#94 That still only counts as one.

In Staffel 8 von Supernatural fragt Doctor Magnus, die in SPN einen Buchhaltungs-Engel-Boss spielt, Castiel, was er denn machen möchte. Castiel scheint schwer überfordert, denn wirklich, was möchte er denn machen, nachdem er den Himmel zerstört, und seine Menschen verraten und im Stich gelassen hat?

Castiel’s Charakter wurde von den Writern Supernatural’s oft schwer misshandelt, weswegen ich traurigerweise keine Handlungslinien aufgreifen kann, um einen Punkt zu machen, der nicht gemacht werden möchte.

Aber die Frage, „Was möchtest du denn tun?“ ist ziemlich interessant. Am Anfang der Therapie fragte Frau K. wie ich mir unsere Sitzungen denn in 30 Wochen vorstellen würde. Ich hab kein bisschen so geantwortet, wie sie das wollte, aber darum geht es ja auch nicht. Sie hat mich auch gefragt, was das Ziel der Therapie für mich wäre. Was ich darauf geantwortet habe, weiß ich nicht mehr. Vermutlich etwas wie, „Nicht depressiv sein?“ gefolgt von einigen Ausführungen, damit Frau K. nicht aus dem Fenster springt und sich den Knöchel anstaucht.

Ich bin mir nicht sicher, ob sie mich jemals gefragt hat, was ich möchte, aber ich glaube, das hat sie mehrmals in verschiedenen Zusammenhängen getan. Was möchte ich für einen Abschluss, was für eine Ausbildung, was für ein Studium, was für einen Film am Wochenende schauen, etc.

Und um ehrlich zu sein gehe ich dieser Frage natürlich gerne aus dem Weg, auch, wenn ich nicht alle Gründe dafür kenne. Schließlich ist es einmal so, dass es nicht schön ist, zu wissen, was man möchte, wenn man es nicht erreichen kann. – Aber das habe ich schon öfter erwähnt. – Andererseits ist es auch furchtbar, zu erkennen, dass man nichts mehr möchte, wenn man einmal etwas wollte, woran man sich nicht mehr erinnern kann. Und Letzenendes gibt es noch unendlich viele andere Gründe, die es beängstigend machen, sich der Frage tatsächlich zu stellen.

Anders als R. bin ich der Meinung, dass eine Doppelhaushälfte mit Familie nicht „nicht die Welt“ ist. Aber ich weiß nicht, was ich darüber hinaus möchte. Beziehungsweise bin ich mir bewusst, dass meine Wünsche sich täglich ändern, und nie groß genug zu sein scheinen (oder zu groß) um sie in die Tat umzusetzen.

Jetzt im Moment könnte ich mir nichts Schöneres vorstellen, als jeden Tag in einen anderen Kurs an einer Uni zu gehen. Sprachen zu lernen, und alles über jedes Thema zu hören, bis ich so viel weiß, dass nur noch Öl und absolut kein Wasser mehr in meinem Kopf ist. (Elementary ist eine sehr gute Serie, und wer diese Referenz verstanden hat, kriegt nen Goldstern von mir. Adresse bitte per E-Mail zuschicken, fertig.)

Morgens halb 4 aufzustehen und wach zu sein, duschen zu gehen, und nichts zutun, außer mich mit Wissen vollaufen zu lassen. Die Idee finde ich nicht schlecht, außer, dass sie nicht alltagstauglich ist, weil ich mein Wissen mit Niemandem teilen möchte, also nicht darüber schreiben, um einen Abschluss zu machen, oder Geld zu verdienen, und auch generell Lernen, weil ich Lernen möchte, und nicht, weil ich Zensuren dafür bekomme. – Was, offensichtlich, irgendwo mit meiner Abneigung der Schule gegenüber zutun hat. Wogegen ich etwas tun sollte..

Andererseits würde ich, vor allem, nachdem J. mir eine Mail geschrieben hat (shame on you!), wirklich gerne an Wochenenden in gay!bars, weil ich dann am nächsten Tag Mami davon erzählen könnte, wie J. die ganzen Schwulen miteinander geshipped hat, und weil es sicherlich Spaß macht, zu trinken und tanzen, ohne dabei Panikattacken zu haben, oder whatnot.

Und ganz zum Schluss ist da der Teil von mir, der kein Interesse daran hat, außerhalb meines jetzigen Kreises – Mami, Schwester, J. – zu sein, und dessen Bedürfnisse sich nicht mit den Wünschen oben anfreunden möchten. Einmal, weil ich zu schwarz-weiß denke („Wie ich soll eine Familie gründen, ich hab doch eine! Spinnst du?“, „Wie, Studieren? Da muss man AUFSTEHEN, SPINNST DU?“, „Wie, gay!bar, da muss man mehr als 2km von zuhause weg, S P I N N S T . D U???“) und auch, weil die Umstände mehr als unpassend sind, weil ich ungeduldig bin, und frankly, auch, weil ich daran gebunden bin, für meine Schwester und Mama dazu sein. Was ich nicht als Last empfinde, oder nicht tun will, was aber was dennoch die Wahrheit ist, und nun mal nicht zu ändern. (Weil ich es nicht ändern MÖCHTE.)

Um das zu bekommen, was ich gerne hätte, müsste ich mich verändern, und das ist ein immer wiederkehrender Konflikt, weil ich nicht ein wenig depri bin, sondern biologisch depressiv: Auch wenn es mir super geht, kann ich nicht einschlafen, nicht ordentlich aufwachen, nicht länger als für drei Tage optimistisch sein.

