#25 there’s nobody else who can

Es macht mich verrückt, wie abhängig ich von der Idee einer ‚Lösung‘ bin. Einer Rechtfertigung, Absolution, Medizin, einem ‚Okay‘. Natürlich wird man darauf konditioniert; und Überlebensinstinkte werden so aufpoliert, dass sie plötzlich viel weniger primitiv wirken.

Aber es macht mich trotzdem verrückt. Und ich finde es noch nerviger, wie überzeugt ich davon bin, dass mein Leben so viel schöner wäre, wenn. Wenn ich tatsächlich jeden Tag anziehen würde, was ich wollte, und eine Woche fasten, ohne Leuten zu erklären, weswegen. Wenn ich mich damit abfinden könnte, dass ich die meisten Dinge ’nur so‘ mache, und mir erst danach gute Gründe dafür einfallen lasse.

Es macht mich verrückt, dass ich diese Dinge auch nur dann machen kann, wenn sie mir ‚helfen‘, und ich mehr Interesse an dem Potential der meisten Menschen habe, als an ihnen selbst- Ihr Potential, mich zu verletzen, und ihr Potential mich zu heilen. Wann sind Fremde zu meinen ‚Rettern‘ geworden?

Es kotzt mich an, dass ich lieber zwei Wochen täglich mit Elektroden verpackt und fast ausgeblutet werden würde, als mich auf eine weitere Therapie einzulassen.

Es ist furchtbar, dass ich mich in Fächer schmeiße, in die ich nicht gehöre, um Etiketten-Konflikten aus dem Weg zu gehen, und dass ich jeden Schritt rechtfertigen muss, bevor ich ihn mache, zumal es niemanden außer mir gibt, der wirklich fragt.

Ich weiß nicht, wann ich angefangen habe, auf Rettung zu hoffen, anstatt mich selbst zu bewegen -und vielleicht war es damals, mit drei, als ich Affechen wollte, und mir alles zugetragen wurde?- aber es ist furchtbar gruselig, dass es weniger Aufwand wäre, mir einen Menschen zu suchen, und ihn zu meinem Antibiotikum, oder dem letzten meiner vielen Antidepressiva zu machen, als zu akzeptieren, dass das alles ist.

Wie lange kann ich mich mit Worten berieseln lassen, bevor sie keine Wirkung mehr zeigen? Weil es mir wie ein Hüpfen von Teich zu Teich vorkommt. Als wäre all das nur ein weiteres Antibiotikum, eine Reihe von Versuchen, die meinen Körper letztenendes resistent werden lassen, und mich am ständigen Husten sterben. Ja, es wird nicht mal die Lungenentzündung selbst sein, sondern meine verkrampfte -und ja, zuletzt auch existierende! Welch Ironie.- Bauchmuskulatur.

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

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