#88 It’s a new life for mee.. and I’m feeling good.

Irgendwie möchte ich jeden davon abhalten, den folgenden Artikel zu lesen, aber gleichzeitig poste ich ihn ja, was endlos sinnlos ist. Also..

Dinge, die ich nicht ändern kann:

  • das Wetter
  • andere Menschen
  • meinen Nachnamen

Ich befürchte wirklich, dass das jetzt Leute zum Lachen bringen wird. Auf diese „Gott, die hat einen mitlaufen.“ oder die, „Ich lache, damit ich nicht weine oder schreie: wie blöd kann man sein?“ Art und Weise. Denn ich plane ernsthaft, irgendwann zu heiraten. Nicht, weil ich an die große Liebe glaube (obwohl sie eventuell existiert, so wie Aliens – Die Wahrscheinlichkeit, dass sie existieren? Riesig. Dass ich jemals einen tatsächlichen Beweis zu sehen bekomme? Eh..), oder weil ich Kinder möchte (obwohl ich das vielleicht irgendwann möchte, falls vorher erwähntes, abstraktes.. Ding.. existiert.).

Ich meine, möchte ich mit einem Nachnamen rumlaufen, der nichts mit mir zutun hat? Außer vieler Erinnerungen, über die ich mittlerweile viel zu nonchalant sprechen kann? Zur Erklärung: Ich hab den Nachnamen meines Adoptivvaters. Außer, dass da wohl einiges an Papierkram damals schiefgelaufen ist, und mir bisher noch nicht ordentlich erklärt wurden ist, wie das funktioniert hat. – Wunschliste: Klärende Gespräche mit Rechtsanwälten. (Denn ernsthaft, ich würde ihn oft gerne von meiner Geburtsurkunde streichen lassen. Danke.)

Den Namen kann ich aber leider nicht ändern lassen – Vor allem, weil ich von ihm nicht schwer misshandelt wurde, und der Nachname auch nicht Hitler ist. Eigentlich sollte es auch kein großes Problem sein, denn „Namen sind Schall und Rauch“, aber irgendwie ist es gerade für mich ein sehr großes Problem. Meine gesamte Familie hat einen anderen Nachnamen als ich.. Was kein Ding ist, aber eben doch irgendwie. Was auch mitbekommen wird, weswegen meine Mama weiterhin mit „Meyer-Schmidt“ unterschreibt. – Und um ehrlich zu sein will ich gar nicht, dass sie das tut, weil ihr tatsächlicher Nachname eben nur „Schmidt“ ist. Aber ich möchte eben auch mit Schmidt unterschreiben können, anstatt mit Meyer.

Was extrem kindisch und banal ist, aber es ist mitten in der Nacht, und mich stört es gerade so ungemein, dass ich meine Zeugnismappe in Brand setzen möchte, und meinen Personalausweis aufessen.

Was traurig ist. (Und, wenn ich mir das Ganze vorstelle, irgendwie auch ein wunderschönes Bild für die Kinder, die ich haben werde, weil ich heirate, weil ich meinen Nachnamen nicht mag, sein könnte, falls wir das Ganze fotografisch festhalten, was wir tun sollten, weil ich dieses Jahr, glaube ich, nicht ein einziges Foto von mir habe machen lassen- Mit einer Ausnahme zumindest.)

Also werde ich in den nächsten Jahren heiraten müssen. Was bedeutet, ich muss mich eventuell mit Menschen unterhalten. Aber ich will eigentlich keinen angeheirateten Namen. Ich will „Schmidt“. Die einzigen Personen, die ich kenne, die mit Nachnamen „Schmidt“ heißen, sind meine Mama, Schwester und mein Opa. Die einzigen Personen, die mit Nachnamen „Meyer“ heißen, sind mein Adoptivvater und seine Eltern. Ich mag „Schmidt“. „Schmidt“ ist ein kurzer Nachname, ganz anders als „Meyer“, der einfach mal ewig lange ist, und total dumm, wenn man unterschreiben will – Vor allem, wenn man mit Vornamen Patricia heißt. (ENDLOS LANG; und nein, ich unterschreibe nicht nur mit Meyer. Fuck that.)

Wenn ich entscheiden müsste zwischen neuem Computer und Nachnamen, würde ich zur Zeit den Nachnamen wählen. Und das, obwohl mein PC abgestürzt ist, während ich den Artikel hier geschrieben habe, weil scheinbar jeder Tab ein Tab zuviel ist. 

Das Lustige ist, wenn ich nun gute Gründe hätte, um meinen Nachnamen zu ändern -sowas wie psychische Probleme (oh?)- dann würde ein Namenswechsel tatsächlich genauso viel kosten, wie der PC. fml

Wieso grabe ich zur Zeit so viele alten Themen aus? Kann nicht gesund sein. (So wie Musicbox Musik – Und wer es verpasst hat, auf das Bild im letzten Post konnte man draufklicken, und dann kam Musicbox Musik.) 

