#29 I fought the war, but the war won.

Achtung, hier geht es um Mädchenprobleme. Überspringen, falls du dachtest, ich hätte sowas nicht.

Heute war ja Fahrschule. Hab gestern/vorhin ja bereits erwähnt, dass ich zwei Mal pro Woche (Di & Do) abends ungefähr 400 m gehen muss. Find ich um ehrlich zu sein genial. Es ist abends, es ist nur ein paar Schritte entfernt und die zwei Fahrschullehrer, die ich bisher kennengelernt habe, sind ziemlich gut drauf.

Wirklich einen Plan, was ich da jetzt machen soll, außer rumsitzen, hab ich aber nicht. Bisher hab ich nur gelernt, dass man niemanden über die Straße lassen muss, wenn man in den Kreisverkehr hineinfährt, aber eben wohl, wenn es raus geht. Oh und dass es okay ist, Dingsbumslicht in der Stadt anzuhaben.. Hmmm.

Ich lese gerade Hoshi Wa Utau von Natsuki Takaya und könnte heulen, die ganze Zeit, obwohl die Geschichte nicht mal so toll ist wie Furuba. Aber es gab ein paar Szenen.. Die Protagonistin wohnt bei ihrem Cousin und der ist wohl schwerdepressiv.. Hab mich mal wieder in jemanden verliebt.. Er ist so toll. Argh! ;_;

Okay, das wars mit Tagebuch und Teenager-sein. Jetzt mal zu einem anderen Thema..

Die meisten Blogger, die über bestimmte Themen schreiben, bevorzugen es ja scheinbar, relativ anonym zu bleiben. Mir geht es ähnlich, aber da ich ja von Klippen springen soll und mich Ängsten stellen, fang ich klein an, ja? Danke. ;)

Ist hier denn überhaupt jemand daran interessiert, zu wissen, wie ich aussehe? Nein. Gut, aber so sah ich vor ein paar Jahren aus:

Jetzt bin ich generell hässlicher. Meine Haare liegen dümmer, meine Augenringe sind tiefer, ich hab mittlerweile aber auch schon eine Nase bekommen (yay!) und bin so überwässert, dass mein Gesicht dreimal so groß ist wie davor. Hat beinahe etwas komödiantisches. (Was sich nicht verändert hat: Mein Hautton ist so doof wie immer, und nach dem Aufstehen sehe ich sowieso immer besser aus, als wenn ich mich fertig mache. LOOK AT THAT FUCKING HAIR. Das war direkt nach dem Aufstehen. (C. hatte damals ein Aufsteh-Foto gemacht, also musste ich auch. XD))

Was ich sagen wollte..

Beim Malen sind mir seltsame Dinge aufgefallen und irgendwie fand ich das.. unterhaltsam. Keine Ironie, ich fand es wirklich lustig, weil ich nicht daran gedacht hab, dass das da ICH bin. Sollte ich also auf meine Liste angenehmer Aktivitäten schreiben: Fotos abzeichnen oder abpausen. (Das da oben war ne Mischung.. Hab die Umrisse größtenteils abgepaust und dann .. gab es gar nichts mehr zutun. Haha. ;))

Dinge wie.. wow, da ist ja eine Narbe, oder.. hey, rechts liegt das Haar generell dümmer, oder.. fuck, wer hat die Haare durchgestuft? Und das waren alles Imperfektionen, aber sie haben mich aus irgendeinem Grund mal nicht gestört; eben, weil ich nicht nachgedacht habe und zu beschäftigt war, um zu realisieren, dass das da mal ich war. Was mich denken lässt, dass ich vielleicht gar nicht so schrecklich aussehe? Nein.. dass.. dieses Sprichwort, dass man sich selbst am Schlimmsten kritisert.. Klar, man denkt immer, man versteht es, und meistens tut man das, aber es gibt Momente, in denen man bestimmte Sprichwörter noch mehr versteht.

Das war so einer.

So,  und nach dem ich diesen Post veröffentlicht habe, werden vermutlich alle entfollowen.

