#82 You don’t quite understaaaand.

Folgendes meine ich tatsächlich nicht sarkastisch: Some shit’s just really humbling.

Vorweg: Ich hab nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich oft genau das mache, was ich kritisiere -und dass das sogar der Grund sein könnte, wieso ich es kritisiere, oder wieso ich mich so oft selbst gar nicht leiden kann- und das, was ich jetzt anführen werde, ist eigentlich nichts Aktuelles.. Möchte nur mal ein paar ältere Gedanken aus dem Kopf schmeißen.

Sagen wir, ich treffe einen Menschen, und diese Person macht X oder Y. Sie liest Manga, oder zockt gerne. Oder sie kann Fußball nicht ab, aber findet Golf klasse. Oder sie liest gerne Horror, oder zwei-Euro-Western. Es gibt Momente, in denen es fast unmöglich ist, nicht bestimmte Dinge damit zu assoziieren. Beziehungsweise, die Assoziationen nicht auch auf das eigene Verhalten wirken zu lassen.

Vor Kurzem habe ich angefangen, einem ziemlich interessanten Blog auf tumblr zu folgen, und fand dann heraus, dass die Besitzerin 15 Jahre alt ist. Anstatt zu denken, dass sie reif ist, habe ich jeden ihrer Beiträge spontan in einem anderen Licht gesehen.

Eine andere Bloggerin hat sehr gute Argumente angebracht, in denen sie erklärt hat, wieso inzestuöse Beziehungen trotz der rechtlichen und sozialen Lage, nichts ‚Schlimmes‘ sind, als sie darauf angesprochen wurde, dass sie u.a. zwei inzestuöse Beziehungen in Game of Thrones unterstützt, und außerdem Momente hat, in denen sie Sam und Dean Winchester shippt. Obwohl ich nun nicht wie sie Wincest klasse finde (ich mag Sam nun einmal nicht, so sue me.) fand ich ihre Argumente wirklich klasse. Kurz darauf stellte sich heraus, dass sie selbst in einer inzestuösen Beziehung gelebt hat. All ihre Argumente kamen mir jetzt noch viel kraftvoller vor.

Als ich auf Youtube in einem Kommentar angebracht habe, dass die „guten“ Figuren in Final Fantasy X alle asiatisch aussehen, während die „Bösen“ eher westliche Züge hatten, wurde mir vorgeworfen, ich sei rassistisch, vermutlich im Zusammenhang damit, dass auf meinem Profil angegeben wird, dass ich aus Deutschland komme. Als ich darauf geantwortet hatte, dass ich selbst Halb-Asiatin bin, wurde sich mehrmals entschuldigt.

Manchmal ist es wirklich schwer, diese Stereotype aus dem Kopf zu kriegen, und anstatt das zu nehmen, was wir wissen, und es mit neuen Informationen zu vereinbaren, hinterfragen wir. Deswegen ist es nicht möglich, dass hochintelligente Menschen Reality-Shows mögen. Und wenn, dann nur, weil sie ‚Abschalten‘ wollen, oder weil sie gesellschaftskritisch sind.

Und dann braucht es für Manche wohl die Vlogbrothers, die einem durch ihre Nerdskapaden zeigen, dass es vollkommen in Ordnung ist, euphorisch zu sein, wenn irgendein kitschiges Jugendbuch rauskommt, oder Damon nackt durch Elena’s Zimmer tanzt. Oder es braucht eine Person, deren Intelligenz niemand anzweifeln kann, die sagt, dass sie Lindenstraße und Mitten im Leben klasse findet. (Okay, nein, nicht Mitten im Leben.)

Was ich meine: Es ist frustrierend, so zu sein, aber komischerweise einer dieser Punkte, an denen ich etwas ändern konnte. Wenn mir jetzt ein Buchblogger erzählt, dass er auch Manga liest, vermute ich nicht, dass die Person beziehungslos und mit Chips vorm PC sitzt, und „Senpai still hasn’t noticed me.“ in ihr pinkes Kawaii-Tagebuch schreibt. (Nein, so verkorkst war meine Vorstellung nie, obwohl das glücklicherweise absolut nichts damit zu tun hat, dass ich selbst auch Manga lese.) Und wenn mir jemand erzählt, dass er dieselben Serien, wie ich toll findet, vermute ich auch nicht mehr, dass die Person absolut furchtbaren Geschmack und wenig Intelligenz besitzt. (Obwohl ich zugeben muss, dass ich das tatsächlich öfter gemacht habe.. Sorry, everybody!)

