#14 I want to shelter you, but with the beast inside, there’s nowhere we can’t hide.

Ich hab ein.. Privileg. Und viele Menschen wissen nicht, wie es sich anfühlt, daran teilhaben zu können. Es gibt Menschen, die das Glück haben, nicht zu wissen, wie es ist, wenn es einem genommen wird. Die ein gewisses Urvertrauen darin haben, dass ihnen zusteht, was sie haben, und dass es ihnen nicht genommen werden kann. Dass, auch, wenn sie eventuell irgendwann nie wieder Schokopudding essen können, irgendjemand etwas genauso Gutes auf den Tisch stellen wird, und ihnen sagen, dass sie essen können, soviel sie wollen.

Das Wort „solang“ existiert in ihrem Wortschatz nicht. Sie sind nicht glücklich, solang A oder B weiterhin in ihrem Leben existiert; sie sind glücklich, Punkt ; weil sie glauben, dass es eine unendliche Reihe an Dingen gibt, die die genauso glücklich machen können, oder, weil sie nicht wissen, dass A und B irgendwann gehen könnten.

Verhältnismäßig habe ich sehr viel Glück. Ich bin mir eventuell viel mehr bewusst, wie priviligiert ich bin, weil ich gesehen habe, wie schnell dieses Privileg verschwinden kann. Wie schnell man von „geliebt“ zu „unbekannt“ rutscht, und wie einfach es ist, vergessen zu werden, obwohl man seinen gesamten Glauben in diesen Menschen gesetzt hat, und nie erkannt, wie sehr die eigene Existenz davon abhängt, dass er existiert.

Mein Sicherheitsnetz besteht aus Elementen, die stärker und gleichzeitig komfortabler sind, als Alles, was mir bekannt ist. Wenn nur ein Element aus meinem Sicherheitsnetz verschwindet, falle ich auf Beton.

Das Problem damit, etwas zu haben, ist, dass es einem sehr schnell genommen werden kann. Und sobald man das weiß, schaut man ständig über die Schulter, in der Hoffnung, dass Vorsicht irgendetwas daran ändert. Weil man, egal wie oft man den Tanz schon getanzt hat, jedes Mal wieder hofft, dass man führt, und nicht ein Zufallsverfahren, dessen Namen man nicht kennt.

Sicherlich könnte man sich jetzt YOLO auf die Hand tattöwieren lassen, und die Dinge genießen, die man hat, aber im Hinterkopf pocht trotzdem der Gedanke, ob es denn nicht noch schlimmer ist, an andere Menschen mit Stahl gebunden zu sein, wenn ihr Verschwinden einem Letzenendes die Gedärme rausreißen wird, was wunderbar theatralisch klingt, und dementsprechend dem pubertären Grundgedanken dieses Posts entspricht, oder, ob man eventuell zum Schluss verbitterter und verängistigter sein wird als zuvor, weil man vor Reue und Selbstmitleid nicht ganz weiß, wohin.

In anderen Worten, es gibt nichts Besseres, als zu lieben und ohne Zweifel zurückgeliebt zu werden; zu wissen, dass man jemanden aufregen oder nerven kann, und trotzdem Umarmungen einfordern, aber es ist unglaublich anstrengend -und möglicherweise unmöglich- zu versuchen, mit der Angst, dass einem das genommen wird, fertig zu werden.

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