#53 Be careful, it’s only skin.

Es gibt, traurigerweise total wenig Bilder auf meiner Festplatte. Das hat man davon, wenn man Angst vor Fotos hat. Man macht selten welche. Hab aber trotzdem ein paar Sachen gefunden, und da mir ja unterstellt wurde, eine Festplatte aus Gold zu besitzen, hier mal ein Gegenbeweis. ;D Texte muss ich immernoch durchstöbern, denn ich nehme an, niemand will lesen, wie ich Stephenie Meyer mit einer Geschichte über homosexuelle Werbären gedisst habe? (Diese Geschichte war nur in einem ICQ Gespräch in Planung. Ich kann kein M/M schreiben. Ich kann generell nicht schreiben..)

Deswegen hier also Bilder von Klassenfahrten (einmal mit M., einer Vietnamesin, einmal mit Dora und einigen Typen im Hintergrund..), Public Viewings, Grillabenden, Chemie-Heftern, der Aussicht aus meinem früheren Zimmer, dem Baum auf meinem Schulhof, unter dem ich geraucht habe, einem Berliner Haus, auf dessen Tür „Twin“ stand, einer hagligen Straße, ICQ Screenshots, Geburtstags-Benjamin-Blümchens, mir in blond (vorm Rotfärben), mir in brünett, mir in rot (obwohl es einen extremen Pinkstich hat.. Es war aber rot), japanischen Austauschstudentinnen, die aus Eimern saufen, betrunkenen Patricias die auf dem Boden rumsitzen, pink aussehen und A.s antatschen, dummen Infotafeln zum Thema „Erbsen“, und Skizzen. :D Oh und Mega Shoot meiner Augen, nach Abschminken und Kontaktlinsen rausnehmen. Was weiß ich, was ich mir dabei gedacht habe. o.o

Hiermit präsentiere ich,

Fifty Shades of Fail

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6 Kommentare zu „#53 Be careful, it’s only skin.

  1. Die Bilder Deines Lebens machen mich einmal mehr ratlos, warum Menschen lieber ausgedachte Romane lesen statt etwa Dein Weblog. Mich faszinierst Du jedenfalls wesentlich mehr als Bella Swan. Wir können also gerne mit Deinen Kindheitserinnerungen beginnen. Im Ernst. Obwohl Du mich wahrscheinlich für verrückt hältst, mich für Deinen Alltag mehr zu begeistern als für 2.000 Seiten vom „Herrn der Ringe“. Mir jedenfalls ist eine vielleicht langweilige Wahrheit bedeutend lieber als eine spannende Lüge. Ich will das, was ist. Und wenn sich jemand mehr für seine Haare interessiert als für den Weltfrieden, ist das eben so. Dann interessiert mich eben, welche Vorstellungen dieser Mensch mit seinen Haaren verbindet, dass sie ihm derart wichtig sind. Die Bilder hinter den Bildern. Fernreisen in den Dschungel interessieren mich nicht. Für mich sind Menschen das größte Abenteuer dieser Welt.

    1. Hm, ich bin auch eher für Bücher als Weblogs. Ich denke, es ist einfacher, mitzufühlen etc, wenn es fiktiv ist, aber darüber hab ich ja schon einmal geschrieben.

      Kindheitserinnerungen. Haha. Mach mal ne Liste mit Dingen, die da bitte interessant sein sollen, und ich schreib einen Post darüber. ;D Obwohl dafür ja eigentlich tumblr gedacht war.. Hach, egal.

      Meine Haare sind relevant. Nein.. Meine Haare sind wie ein Stimmungsring. Obwohl, bisher waren sie immer entweder rot oder rötlich oder braun..

      1. Jede beliebige Kindheitserinnerung von Dir ist für mich interessanter als die Beschreibung einer Zwergenarmee, die einen Elfentempel stürmt. Natürlich ist Bella Swan als Projektionsfläche besser geeignet als jede tatsächliche Freundin, die uns beim Träumen stört. Bei Instagram habe ich mittlerweile über 300 Follower bloß durch das Zeigen von Strandfotos, Tendenz steigend, während ich im Facebook nach besonders heftigen Posts schauen muss, dass mich nicht wieder einer von den ohnehin wenigen entfolgt.
        Dieses Desinteresse an dem, was sich hinter den Kulissen eines Menschen verbirgt, verwirrt mich außerordentlich im Zusammenhang mit der Art, wie die Leute regelmäßig auf die Kacke hauen, was Freundschaft und Liebe betrifft.
        Danke jedenfalls, dass Du Dir die Mühe gemacht hast Fotos von Dir hochzuladen. Solche Augenblicke der Wahrheit tun mir gut.