Im Gegenzug erwarte ich aber auch keine Götter, wenn Menschen meinen, dass sie sich vegetarisch oder vegan ernähren, an einer psychischen Störung leiden (ja, ich assoziiere mit psychischen Stören mir sympathische Menschen, so what?), Nerdfigher sind, oder wenn sie Stellen aus meinen Lieblingsbüchern zitieren.

Das Einzige, was mich an der ganzen Sache stört, ist, dass andere Leute natürlich weiterhin Dinge assoziieren.. Also sollte ich wohl nicht zugeben, dass ich gerade nen Vampirroman für Jugendliche re-reade; ausversehen einen Stift zerbrochen, als in Vampire Diaries Nik und Care miteinander gesprochen haben; ich durchaus plane, J. zum Breaking Dawn: Das Trinkspiel zu verführen; Mainstream-Musik und deutschen Rap durchaus als hörbar bezeichnen würde; und dass ich einige Chic-Flicks echt toll finde.

Denn offensichtlich kann ich dann nicht mehr der Gesellschaft gegenüber kritisch sein, an sozialen Fragen interessiert, laut IQ Test überdurchschnittlich intelligent und so weiter. Dann kann ich auch keine Action-Filme, oder Tragödien mögen, und dass ich Faust den Charakter nicht mag, kann nichts mit meinen persönlichen Vorzügen zutun haben, sondern mit meinem Mangel an Bildung. Offensichtlich bin ich dann auch nicht depressiv oder habe soziale Ängste, stattdessen ist es ein Mangel an Motivation, und eigentlich bin ich genauso charakterlos wie Bella Swan, deswegen bin ich ja auch immer noch auf der Suche nach dem nächsten Twilight.

Es ist völlig egal, dass das alles nicht stimmt, und es ist etwas frustrierend, dass ich die Letzte bin, die sich darüber aufregen dürfte, dass es möglich ist, zu konsumieren, aber trotzdem zu sein; immerhin bin ich eine von Vielen, und eine von denen, die nicht besser waren oder sind.

Alas, useless and random teenage angst.

Aber irgendwie wär es schon klasse, wenn man nicht vorverurteilt werden würde, weil man alle Star Wars Teile mochte, oder denkt, dass man unabhängig vom neuen Disney Franchise den ‚eigenen‘ Fandom weiterhin lieben kann / Oder generell Star Wars mag.. Obwohl, wird sowas überhaupt von irgendjemandem vorverurteilt? (Vielleicht bin ich da aber auch nicht die richtige Person, etwas zu sagen, denn würde ich meinen, Star Wars klasse zu finden, würde a. J mich erschlagen, weil ich auf Gamer Girl mache, und b. irgendein Typ mich bespringen, weil ich.. auf Gamer Girl mache, weswegen c, J. dann im Knast landen würde, weil sie den Typen, der mich besprungen hat, erschlagen hätte. Sorry, J.!)

Oder weil man Kaffee echt nicht riechen kann, und Bier einem nicht schmeckt, und man findet, dass die Existenz von Ziegenmilchprodukten ein Zeichen der Apokalypse ist.

Oder.. okay, nein, ich wollte gerade Sushi anbringen, aber es gibt niemanden, der Sushi nicht mag, und falls doch, heißt das eigentlich nur.. mehr Sushi für die Anderen. (mich.)

Und mal wieder die übliche Frage: Ist das jetzt ein Erste-Welt-Jugendliche-ohne-Job-Problem, oder tatsächlich von irgendeiner Relevanz außerhalb meiner eigenen Wahrnehmung?

