#63 With no colours on our skin.

Ich sollte wirklich aufhören, auf Twitter etc. absichtlich AE zu schreiben, wenn ich mich mit BE viel wohler fühle. Andererseits denke ich immer, „Du liest so viel AE Publications, dass es vielleicht sinnvoller ist, bei der Schreibweise zu bleiben, bevor du alles vermischt.“

In den letzten zwei Wochen sind relativ viele Dinge passiert, von denen viele gar nicht mal so schlecht waren. Erst einmal wurde meine Schwester am Sonnabend eingeschult. Das gesamte Wochenende war wirklich sehr stressig, ich hatte Herzrasen und musste ständig zittern, hab geschwitzt, und bin eine bulimische Phase reingerast. Es war wirklich SEHR viel fressen und kotzen, was mich frustriert.

Zwar habe ich seitdem nicht mehr gebrochen, aber davor war der Zeitraum sehr groß, und ich war eigentlich stolz darauf. Wenn man dann wieder mal gebrochen hat, denkt man (ich) sich.. „Hey, wieso nicht noch mal? Jetzt ist es doch auch rille.“ Andererseits hat es mir auch gezeigt, dass ich bei hohen Mengen Stress tatsächlich wieder in alte Verhaltensmuster falle, was doch sehr ernüchternd ist, finde ich.

Überlege jetzt schon länger, wirklich aktiver zu werden, weil ich mir so ungesund vorkomme. Vielleicht werd ich mich mal wieder auf den Crosstrainer schmeißen. Also wirklich alle 2-3 Tage für wenigstens eine halbe Stunde. (Zu meiner Verteidigung, ich stelle den Widerstand sehr hoch.. Nach mehr als einer halben Stunde wird mir einfach zu langweilig, also stelle ich meist den Widerstand so hoch, dass ich nach ner halben Stunde sowieso vom Crosstrainer halb runterfalle.)

Rauchen versuche ich dementsprechend ebenfalls, einzuschränken. Trinke ja morgens wieder Kaffee, um wachzuwerden (da ich Schwester-zur-Schule-bring-Dienst habe) und merke, dass das nicht unbedingt ‚gesund‘ ist, also muss ich irgendwo ausgleichen..  Andererseits, morgens hab ich jetzt immer meine 20 Minuten frische Luft, und nachmittags ebenfalls. Reicht das als Ausgleich? :’D

Die Therapie mit Frau K. dauert jetzt höchstwahrscheinlich noch 40 Wochen, also 20 Mal 50 Minuten, was ich persönlich gut finde. Mit Fahrschule bin ich immernoch nicht weiter, weil ich einfach nicht dazu komme, mich damit auseinanderzusetzen. Es ist nicht nur so, dass ich unmotiviert bin, sondern, dass wirklich NICHTS ankommt. Habe Mami schon mehrmals gefragt, ob sie mir hilft, aber meistens kommt dann entweder bei ihr oder mir was dazwischen, und außerdem ist es bei ihren Augen auch nicht unbedingt leicht, eine Stunde auf den Computerbildschirm oder ins Buch zu starren. – Eventuell werde ich nächste Woche Montag, mal für eine Stunde zur Fahrschule, und mir dort die Bögen vornehmen? Brauche irgendeinen machbaren Plan. Jeden Tag eine halbe Stunde, bis ich alle Fragen durchhatte? Sind ja nur ein paar tausend, richtig? D:

Was mich auch zu nächster Woche bringt. Habe J. vorhin eine Nachricht per tumblr gesendet, ob sie denn Lust hätte, sich Dienstag vor ihrer Therapie mit mir zu treffen. Ich hab ja ab ca. 7.45 Zeit, was beduetet, dass ich kurz vor 8. in der Stadt wäre, und, wenn ich mich richtig erinnere, hat sie den 9Uhr Therapietermin, dh. dazwischen hätte man sich ja ggf. treffen können. – Donnerstag sieht es so ähnlich mit R. und mir aus. Sie hat ab um 10 Arbeit, und davor wäre dann mal Zeit. Da sie beim Arzt bis abends arbeitet und danach noch für meistens zwei Stunden ins Fitnessstudio rennt, bleiben ansonsten wenig Möglichkeiten, sie zu treffen, ohne in irgendeiner Kneipe zu sitzen, und Idioten bei penetranten Flirtversuchen zuzusehen. :x