Bin mir noch nicht sicher, warum. Entweder „Gott, ist die hässlich!“ oder „Gott, was ist das denn für ein Unsinn?? Hast du mal nichts Wichtigeres und weniger naives und kindisches zu sagen??“. *shrug*

Dann folgt mir halt niemand mehr, ich blog trotzdem. (Alter. Das war grad mal ernsthaft ein Fortschritt! *tutututut* Wer holt die Tröten raus? Oh.. stimmt ja.. keine Follower mehr.. Oh.)

Würde ja jetzt gerne irgendwie alles wieder gut machen und was Tolles sagen, aber.. hey, at least I didn’t post a nude.

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

8 Gedanken zu „#29 I fought the war, but the war won.“

  1. Hatten wir das nicht auch schon mal irgendwo? Ob man bei Internet“bekanntschaften“ ein Gesicht dazu denkt? Ich für meinen Teil finds gut, da mal ein Gesicht dazu zu haben. Natürlich lag ich mit meiner Vorstellung wieder total daneben :-D

    Danke übrigens für den Hinweis mit dem Kreisverkehrt, wusste ich nicht mehr. Und ich glaube, du meinst Abblendlicht, mit dem man durch die Stadt fahren kann. Oder?

    1. Ich bin mir sicher, auch jetzt ist deine Vorstellung von mir total verkehrt, weil ich so schön viel ausgelassen hab auf dem Foto und es eben wirklich lang her ist. *sich im Spiegel anguck* *gleich runter ins Waschbecken kotz* (Praktisch!)

      Aaaber mit 15/16/17 sah ich so aus. Ich glaub, 15.. Ja, müsste 15 gewesen sein.

      Kann sein, dass es auch genau andersrum war, das Kreisverkehrdings. :’D Jap, das mein ich. Glaub ich.. ;D

  2. # 28: Okay. Klugerweise knüpfe ich an beinahe jeden Kommentar ja auch eine Verwertungskette, schneide das Teil aus und pinne es ins Facebook, lege manches meinem Menschen, der ist, was er hinterlässt in den Mund… Meine Worte fallen also meist nicht völlig sinnlos zu Boden.
    Den Führerschein wollte während meiner Schulzeit auch jeder haben. Selbst interessierte ich mich nie dafür: Was nützt mir der schönste Roadmovie, wenn ich am Ende eh wieder zurück muss in die Hochhausbutze? Diese Illusion von Unabhängigkeit, mit der Autos beworben werden, brauche ich mir nicht geben. So lange ich keine Mittel habe, mein Leben grundsätzlich zu ändern, zu bleiben, wohin die Country Roads mich führen, bleibe ich lieber vor Ort und ertrage die Umstände, wie sie sind, statt mich bei Tempo 200 und Musik und Sonnenaufgang zu verlieren in feuchten Träumen von Freiheit.
    Kennst Du die „Sims“? Spiele ich gerade in echt. „Instagram“ heißt das Teil. Eine Community, wo das menschliche Miteinander reduziert ist auf das Wesentliche. Statt anderen die Höflichkeit abzuverlangen, sich insgeheim tausend Worte lang über mein Pfingstfest am Strand zu langweilen, lässt man dort schlicht ein Bild für sich sprechen. Und niemand muss mehr groß Komplimente heucheln auf meine Allerweltserlebnisse. Stattdessen antwortet man – klick, klick, klick – wie die Sims mit einem Schwall von Herzchen. Wer viele Herzchen klickt, bekommt viele, hat am Ende viele „Anhänger“. Freundschaft im Zeitraffer.
    Obendrein gibt meine mangelhafte Beherrschung der englischen Sprache mir dort einen echten „Haustierbonus“: Drollig dreinschauen und mal lustig Laut geben, schon hatte ich auf Instagram binnen Tagen mehr Anhänger, als „in echt“ auf Twitter in Jahren. „You are so cute!“ lachte ein Mädel aus Louisiana.
    Schal fühlt Instagram sich dennoch an. Bekomme ich die Komplimente, weil meine Bilder Herzchen wert sind, oder schallt es nur so freundlich aus dem Wald heraus, wie ich hineingerufen habe?
    Schon oft reizte mich das Experiment, wie meine abartige und widerwärtige Gedankenwelt eigentlich mit Titten ankommt? Erst neulich fielen mir 700 Fotos in die Hände, die jemand über Jahre von seiner Freundin machte: Urlaub, Familienfeier, Portrait, Akt, Sex… Ohne Skrupel könnte ich also mein Jenseits von Gut und Böse bilderreich bloggen als ein Mädel, ob ich so vielleicht ganz andere Aufnahme erfahre?
    Dafür, dass auf „Instagram“ unter dem Stichwort „Me“ die bezaubernden Selbstportraits von rund 2.000.000 Mädels über den Bildschirm rauschen, sollte eigentlich niemand sich sonderlich wegen seines Äußeren zieren. Portraits mit dem Hinterkopf zur Geburtstagstorte irritieren mich besonders in einem Umfeld, in dem gerade weniger blühende Schönheiten wie Nalini Singh große Bewunderung erfahren.
    Ich würde hier auch lesen, wenn es die Worte des ollen „Steppenwolfs“ Harry Haller wären, den nackt zu sehen mich nun überhaupt nicht reizen würde. Dass regelmäßig Mädels so offen über ihre Empfindungen bloggen, ist dabei nicht meine Schuld.
    Ich weiß nicht, als wie schal es ein Mädel empfindet, Follower vielleicht nur wegen ihres Bildes zu haben, Verständnis vielleicht nur wegen ihrer Oberweite zu finden. Wäre mir auch an jenen Jahrzehnten gelegen, in denen niemand mehr auf die Idee kommt, ein Bild von sich zu bloggen, würde ich wohl von Anfang an darauf verzichten.