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

10 Gedanken zu „#82 You don’t quite understaaaand.“

  1. Was Du umschreibst, verwirrt mich regelmäßig, wenn Frauen zu sehr „lieben“, mitunter deswegen sogar in behandlungspflichtige Depressionen geraten. Wie sie da einerseits ihre Macker haben, denen sie es derart recht machen wollen, dass sie selbst kaum noch Luft bekommen, andererseits auf der Straße Penner anblaffen: „Es ist mir scheißegal, was DU über mich denkst!“ Huch, wo sind denn da plötzlich die Frauen hin, die sich eben kaum noch spürten vor Selbstaufopferung für ihre Macker? „Liebe“ ist dann wohl die schönste Art sich wahrzunehmen, während man nach oben buckelt und nach unten tritt.
    Beinahe noch mehr verwirrt mich die serielle Monogamie, wie Menschen zehn, zwanzig, dreißig Bett- oder Liebesbeziehungen hinter sich bringen können, gleichzeitig aber jedem Prügel androhen, der sie anders wahrnimmt als als zutiefst treue Seele: „Du kennst mich doch gar nicht, du weißt doch gar nicht, wer ich bin!“
    Nun kann jemand natürlich in der rechten Hand einen Schmöker halten und gleichzeitig in der linken das nobelpreisgekrönte Meisterwerk von Imre Kertesz über seine Jugend im Konzentrationslager, durchaus möglich. Generell vermute ich aber, dass Zeit, die damit verbracht wird, in Pfützen zu plantschen, nicht noch für etwas anderes zur Verfügung steht. Ich schaue auf Taten. Für mich ist einen Mensch weniger das, was er sein Leben lang beteuert und versprochen hat, sondern vielmehr die Summe seiner Taten.
    Auch deswegen bin ich nicht Lehrer geworden, weil es mir schwer möglich ist, Kafkas „Hungerkünstler“ vorzutragen, während unter den Bänken Liebesbotschaften getauscht werden.
    Denn im Grunde ist es wohl das, woran den meisten Menschen wirklich etwas liegt: Hand in Hand sterben zu können.

  2. Wenn ich lese, was du schreibst, hab ich oft schon seitenweise Dinge im Kopf, die ich dazu schreiben möchte. Und dann kommst sowas wie mit der Ziegenmilch, ich muss lachen oder schmunzeln und alles ist weg. Faszinierend :-D

    Bevor ich zum eigentlichen komme (das muss ich nämlich erstmal wieder finden): Ich mag Sam Winchester auch nicht besonders, habe aber eine Leidenschaft für Game of Thrones entdeckt (eher wegen Sean Bean, nicht wegen den inzestiösen Beziehungen ;-)) und mag auch alle Teile von Star Wars. Die alten mehr als die neuen, aber ich kanns in meinen Augen nachvollziehbar begründen. ;-)

    Sushi finde ich übrigens abartig. Bleibt also mehr für dich ;-)

    Was die Sache mit dem Deutschrap, Faust, der Lindenstraße und anderem angeht.. Ich glaube, heute wird einfach oft angenommen oder für selbstverständlich empfunden, das intelligente Menschen einfach einen besonderen Geschmack haben müssen, was Musik, Filme, Serien, Bücher, Autoren oder sonstwas angeht. Ich finde, man kann durchaus ein intelligenter Mensch sein und Jazz nicht mögen. Oder Goethe scheiße finden. Obwohl einem dann oft gesagt wird, dass man ihn dann einfach nicht versteht.

    Schon wieder total wirr, was ich hier schreibe. Könntest du nur in meinen Kopf gucken und es selbst ordnen. Was wollte ich jetzt? Magst du Star Wars? Ich denke, es ist heute kaum noch möglich, etwas über einen Menschen zu erfahren, ohne gleich etwas damit zu assoziieren. Denke ich zurück an meine erste SciFi-Convention letztes Jahr… Ich hab Kopfschütteln und Gelächter geerntet. Was ich denn bei einem Haufen Nerds mit Glasbausteinbrille, die in der Mitte mit einem Pflaster zusammen gehalten wird und dicken Mädchen, die Poster von androgyn-wirkenden Schauspielern über ihrem Bett hängen haben, wolle.
    Eben die Vorstellung, die viele immer noch von Star Trek-Fans bzw Trekkis haben. Die Realität sieht natürlich ganz anders aus, was viele aber dennoch nicht von ihrer Vorstellung abbringt.

