#74 Patience brings clarity to muddy water and a muddled mind.

Ich glaube, auf eine gewisse Art bin ich ein Glass voll mit dreckigem Wasser. Und immer, wenn es etwas klarer wird, und ich das Gefühl habe, etwas Durchblick zu haben, laufe ich los, und will der Welt davon erzählen, weil es sich gut anfühlt, sich nicht absolut schlecht zu fühlen.

Dummerweise vergesse ich in den Momenten immer wieder, dass ich ein Glas mit dreckigem Wasser bin, und, dass der Dreck wieder hochsteigt, wenn man daran ruckelt.

Was mich zu der Frage bringt, ob es überhaupt irgendeinen Sinn gibt, zu warten, bis alles klar ist. Nicht, dass ich in irgendeinem Zustand zu etwas in der Lage wäre.. Das ist aber auch eigentlich die Kernaussage. Es ist ziemlich sinnlos, und zwar either way.

Würde man jetzt ein Leben führen, in dem niemand davon abhängig wäre, was man tut, würde das vielleicht sogar befreiend sein.

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Ein Kommentar zu „#74 Patience brings clarity to muddy water and a muddled mind.

  1. „Der härteste Fall ist sicherlich ein geplantes Durchsteigen der sogenannten Todeszone. Dieser Begriff wurde von dem Expeditionsarzt der Schweizer Everest-Expedition 1952 geprägt und bezeichnet den Aufenthalt in Höhen oberhalb von 7.000 Metern. Das ist die ungefähre Grenze, oberhalb der auch ein optimal akklimatisierter Mensch, selbst ohne weitere körperliche Anstrengungen, sich nicht mehr regenerieren kann. Ab 7.000 m Höhe wird in den Lungenbläschen der kritische Sauerstoffpartialdruck von 30 bis 35 mmHg (40 bis 47 hPa) unterschritten. Unterhalb dieses Wertes sinkt die Sauerstoffsättigung des Hämoglobins im arteriellen Blut unter einen tolerablen Wert. Der Körper baut unweigerlich, mehr oder minder schnell, so ab, dass ein dauerhafter Aufenthalt unmöglich ist, da man an der Höhenkrankheit sterben würde.“
    Was die Wikipedia aufs Bergsteigen bezieht, beziehe ich auf mein Leben: Selbst ohne jede Anstrengung bin ich des Todes. Ein tückisches Gift also jenes Glück, das mich glauben macht, unsterblich zu sein. Lebensentscheidungen treffe ich daher grundsätzlich an einem Montagmorgen, wenn das Leben finster ist und kalt und der Arbeitsalltag mir frech ins Gesicht grinst. Da erübrigen sich dann Konsumartikel und Tanzveranstaltungen, da wirken Alltagsfluchten in die Liebe und in Badeurlaube absolut kindisch, da reiße ich mir angewidert meinen Mp3-Player vom Kopf. Allein im vom Schlachtendreck beschmutzten Gewand des Kriegers gefalle ich mir dann noch. Und ich empfinde es als Glück, dass bloß die Beziehungen zu meiner Frau und meinen Eltern mich trennen vor jener grenzenlosen Freiheit, im Lebenskampf fallen zu können:

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