Um das zu kriegen, was ich will, müsste ich bereits da sein, wo ich gerne wäre, wohin ich aber nur komme, indem ich mich ändere, was ich nur tun könnte, wenn ich es schon getan hätte. 

Und dieser Satz ist basically mein Leben. /snorts

Also schaue ich Dr Magnus an, und sage Dean, dass ich vorerst bei dem Ex-Hunter im Altersheim bleiben möchte, und mich später wieder melden werde. Nur, dass ich anders als Cas keinen Dean habe. Ich hab nur zwei andere Cas‘, und eine kleine Schwester, und ganz ehrlich, wir akzeptieren einander, und wir helfen, und hören zu, und unterstützen, aber da ist keine Karotte vor meiner Nase, wegen der ich mich jetzt weit nach vorne treiben würde, und kein AntiDepressiva in meinem Körper, dass mir die Kraft geben würde, das tatsächlich zu tun.

Denn vielleicht brauch ich ein AntiDepressiva, um die Karotte als Karotte zu erkennen, und die vielen tausend Gedanken und Wünsche in Orange wahrzunehmen.

Und eventuell ist das einer der qualitativ minderwertigst- Nein, okay, es gab so viel schlimmere Posts- aber vielleicht ist das hier eine der verwirrenden Posts ohne Punkt, und ohne viel Hinterfragen, und ohne viel Weitsicht, weil ich eben keinen Punkt habe, wenig hinterfrage, und wortwörtlich kurzsinnig bin, aber ich fand es gerade mal etwas relevant, weil ich unzufrieden bin, und der Punkt der Therapie ist, mir zu zeigen, wo ich Dinge ändern könnte, und besser machen, und wie ich mich undepressivire, als hätte ich es mir ausgesucht, und als wäre es tatsächlich irgendwie in meiner Macht, es zu ändern.

Was süß klingt, und für Viele sicherlich stimmt, aber nach drei Jahren Depression behalte ich mir das Recht vor, sagen zu können, dass ihr alle spinnt, und Nein, was mir bisher gesagt wurde, bringt nichts.

Ich hatte einfach schlechtes Timing.

Ich meine, das Wissen, dass ich sofort arbeiten gehen soll, sobald ich nicht mehr als schwer-depressiv eingestuft werde, obwohl ich nicht mal mein Abitur auf die Reihe bekommen habe, ist nicht unbedingt heilungsfördernd.

Was heilungsfördernd wäre, wäre in eine andere Stadt zu ziehen, und dort eine andere Therapie anzufangen, und öfter mit J. Filme zu schauen, oder Freundschaften aufzubauen, oder in gay!bars zu gehen, oder Schlaftabletten zu bekommen, oder zu lernen, was „Moderation“ bedeutet, oder ein Vertrauensverhältnis zu meiner Therapeutin zu besitzen, und nicht ständig flighten zu wollen, wenn ich fighten sollte, auch wenn ich Letzenendes doch nur freeze.

Und fuck, ich hab Deutsch verlernt,  screw it all.

Wunsch der Woche: Umziehen

Wunsch des Tages: LEARN ALL THE LANGUAGES

Gerade möchte ich aber eigentlich nur mit J. telefonieren oder mit irgendwem Skypen, oder mit Mami einen Film schauen, oder mein Körpergewicht in Nahrung zu mir nehmen.

Das Letzte war eine Lüge, hab zur Zeit keinen Appetit, und esse deswegen doppelt so viel wie nötig, um ihn wiederzufinden. Wer weiß, was es mit dem Verhalten auf sich hat..

(In other news, ich hab Herr der Ringe geschaut und geliveblogged. Werd bald mal ne Seite hier hinzufügen.. Unglaublich gute Reihe! Obwohl ich nicht weiß, ob ich auf die Charaktere so reagiert habe, wie das.. angemessen gewesen wär.)

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

Ein Gedanke zu „#94 That still only counts as one.“

  1. Wissen ohne ein Warum empfinde ich als so sinnvoll wie die Beschäftigung mit Rätselheften.
    Nehmen wir an, ich wäre als „Slumdog“ zur Welt gekommen. Dann ergäben Fremdsprachen absolut Sinn. In den Hotels studienreisende Seniorinnen aus der 1. Welt aufzureißen. Aber so?
    Menschen, die einen Sinn haben, spüren diesen früh in sich. Ich war immer „anders“. Schau einfach auf mein Geschreibesel hier: Das denkt sich niemand aus, das schaut sich keiner aus Fernsehserien oder Illustrierten ab. So ist man!
    Wenn ich scheitere, dann an der weichen Masse Mensch. Allzuweit sind wir allgemein noch nicht entfernt von Rudeln von Wölfen, die den Mond anheulen. Und ich mittendrin, Predigten zu halten. Vielleicht Generationen später, wenn wir Chips haben in den Hirnen, welche uns das ermöglichen, was wir bisher bloß ahnen von Inselbegabten.
    Ach, wen schert das Wissen alter Männer! Im World Wide Web machst Du uns längst alle platt: Dank Dir weiß ich jetzt, dass „spoilen“ nicht unbedingt etwas mit Autos zu tun hat. Und Tumblr ist scheibar eine Religion, für die weder Frau K. noch sonst ein Diplomierter gebildet wurde…
    Sei einfach da, wo Du sein willst, wo Du wirklich und wahrhaftig sein willst. Niemand läuft „einfach so“ 1.000x mit Stöckelschuhen zum Spiegel.

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