    Ich selbst habe ein Laserschwert und einen kleinen R2D2 zu Hause, folglich gelte ich als Nerd, weil ich ja zusätzlich noch Der Herr der Ringe online spiele. Und Star Wars online! Furchtbar. Andererseits war ich aber schonmal draußen. Habe regelmäßig viel zu viel getrunken, Sex auch schon ohne Gummi gehabt (ja, mit einem echten Menschen) und ich weiß, wie Haschisch schmeckt. Ich zerstöre also bei vielen das Bild, dass sie sich irgendwann mal zurecht gelegt haben. Und wovon sie einfach nicht los wollen.

    Und jetzt habe ich nur noch eine Frage: Habe ich verstanden, worauf du hinaus wolltest? Oder bin ich total am Thema vorbei? Und woher kannst du so gut englisch?

    1. Bin gerade am Netbook, also könnte die Nachricht exterm unvollständig werden. (Falls, dann werde ich später noch den Rest hinzufügen!)

      1. Irgendwie freut mich das gerade. Weiß nicht, ob du das kennst, aber manchmal lese ich Blogs und die Leute haben einen absolut eigenen Stil, und ich hab die ganze Zeit Dinge im Kopf, die ich ihnen sagen möchte, oder Fragen, die gestellt werden wollen, und dann bam. Also ist es immer mal schön, wenn einer dieser Leute einem sagt, dass das, was man schreibt, irgendwas gemacht hat. :) /probably really not making any sense at all

      2. Wieso magst du Sam nicht? J. hat ja irgendwie nicht einen SPN-hate-Knochen in ihrem Körper, weswegen ich zugeben muss, dass ich mich gerade extrem freue, dass es doch noch Individuen gibt, die Sam nicht super finden. *g*

      3. Goethe und ich haben eine seltsame Beziehung. Auf der einen Seite hat meine Deutschlehrerin es geschafft, mich dazu zu bringen, wirklich über Literatur nachzudenken; andererseits waren wir beide nicht sehr von ihm als Person begeistert.. Und ich würde annehmen, dass sie auch von Faust als Charakter nicht sehr viel hält – Obwohl ich sie traurigerweise nie gefragt habe. :C Wenn ich sie irgendwann mal sehe.. (Als ob.)

      4. Star Wars. Heh. Ich hab die Filme geschaut, als ich auf Anti Depressiva war und erinnere mich an.. wenig. Werd dieses Wochenende oder so noch einmal schauen, und dann berichten, was ich denke. Im Endeffekt denke ich, ist Star Wars einfach grundsätzlich ein Fandom-Phänomen, und genau deswegen außerhalb von „mögen“ oder „nicht-mögen“.

      5. Nerds. Da gibt es ein sehr tolles Video von John Green, in dem er sagt:

      Saying ‚I notice you’re a nerd‘ is like saying, ‚Hey, I notice that you’d rather be intelligent than be stupid, that you’d rather be thoughtful than be vapid, that you believe that there are things that matter more than the arrest record of Lindsay Lohan. Why is that?‘ In fact, it seems to me that most contemporary insults are pretty lame. Even ‚lame‘ is kind of lame. Saying ‚You’re lame‘ is like saying ‚You walk with a limp.‘ Yeah, whatever, so does 50 Cent, and he’s done all right for himself.

      und

      …because nerds like us are allowed to be unironically enthusiastic about stuff… Nerds are allowed to love stuff, like jump-up-and-down-in-the-chair-can’t-control-yourself love it. Hank, when people call people nerds, mostly what they’re saying is ‘you like stuff.’ Which is just not a good insult at all. Like, ‘you are too enthusiastic about the miracle of human consciousness’.

      Ich glaube, das spricht für sich.

      6. Englisch.. Heeeh, hast du die Frage etwa auf tumblr gestellt? (Aber wo hab ich denn hier gerade bewiesen, Englisch sprechen zu können?)

