Das war ich mal, aber die können den Laden da gerne ohne mich schaukeln.
    Aber ich war, wenn unsere Vorgesetzten mal wieder über die Stränge geschlagen haben einer von wenigen, die keine Angst hatten die Tür aufzumachen, denen in 2 Minuten unschön die Meinung zu geigen und wieder zu gehen.
    Das hat tatsächlich oftmals was gebracht. Aber in letzter Zeit fehlt mir einfach ein Stückchen Rückendeckung seitens der Kollegen. Da fehlt mir der Sam, der sagt: Schlaf ruhig, ich passe auf, dass Gollum nicht an deine Sachen geht… Oder so…

    TIla Tequila? Was hat sie getan?

    1. Tila Tequila meinte, sie könne sich vorstellen, die Wiedergeburt Hitlers sein zu können. So wie er, ist sie eine große, aber missverstandene Künstlerin, die es irgendwann ebenfalls mal allen zeigen wird.

      Ich hab mich nicht weiter damit auseinandergesetzt, aber Flo hat ein Video drüber gemacht, also auf Youtube einfach mal LeFloid suchen und dann da eines der neuesten Videos anklicken. Hitler/Wiedergeburt sollte auch irgendwie im Titel stehen.

      Hmm. Ich weiß nicht, gegen allgemeine Unzufriedenheit kann man nix machen, außer sich in eine andere Umgebung zu schmeißen, und zu schauen, ob sich irgendetwas verändert. Denn entweder es wird sich nichts ändern, und die Unzufriedenheit existiert in einem selbst, unabhängig von Umständen; oder es ändert sich Einiges. :/ IDK, ich würd’s auch nicht schaffen. Im Übrigen.. Ich hab vor ein paar Tagen mit Mama drüber gesprochen, und die meinte, dass sie Fachidioten und „Zielmenschen“ oft für weniger interessant empfunden hat. Hab drüber nachgedacht, und muss zugeben.. Recht hat sie irgendwo schon. Vielleicht also gar nicht so schlecht, dass mein Traum nur ist, an Univorlesungen teilnehmen zu können, wann immer ich will, ohne jemals einen Abschluss machen zu müssen.

      1. Frau Tequila scheint eindeutig zu oft an selbigem genascht zu haben.. :/
        Ob ein Tapetenwechsel etwas ändern würde? Vielleicht. Ich bezweifele das eher. Und das ist ja auch immerhin dein Blog hier, da sollte es eigentlich nicht um mich gehen. :-)

        Die Idee bzw der Gedanke mit den Univorlesungen gefällt mir. Ich hab mal sowas ähnliches gedacht. Wäre ich reich genug, nicht arbeiten gehen zu müssen, würde ich wohl studieren gehen. Einfach, weil ich das, was ich da lerne, interessant finde. Nicht, um es beruflich zu nutzen. :-)

        1. Hmm, ich hab oft das Gefühl, dass dem so sei. Also, dass man es probiert haben muss, um entscheiden zu können. (Aber das hat wohl viel mehr mit meinem Weltbild zutun)

          Ok, wir werden also reich und setzen uns dann in Anthropologie 101? : D

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