#60 What We Are In The Dark

Diese Phasen, in denen man schneller spricht, als man denkt, obwohl man schon schneller denkt, als üblicherweise. Und dann auf einmal, whush, weg. Und dann wieder da. Und die Art und Weise, wie ich hier schreibe bringt vielleicht rüber, wie seltsam diese Episoden sind.. Aber vermutlich nicht.

Schreibe gerade eine wundersüße Story, weil ich gelangweilt bin, und mich ja davon abhalten muss, etwas produktives zu machen, wie zB. Lernen. Obwohl ich sagen muss, dass es eher unzufriedenstellend ist, etwas zu lernen, und nichts gelernt zu haben, weil der Kopf nicht mitmachen will. :x

Stattdessen male ich also sowas:

Und schreibe sowas:

When I was younger my dad used to tell me that people were more than just one decision, one friend, one experience. But back then I was about twelve years old and appreciated his sudden zen-moments as much as I had appreciated one of my childhood friends moving out of town.

Und speichere Zitate wie dieses:

Perhaps a sin that humbles you is better than a good deed that makes you arrogant.

– Sheikh Hamza Yusuf

Und mache sowas:

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

9 Gedanken zu „#60 What We Are In The Dark“

  1. Verblüffend, gerade lese ich: „Wer bin ich ohne Dich?“ von Ursula Nuber. „Frauen haben eine viel höhere Beziehungsbedürftigkeit als Männer. Sie definieren sich und ihr Wohlbefinden über ihre Beziehungen zu anderen. Und genau dieses Gefühl der Abhängigkeit kann zur Depression führen.“
    Frau Nuber ist stellvertretende Chefredakteurin der „Psychologie Heute“, einem Magazin, das ich in den 1990ern begeistert gelesen habe.
    Dem Chefredakteur, Heiko Ernst, hingegen treiben offenbar meine Sorgen um. Er schreibt Bücher über das „generative Leben“, über das „Weitergeben-Weiterleben: was man von mir erzählen wird“.
    „Lieber ein Leben mit Dir, als eine Ewigkeit ohne Dich“, tönt es im HERRN DER RINGE.
    Frauen begeistern sich für das Leben und verzweifeln mitunter an ihm, während Männer sich um die Ewigkeit des ZEN bemühen.
    Schöne Zeichnung übrigens. Du hast doch wirklich Talent! Würde gerne in Deinen Körper und in Dein Leben schlüpfen, was ich daraus machen könnte.

    1. Heh. Bei der Szene hatte ich sogar den Hintergedanken, den Unterschied zwischen ihren Eltern darzustellen: Ihr Vater ist weitsichtiger, aber vergisst deswegen auch, dass ein 12 jähriges Mädchen vielleicht mit etwas weniger Kryptischem mehr hätte anfangen können. Eigentlich redet er nur, um zu reden, und sein Ego zu streicheln, irgendwelche Weisheiten mit der Welt zu teilen, und sich dann einzureden, er habe seinen Beitrag geleistet. Ihre Mutter ist durch ihren Beruf chronisch abwesend, und weiß deswegen gar nicht, was sie sagen sollte, wenn sie die Zeit hätte, ein ordentliches Gespräch zu führen, weswegen alles auf einer sehr oberflächlichen Ebene bleibt: Mit wem warst du heute unterwegs, wie war die Schule, irgendeinen süßen Typen getroffen? Ist zwar eher irrelevant gewesen, aber irgendwie wollte ich es versteckt trotzdem drin haben.. *kopfkratz*

      Ist immer leicht, als Außenstehender zu sehen, was man mit dem Leben anderer Personen machen könnte, weil man nicht die Ängste und Gedanken mit einbezieht. Wärst du in meinem Körper und Leben, wärst du dann, was die Persönlichkeit betrifft, immernoch du? Denn dann würdest du sicher einiges daraus machen können, nehme ich an, aber so gesehen kann ich nicht mehr aus meinem Leben machen, als ich mache.. Sozusagen. Und gleichzeitig doch nicht. Mhe.

      1. Mittlerweile muss ich mich wohl geschlagen geben, an den Gedanken und Gefühlen anderer Menschen mit keinem Wort rütteln zu können. Allerdings frage ich mich, was Du in dieser Beziehung von Deinen Eltern erwartest? Wahrscheinlich ist der größte Dienst noch das füreinander „da“ sein und Zuhören können. Hätte Dein Vater bloß schweigend genickt, hättest Du vielleicht solch ein Verständnis in ihn hineinprojizieren können, dass er Dein Held gewesen wäre. „Dein Schweigen ist Beredsamkeit geworden, während jene, die noch sprechen können, stumm bleiben“, schreibt Edouard Leve in „Selbstmord“ über seinen toten Freund.

        1. Mein Vater war, als ich 12 war, gar nicht mehr da. o.ô Die Geschichte ist keine Autobiografie. Das Mädchen in der Geschichte realisiert einen Paragraph später, dass das, was er gesagt hat, sogar sehr relevant gewesen ist. Der Punkt war aber, zu zeigen, dass sie mit 12 nichts Anderes war als 12.

  2. Erinnere ich mich richtig, hattest Du irgendwann Sorge, an Deiner Kotze zu ersticken. Und da war es Dir dann wichtig, möglichst rasiert aufgefunden zu werden.
    Gegen Deine Körperbilder bin ich wohl ein Kind, das mit Wachsstiften Strichmännchen malt.
    Mit meinen 42 Jahren halte ich mich schlicht für so vollendet, mein Ich im World Wide Web auflösen zu wollen. Wie den Klumpen Salz, den ein Schüler auf Geheiß seines Meisters in den See wirft: Wo ist der Salzklumpen? Weg. Trink einen Schluck vom See, wie schmeckt das Wasser? Salzig.
    Und seit „44 Grad“ bin ich beinahe besessen davon, nicht allein das Innere des Menschen, der ist, was er hinterlässt, weit hinaus ins Leben zu werfen.
    Als besenrein gekehrte Knochenhöhle möchte ich von dieser Welt scheiden.
    Hingegen Du Dich vielleicht eher danach sehnst, von anderen erfüllt zu werden. Wären hier mehr Leser, von denen Du Dir VORSTELLEN könntest, sie zu treffen, Du würdest Dir den 100. Eintrag bestimmt nicht als Schlusspunkt setzen. Bei Noelle etwa schienst Du mir Feuer und Flamme. Und Dein zweiter Vater durfte vor einiger Zeit geradezu das Falsche sagen, wenn er dafür bloß „da“ wäre.
    Würden Deine Buddys bei den Büchbloggern allesamt plötzlich Arztromane lesen, Du wärest vielleicht voll mit dabei. Weil selbst dort Rudel wohl mehr zählen als Inhalte. Gott, wie habe ich das Gemenschele im Schachverein gehasst!
    Gerne würde ich Dir Deine Begeisterung für reinste Worte glauben. Aber ich vermute, Du schießt jedes einzelne davon in den Wind für das, was wir Fleischfresser so „Liebe“ nennen.

    1. Den Blog les ich doch, seit es ihn gibt, dementsprechend ist das Buch auf meiner Wunschliste. ;) Werd mal einen Buchblogger-Freund fragen, ob es das auch als RE gibt, und ob ichs mir ausleihen kann.. Wenn nicht, muss ich mich wieder prostituieren, um Kohle zu kriegen.. Alas, such is life. Antwort auf den anderen Kommentar folgt, sobald ich wieder ordentlich PC und Internet habe. Also für lange Antworten.

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