      Erzwungernermaßen. Ich wollte ein Buch lesen, und als es dann rauskam, wollte ich nicht noch Monate auf die deutsche Übersetzung warten. Ungefähr zeitgleich haben wir in der Schule Dead Poet’s Society gelesen, was mir extrem geholfen hat, mein Sprachverständnis zu erweitern, und als ich dann meine erste richtig gute und verdiente 1 auf dem Zeugnis in Englisch hatte, war für mich irgendwie der Schalter umgelegt, und ich wusste, ich bin eine „Englisch-Person“. Daraufhin musste ich nicht mehr lernen oder irgendwas machen.. Irgendwie hab ich’s alles verstanden. oô (So lief es bei mir in allen Fächern, in denen ich 1en hatte: Biologie in der Unterstufe, Ethik/Philosophie ab der 9. Klasse, Psycho in der Unterstufe, Deutsch ebenfalls, Mathe wenn es um bestimmte Themen ging..)

      Und natürlich hat es mir ab da Spaß gemacht, Filme und Serien auf Englisch zu schauen, bevor sie in Deutschland ausgestrahlt wurden, oder Bücher zu lesen.. – War wie ein Teufelskreis. Je mehr ich verstanden hab, desto mehr hab ich gemacht, und je mehr ich gemacht hab, desto mehr hab ich verstanden.

      7. Hast du absolut. Hoffe jetzt gerade nur, meine Antwort macht SInn und geht überhaupt ordentlich auf das ein, was du angebracht hast. Zum Nerd-Thema hatte ich einfach mal nicht viel hinzuzugeben, weil ich selten als Nerd bezeichnet wurde.. obwohl ich insgeheim wohl tatsächlich oft einer war. *g*

      Edit: Waah, 5, 7, 8. XD Hab 6. zu 8. gemacht, aber vergessen, dass dann 7. 6. und somit 8. (bzw 6.) 7. wäre. AAARGH. #kann offensichtlich nicht ordentlich zählen #mhe #jetzt korrigiert

  3. Hast du die 6 vergessen? :-D
    Ich fange mal hinten an, wenn das erlaubt ist. Bzw vorhinten. Also bei 7. Wir haben in der Schule nie ein einglisches Buch gelesen, soweit ich mich erinnern kann. Leider. Und heute, da ich niemanden mehr habe, der englisch mit mir spricht (ich hatte einen Freund, aber der ist vor einigen Jahren „untergetaucht“), merke ich, wie ich es mehr und mehr verlerne. Gerade adjektive machen mir zu schaffen. Und die Frage, woher du es so gut kannst, war auf viele deiner Beiträge bezogen, nicht speziell auf diesen. ;-)

    Was diesen Text über Nerds angeht, finde ich das toll beschrieben. Es macht doch keinen Unterschied, ob ich eine Leidenschaft für Final Fantasy habe, oder dafür, aus 39km Höhe auf die Erde zu springen, oder?

    Obwohl es mir nichts bringt, hoffe ich ja ein wenig, dass dir Star Wars gefällt. Warum, weiß ich nicht, weil es ja weder mir, noch dir was bringt. Aber schön wäre es trotzdem :-D

    Machen wir weiter mit Sam Winchester. Habe gerade eben Folge 23 aus der 7. Staffel gesehen. Es ist nicht partout so,als würde es mich gruseln, ihn zu sehen. Ich denke, es liegt an seiner deutschen Synchronstimme, die in meinen Augen einfach zu niemandem passt, der mit voller Wucht Monstern die Köpfe abschlägt. Im Original ist er mir deutlich sympatischer. Da stört mich auch der Haarschnitt weniger. Er erscheint mir schlichtweg zu… Leonardo DiCaprio-isch. Die Synchronstimme hat mich schon bei Star Wars Episode 2 und 3 gestört (die Stimme des Anakin Skywalker). Sam wirkt mir zu wenig wie einer, der die meiste Zeit im Auto oder in billigen Motels schläft. Möglicherweise ist er auch einfach nicht der Typ, den meine in mir tief versteckte Zuneigung zu Männern mag. Ich weiß es nicht so genau :-D

    1. Siehe Edit! ;)

      Der Freund, von dem du vor längerer Zeit mal gesprochen hast? Also der, mit dem du total gut befreundet warst, und dann ist er plötzlich nach Irland oder so, ohne was zu sagen, und du hasst ihn irgendwie, aber du liebst ihn auch, und das weiß er sicher, und das ist doof? (Mein Gedächtnis wird echt immer schlechter. ._.)