Weiß nicht genau, ob diese Pläne alle klappen, aber ich habe das Gefühl, als hätte ich nicht mehr viel Zeit, um etwas an meinem Lebensstil zu ändern. Dadurch, dass ich mich jetzt täglich aus dem Bett quälen muss, regelmäßig Haare waschen, und schminken, bin ich ja sowieso schon fertig, und um ehrlich zu sein, fühle ich mich einfach aus glücklichen Umständen etwas energiegeladener. – Soll heißen, ich denke nicht, dass das jetzt irgendetwas damit zutun hat, dass ich mich dazu „überwunden“ habe, und es doch so einfach ist. „Man muss es nur wollen“ können Sie sich bitte in den Arsch stecken.

Was noch? Genau. Deutsch. Gibt es gute deutsche Blogs oder Vlogs? Ich verliere immer mehr den Bezug zu meiner eigenen Muttersprache, und fast jedes zweite Wort, das ich ausspreche, ist „dings“, was einfach nur traurig ist. Wann hab ich eigentlich auf dem Blog hier zuletzt mal ein großes Wort benutzt? (Nicht, dass es schlimm wäre, keine großen Worte zu benutzen. Ich finde es eigentlich schön, wenn gebildete Menschen sich so ausdrücken können, dass sie auch ein Durchschnittsbürger versteht. Ich finde es aber doppelt so traurig, wenn relativ intelligente Menschen nicht mehr miteinander sprechen können, weil ein Gesprächsteilnehmer drei Stunden braucht, um zu umschreiben, wofür es bereits ein Wort gibt.)  Joa.. Da ich von Synchronisationen und deutschen Übersetzungen englischer Bücher nicht überzeugt bin, kann ich da wenig lesen oder schauen. Außerdem tut es weh, wenn selbst bei der dt. Synchronisation von Doctor Who gefragt wird „Aus was?“ statt „Woraus?“. Will ich mir das angewöhnen? No, sir, I’d rather not. Also deutsche Inhalte, die schon immer deutsch gewesen sind. Empfehlungen?

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

8 Gedanken zu „#63 With no colours on our skin.“

  1. Gerne würde ich Dir jetzt von meinen guten Erfahrungen mit dem Laufen vorschwärmen, vom „Runners High“. Zu meiner Zeit gab es da einen Boxerfilm, „Rocky“, wo ein Losertyp aus den Slums im Ring gewaltig einstecken muss, aber sich weigert, zu Boden zu gehen. „Going the Distance“ der Song dazu. Mit dieser Melodie im Ohr riss ich Kilometer um Kilometer ab, und fühlte mich einfach gut!
    Was Deinen Lebensstil betrifft, so glaube ich, dass unsere Gesellschaft noch lange um Dich kämpfen wird. Selbst mit 25 würden Dich wohl bei Bedarf mehrere Helfer zur Schule eskortieren.
    Wobei denen ihr Tagewerk vielleicht bedeutend leichter fällt, würdest Du Dich spontan mal in deren Worte „verlieben“, nicht bloß in die von Song- oder (Dreh-)Buchschreibern, welche sich um Dich persönlich einen Scheiß bemühen.
    Ein Tumblr, mit dem Du Frau K. verehrst.