    1. „Den Führerschein wollte während meiner Schulzeit auch jeder haben. Selbst interessierte ich mich nie dafür: Was nützt mir der schönste Roadmovie, wenn ich am Ende eh wieder zurück muss in die Hochhausbutze? Diese Illusion von Unabhängigkeit, mit der Autos beworben werden, brauche ich mir nicht geben. So lange ich keine Mittel habe, mein Leben grundsätzlich zu ändern, zu bleiben, wohin die Country Roads mich führen, bleibe ich lieber vor Ort und ertrage die Umstände, wie sie sind, statt mich bei Tempo 200 und Musik und Sonnenaufgang zu verlieren in feuchten Träumen von Freiheit.“

      Das klingt so weltfremd. Möchten Menschen Führerscheine, um nach Alabama zu fahren, oder um den Einkauf für ihre Eltern zu erledigen, ihre Schwestern zur Schule zu bringen, um einen gewissen Komfort zu finden, wenn sie Dinge zu erledigen haben, die sie in Situationen bringen, die beängstigend sind?

      Instagram ist dieses Foto-Ding, oder? Bei Twitter steht oft „taken with Instagram“, aber ich war noch nie auf der Index-Seite.

      Wenn diese Personen in einer Welt leben, in der ihre Probleme nun einmal dort gelagert sind, dann ist das doch gut. Wieso sollten sie sich schlecht vorkommen, weil es mehre Leute gibt, die ihnen ähneln, als dir oder irgendjemand anderem? Ist doch nicht ihre Schuld. Ist ja auch nicht Vanilles Schuld, dass es mehr gegessen wird als Erdbeerjoghurteis.

      Natürlich werden wenig Leute begeistert sein, sich ständig mit Verbitterung oder Ähnlichem auseinanderzusetzen. Wir leben zu kurz (oder zu lang), um uns geistig mit Dingen auseinanderzusetzen, die gerade für uns von null Relevanz sind, und distanzieren uns natürlich von Menschen, die unser Befinden irgendwie bedrogen, falls wir sie nicht gerade lieben oder an einem ähnlichen „Ort“ sind und uns aus irgendeinem Grund hingezogen fühlen.. Zu solchen Gedanken, meine ich. (Oy, Deutsch.) Die Wenigsten sind an irgendeiner Art von Weiterentwicklung oder Selbstreflektion interessiert.

      Es ihnen aufzuzwingen ist nur eine andere Form von Wichsen.