      John Green halt. Und naja.. ich nehme an, Final Fantasy ist weniger gefährlich?

      Ich mag es auch immer, wenn Leute etwas mögen, das ich mag. Also.. Muss aber immernoch gucken. ._. Finde die DVDs nicht. Urgh. (Beziehungsweise ich hab die I, II und III gefunden, aber ich will IV, V, und VI zuerst schauen.)

      Ich schaue eh auf Englisch, aber tbh, auch da mag ich ihn nicht. :/ Erst einmal, weil er Züge von mir hat: Obwohl seine Familie ihn unendlich liebt, wünscht er sich nur ein „normales“ Leben. Kein Jäger-sein, kein verkorkster Vater, kein co-abhängiger, älterer Bruder. Er will nur seine Freundin und sein Jurastudium, und einen Hund. Seine besten Momente im Himmel? Haben nichts mit seiner Familie zu tun.

      Gut, bei mir wäre das schon wieder anders, aber diese Undankbarkeit stört mich einfach, und zum Teil eben auch, weil ich sie in mir selbst nicht mag. (Obwohl Sam echt alles topt. Urgh.) – Zusätzlich dazu unterschätzt er Deans Intelligenz, was seltsam ist, weil sie sich ihr Leben lang kennen. Er sollte wissen, dass Dean tatsächlich sogar sehr intelligent, und schlichtweg nur ungebildet, ist. Anstatt Dean zu vertrauen, vögelt er einen Dämon, trinkt Dämonenblut und startet die Apocalypse. Denn, hey, poor Sammy. Boo-hoo.

      In den ersten Staffeln ist seine Frisur einfach nur furchtbar, und er war davor Rory Gilmores Freund, und hat dort seine Ehefrau für Rory betrogen. Blärgh. Dafür kann Sam nichts, aber es blieb bei mir im Kopf stecken. Damit hatte er so oder so echt schlechte Karten.

      Der einzige Grund, wieso ich ihn dann doch noch ab kann, ist, weil der Schauspieler klasse ist. Also in Interviews und so.

      Übrigens meinte J. vor ein paar Tagen zu mir, ich habe sie hier vollkommen falsch dargestellt. Sie hasst schon einige Supernaturalcharaktere (alle mit Brüsten, wenn ich das richtig verstanden habe XD) aber Team Free Will eben nicht. :’D (Wie böse, dass ich sie jetzt wie eine pedantische Stalkerin darstelle, aber es amüsiert mich. Sorry, J.)

      1. Ich liebe deine Kommentare, habe ich das schonmal erwähnt? Ich hab die Gilmore Girls nie aufmerksam gesehen, daher kann ich mich an Jared in der Serie gar nicht erinnern. Hatte es damals nur bei Wikipedia gelesen.
        Die Sache, wie Dean in Sams Augen darsteht, habe ich so gar nicht mehr auf der Rechnung gehabt. Finde aber, das Dean eh viel zu schlecht weg kommt. Bobby bezeichnet Sam in einer Folge mal als den besseren Jäger. Kann ich in keinster Weise nachvollziehen ;-)

        In den Outtakes kommt Sam bzw Jared mir auch viel sympatischer rüber. Vielleicht mag ich ihn IN der Serie nicht so gern aus den selben Gründen, wie du. Ich hab leider nicht so tief oder so weit gedacht. ;-)

        Nur bei der Sache mit Ruby muss ich ihn kurzerhand in Schutz nehmen.. Ich glaube, so mancher Kerl hätte für ne Nacht mir ihr die Apokalypse in Kauf genommen. Obwohl ich niemals Blut trinken würde ;)