    1. Oooh.. Das ist ja ewig her. Erm.. *grübel* Genau, da haben wir noch woanders gewohnt, das heißt ich muss da in der neunten Klasse oder so gewesen sein, glaube ich. Aber ich glaub, da war nichts Interessantes. Hatte nur versucht, wieder zu meiner Naturhaarfarbe zu kommen, und hab deswegen meine Haarfarbe überfärbt mit einem komischen Kirschschwarzbraun, das zum Schluss aussah wie irgendeine Kohlsorte. Da ich meine Haarfarbengeschichte schon immer festgehalten habe, wurde also auch das fotografiert. Oh.. Und im Hintergrund stand (auf dem anderen Bild) ein leerer Teller. Ich glaube, da waren Nudeln drauf. Aber als ich überlegt habe, was ich eher teilen sollte: Geschirr oder kaputte Kleidung? hat kaputte Kleidung gewonnen, denn ich kann ja so tun, als wär es mit Absicht.. Irgendwie eine ziemlich enttäuschende Antwort, oder? Haha.

      (Übrigens, chSchlesinger! Fast-Kindheitsgeschichte! :D

      Nachdem ein Junge, den ich übrigens mochte, dieses Bild gesehen hat, war er überzeugt, dass ich super mit dieser „Frisur“ aussehen würde, und sogar noch besser morgens nach dem Aufstehen. In seinem Bett. Funny story, denn einige Wochen später bin ich tatsächlich in seinem Bett gelandet. Aber fear not, es war alles sehr unschuldig. Er, einer unserer gemeinsamen Kumpel und ich lagen da alle zusammen, and nothing happened but a discussion about Harry Potter and the Red Hot Chili Peppers.

      Die Reaktion seines Vaters, der mir, als ich aus dem Schlafzimmer rauskroch, und nach Kaffee bettelte, welchen gemacht hat, lässt mich allerdings glauben, dass ich nicht ganz so bezaubernd aussah, wie P. (der Typ) das sich erhofft hatte. – Vielleicht, weil ich verkatert war, vielleicht, weil ich nicht schlafen konnte (da fremdes Bett, da fremde Menschen, da fremde, männliche Menschen) oder vielleicht, weil ich morgens tatsächlich einfach scheiße aussehe.

      Trotzdem habe ich gerade realisiert, dass ich tatsächlich mal Real Life und Freunde hatte, auch, wenn die mich alle nur flachlegen wollten. Was mich daran stört ist, dass ich.. das mochte? Also.. dass es mich nie gestört hat, und ich es klasse fand, dass es Kerle gab, und bla. Scheinbar war ich mal eines von DEN Mädels?! Goooott..)

      1. Das ist natürlich der Vorteil von Bella Swan, dass der Leser so sehr in ihrem Kopf ist, dass spontan tiefes Vertrauen entsteht. Hingegen wir Menschen gegenüber meist unsicher bleiben, ob sie tatsächlich so oder so empfunden haben. Sollte ich je Vater einer Tochter werden, wäre ich natürlich sehr interessiert an möglichst authentischen Plänen vom Glück, ob meiner Tochter später tatsächlich ein paar Typen und etwas Musik genügen? Dann könnte ich bedenkenlos Vater werden, denn davon ist genug für alle da. Blöde bloß, wenn alle mit einer Situation unglücklich sind, sich aber das Blaue vom Himmel vorlügen und so kommende Generationen in die Falle locken. Aber da spricht jetzt der abgestumpfte 42-jährige. Mit 14 hätte ich wohl tatsächlich nicht mehr von der Welt verlangt als Dich und ein Bett. In höchster Sorge allerdings, unbeabsichtigt zum Samenerguss zu kommen, und dann auch noch in heller Jeans. Ein Schreckensbild aus der BRAVO, das mir in Erinnerung geblieben ist. Die Jungs waren also glücklich, wirklich glücklich, das will ich gerne glauben. Aber Du? Ist das Glück, begehrt zu werden, wirklich so erfüllend, oder war wieder alles eine Frage des Alkohols? Mit einer Wodkaflasche wollte ich meiner Tochter eigentlich nicht kommen, wenn sie nach dem Glück fragt.

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