Andere Frage: Was sind derzeit sichere Ausbildungen? Ich hab nie über Ausbildungen nachgedacht, weil Gymnasium, aber irgendwie wäre es ja schön, zu wissen, was existiert. Denn ich kann vermutlich nur drei oder vier verschiedene nennen (Facharztassistentin/Arzthelfer/Schwester; Gastronomiedingsbums, Handelskaufperson, das wars.) was möglicherweise erklärt, wieso Frau K. nicht ganz versteht, wieso ich nicht sehe, dass es da irgendwo eine Zukunft geben könnte.

Andererseits, da ich heirate, kann ich ja versuchen, auf Hausfrau zu machen, und über meine endlosen psychischen Störungen Rente kriegen, während ich Bücher über verwirrte Menschen veröffentliche, und Stellen aus Kinderbüchern im SAW Style illustriere.

Das’n Plan.

Vergesst alles, was ich davor geschrieben hab. Ich hab ’ne Zukunft. 

Aber mehr als ein Künstlername wird Schmidt wohl auch dann nicht sein. (Außer ich heirate einen Verwandten, aber ich glaube, die haben alle den anderen Familiennamen. Schulze. Und Schulze passt einfach absolut nicht zu mir, obwohl er auch relativ selten ist – Zumindest hier.. nagut, eigentlich nicht so sehr. Vor allem nicht im Vergleich zu Schmidt und Meyer. (Doch würde J. nicht vor Freude weinen, wenn ich ihr davon erzählen würde, dass ich einen Verwandten heiraten werde? The things I do for friendship.))

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

5 Gedanken zu „#88 It’s a new life for mee.. and I’m feeling good.“

  1. Mir kam bei diesem Post Bruno Walter in den Sinn, der ja eigentlich Bruno Walter Schlesinger hieß, diesen Nachnamen aber offenbar zugunsten seines Künstlernamens streichen lassen konnte.Vielleicht also ein Anreiz, Deine Zeit derart zu nutzen, dass am Ende Dein jetziger Name bloß noch als „bürgerlich“ in Klammern steht.
    Als ich Dir vorschlug, faszinierende Persönlichkeiten anzumailen, hatte ich einen modernen Carl Gustav Jung im Sinn, der mehr Verständnis für Depressionen hat, als jeder Mann, der Dir im Alltag begegnen mag. Ihr mailt euch und mailt euch, und irgendwann bist Du seine Sabina Spielrein…

  2. Ich gebe zu.. Ich musste lachen.. Aber wegen der „Handelskaufperson“. Was für ein tolles Wort :-D
    So ganz wahnsinnig viel fällt mir leider sonst nicht ein :( Aber ich habe damals ernsthaft darüber nachgedacht, bei einer Hochzeit mit meiner damals angebeteten ihren Namen anzunehmen, damit der Nachname weiter besteht. Weil wegen Einzelkind und so ;-)

  3. Mhhh…wenn jeder in deiner Familie den anderen Namen trägt, so ist es doch schon ein guter Grund, den eigenen auch ändern zu lassen, oder? Zwecks Zugehörigkeitsgefühl. Bevor du dich in eine Ehe stürzt wäre es zumindest einen Versuch wert, wie du sagst, Heirat bedeutet mit Menschen in Kontakt treten, was ja irgendwie gruselig ist.

    Deinen Plan finde ich aber klasse, bitte unbedingt Kinderbüchern im SAW Style illustrieren, hiermit gibt es schon eine erste Vorbestellung und dann hast du auch bald das nötige Kleingeld für die Namensänderung!

  4. Namensänderungen sind wirklich schwierig. Ich sehe das bei meiner Freundin, bei der die Behörden aus dem letzten Buchstaben ihres Vornamens (A) ein E machten, als sie als Kind von Polen nach Deutschland einreiste. Und das nur, damit der Name „deutscher“ klingt.
    Und selbst diese (Vor-)Namensänderung funktioniert nicht.

    Ich denke es ist irgendwann an der Zeit, sich mit seinen Namen abzufinden. Mein Nachname ist auch Ellenlang und noch heute werde ich (und teilweise auf eine recht ätzende Art) auf ihn angesprochen.
    Unterschreiben tue ich mit dem ersten Buchstaben und dann folgen kryptische Wellen und schnörkel – das geht recht fix.
    Man gewöhnt sich an alles.
    Und du sagst ja selbst: Namen sind Schall und Rauch.
    Und wenn nicht, dann liegt es an dir, deinen Namen neu zu besetzen, wenn du verstehst was ich meine.
    Grüße,
    W

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