        Und so schlecht ist dein Gedächtnis gar nicht. Es ist überraschend, dass du dich überhaupt noch an meinen „Freund“, der abgehauen ist, erinnern kannst. ;-)

        1. Hätte er nur mit ihr geschlafen, würde es für Dean sicher kein so großer Betrug sein. Aber die Tatsache, dass er letzenendes ihr mehr vertraut hat als Dean, ist das (mein) Problem. Dass er Ruby hat ‚bestimmen‘ lassen, und sie ihn so manipuliert hat, bzw er es hat machen lassen, wo doch vor allem in Staffel 3 und 4 tausend Dinge dagegen gesprochen haben.

          Ich sag nicht, dass Dean fehlerfrei ist. Im Gegenteil, er ist ziemlich selbstgerecht, eine kleine Hure, und whatnot. Aber die Art, wie die Writer das Ganze hinstellen, und Sam immer wieder als den letzenendes „Besseren“ (Menschen, Jäger, Freund, Mann) darstellen, der nur irgendwie dazwischen geraten ist -zwischen den Deal seiner Mutter mit Alistair, zwischen Engel und Dämonen- kotzt mich an, weil es Dean doch eigentlich nicht anders ging. Im Gegenteil, Dean musste zusätzlich ständig für seinen Vater gerade stehen, ihn in Schutz nehmen (Erinnerungen im Himmel), oder Sam’s Verhalten bei seinem Vater irgendwie rechtfertigen (Staffel 1/2).

          Er war zum Schluss der, der die Arschkarte hatte: Der, der seinen Bruder töten soll, falls er Alistair nicht töten kann (was sein Dad ihm zuflüstert, bevor er stirbt/sich opfert in Staffel 1 Finale/Staffel 2 Premiere); der, der in der Hölle ist (post-Staffel 3 Finale); der, der nach 50 Jahren anfängt, zu foltern (post Staffel 3 Finale); der, der erneut seinen Bruder töten soll (Staffel 4-5); der, der sich für alles die Schuld gibt. (Staffel 1-8) – Und er kann von niemandem Dinge wie Verständnis oder Absolution akzeptieren, obwohl Bobby (zB in Staffel 3, als er von Dean’s Deal erfährt) und Castiel (Staffel 4 Entry) und Anna und Jo (ahem) alle dazu bereit sind, sie ihm zu geben. Weil er sie zu allererst von Sam braucht, und sich für alles verantwortlich macht.

          Und Sam ist natürlich ne kleine dumme Schlampe, und macht alles kaputt, und purgatory und asdlkjashd. /throwing up feels

          Sorry. Musste mal kurz raus. XD (Vielleicht hab ich auch einfach noch nie sehr sorgfältig über die Charaktere nachgedacht, denn wenn ich so schaue, gibt es viele Dinge, die an Sam auch.. gut sind, und viele an Dean, die schlichtweg als scheiße beschrieben werden können (Mütter zu töten ist z.B. eher schlecht), aber.. hrm. :/)

          Also ist das der Freund? *penetrant auf Monitor starr* (Ja, es gab mal eine Zeit, da hatte ich mir ein semi-funktionales fotografisches Gedächtnis antrainiert. Kann man aber voll vergessen mittlerweile. XD)

          1. Ich bin etwas neidisch auf dein Gedächtnis. ;-)
            Hach,vielleicht steh ich auch so auf Dean, weil er sich die Schuld an allem gibt. Und manchmal mag ich es, dass er, obwohl kein Engel, kein Dämon, kein dämonenbluttrinkender, mit Willenskraft dämonenaustreibender Bruder ist, trotzdem nie aufgibt. Er hat nichts Übernatürliches und wirft sich dennoch immer mitten rein. Großartig!

  4. Ich liebe den Humor in der Serie. Ich bin sonst niemand, der sich Outtakes mehrmals anguckt, aber bei einigen da musste ich so lachen, da hatte ich gar keine andere Wahl. Und ich finde, Jared, Jensen und Misha passen so wahnsinnig gut zusammen. Da hat jemand beim Casting wirklich alles richtig gemacht.

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