    1. „Wobei denen ihr Tagewerk vielleicht bedeutend leichter fällt, würdest Du Dich spontan mal in deren Worte “verlieben”, nicht bloß in die von Song- oder (Dreh-)Buchschreibern, welche sich um Dich persönlich einen Scheiß bemühen.
      Ein Tumblr, mit dem Du Frau K. verehrst.“

      Einerseits wahr, andererseits nicht, imo. „It’s all about fast cars, and less about mothers.“ Trotzdem hab ich keinen tumblog, mit dem ich Screenwriter verehre.

    2. Wann bist du gelaufen? Irgendwie HASSE ich laufen. Fahrrad fahren geht noch, Schwimmen würde ich sicher auch ein Weilchen schaffen, aber einfach nur laufen.. >_< Geht gar nicht. Schlechtes Beispiel, aber ich kann z.B. auch nur selten ohne Musik oder Buch rauchen gehen, weil mir ironischerweise das Ganze wie verschwendete Zeit vorkommt, bzw. mir sofort langweilig werden könnte. Beim Rauchen sind es nun nur 3-5 Minuten, aber die halbe Stunde auf dem Crosstrainer ist mittlerweile keine Frage der Ausdauer, sondern der Dinge, die ich stattdessen in dem Moment gerade tun könnte. Brauch irgendeine Lösung dafür.. Vielleicht sollte ich mir mal so ein Hometrainer-Fahrrad-Teil zulegen, und dann dasitzen und dabei lesen.. Da wippt man ja wenigstens nicht so mega, wenn ich mich richtig erinnere.. (Allerdings bräuchte man für diese Investition sicher Geld und den Glauben, dass das lohnend ist..)

      Oy.

      1. Bis 2007 lief ich nach Feierabend regelmäßig die Strandpromenade entlang hinauf zum Steilufer. Dann empfand ich mich allerdings mehr und mehr als zu alt, mich so zum „Rocky“ zu träumen, der am Vorabend eines großen Titelkampfes steht. Denn im Grunde sportete ich mit meinem iPod wie andere sich dem Rausch wilder Disconächte hingeben.
        Hingegen Du noch alles Recht der Welt hast auf große Träume. Fang mit Walking an, vergiss Deinen MP3-Player nicht, und Du wirst bald reichlich belohnt werden mit Glücksgefühlen und herrlichen Körperphantasien.

  2. Der Abschnitt, in dem du erzählst, dass du dich mit Freundinnen/Freunden treffen willst, der hat mich irgendwie gefreut, traurig gemacht und begeistert zur selben Zeit. Das ist etwas, was ich zur Zeit einfach nicht schaffe. Es gibt 3 Freunde, die ich gern sehen würde, die alle leider einige Kilometer weg wohnen. Und ich weiß genau, ich würde heulend zusammen brechen, würde ich sie sehen. Und das ist etwas, wovor ich gleichzeitig Angst habe und es mir wünsche.

    Und entschuldige bitte, wenn es anders von dir gemeint war, aber die Vorstellung, wie du halb vom Crosstrainer fällst, weil du den Widerstand aus Langeweile so hoch stellst, hat mich schmunzeln lassen. Ganz doll sogar ;-)

    1. Dass man aus finanziellen, zeitlichen, oder Gründen wie der Tatsache, dass man zu weit entfernt voneinander wohnt, Freunde nicht sehen kann, ist irgendwie wirklich mies. Mir geht das so mit den vielen Buchmenschen. In letzter Zeit hab ich wenig Kontakt zu ihnen, und weiß, dass es anders wäre, würde man näher beieinander leben. :/

      Es sei dir erlaubt, mich auszulachen. ;) (Und nicht direkt Langeweile. Nur.. ich laufe nie mehr als 30 min, also muss ich hochstellen..)

      1. Ich lache an, nicht aus :-p
        Und stimmt, ja, es wäre schöner, wenn sie näher bei einander wohnen würden. Ich meine, ich war nie der, der jeden Tag wen um sich haben muss. Aber es wäre schön, wenn da jemand wäre, zu dem man „mal eben auf nen Kaffee“ gehen könnte.

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