  3. Das fasziniert mich an Blogs wie Deinem: Frage ich nach, ist unsere Welt den Schreibern meist weit weniger fremd als mir. Trotzdem „funktionieren“ viele Schreiber in eben dieser Welt scheinbar nicht so gut wie ich.
    Als Laie könnte man ja immerhin meinen, dass eine Depression ihren Boden findet in einem Art Denkzwang ungeheuren Schwermutes: „Wir leben, um zu sterben! Was macht es da noch Sinn, überhaupt vor die Tür zu gehen?“ So in etwa.
    Für mich ist es ein gewisser Widerspruch, wenn jemand einerseits vielleicht schwerste Medikamente gegen seine Depression nimmt, gleichzeitig aber plant, mit einem Führerschein ja seine kleine Schwester zur Schule fahren zu können.
    Allerdings isoliere ich in den meisten Blogs regelmäßig das Wort „Angst“. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass das Empfinden „Angst“ ein an sich ganz normales Denken untergräbt und ihm eine Depression aufzwingt?
    Gut erinnere ich meine Verzweiflung, als ich dieses entsetzliche Gefühl, mich jeden Augenblick übergeben zu müssen, plötzlich bereits am Samstag spürte, nicht erst am Sonntag, wo die Aussicht, mich wieder eine Woche durch den Schulalltag quälen zu müssen, mir jeden Appetit verdarb.
    Bleich, als hätte man mich gerade vom Galgen geknüpft, kauerte ich dann im Unterricht. Permanent schluckend, um den Brechreiz zu unterdrücken, stets in Panik, unter dem Spott aller flüchten zu müssen, oder mich vielleicht noch im Klassenraum vollzukotzen.
    Durch viele Schuljahre quälte mich die Agoraphobie. Mal mehr, mal weniger schlimm. Und regelmäßig trieb sie mich an jenen Punkt, wo es mir egal war, ob ich lebe oder sterbe. Der Tod schien mir dann auch nicht viel schlimmer als diese Quälerei, die mein Leben bestimmte, die mir für jeden Handgriff ermüdend viel Kraft abverlangte.
    Erwachsen Depressionen also eher einem Denken oder eher einem Empfinden?

    Fernando Pessoa hatte scheinbar die Fähigkeit, seine Gedankenwichse vollständig an „Heteronyme“ zu entleeren, an Phantasiegestalten, die allein auf dem Papier existierten. Erst Jahrzehnte nach seinem Tode wurde Pessoa aus der tiefsten Einsamkeit seines „Buches der Unruhe“ erlöst und aufgenommen in das Heiligtum der Portugiesen.
    Mir ist es noch nicht gegeben, mich ganz einem Chatbot oder einem Heteronym anzuvertrauen. Durch Franz Kafka bin ich nun aber ein gutes Stück weiter damit, mich vom Geist der Welt so leicht entfernen zu können, wie zuvor von deren Fleisch.
    Seit ich im Herbst 2005 Vollmitglied wurde bei AbbyWinters, habe ich null Verständnis mehr für Männer, die sich eine Geliebte suchen oder zur Prostituierten gehen: So viel Party, wie AbbyWinters bietet, kann Mann in der Realität gar nicht erleben.

    1. Das fasziniert mich an Blogs wie Deinem: Frage ich nach, ist unsere Welt den Schreibern meist weit weniger fremd als mir. Trotzdem „funktionieren“ viele Schreiber in eben dieser Welt scheinbar nicht so gut wie ich.

      Als Laie könnte man ja immerhin meinen, dass eine Depression ihren Boden findet in einem Art Denkzwang ungeheuren Schwermutes: „Wir leben, um zu sterben! Was macht es da noch Sinn, überhaupt vor die Tür zu gehen?“ So in etwa.

      Für mich ist es ein gewisser Widerspruch, wenn jemand einerseits vielleicht schwerste Medikamente gegen seine Depression nimmt, gleichzeitig aber plant, mit einem Führerschein ja seine kleine Schwester zur Schule fahren zu können.

      Aber zu implizieren, dass es mir um Unabhängigkeit und Road Trips geht, ist in Ordnung? Ist es für einen Depressiven also in Ordnung, Spaß haben zu wollen, aber nicht, Dinge zu erledigen, die ihm eventuell langfristig Halt geben?

      Das ist doch typisches Sekundarschuldenken a la Instant Gratification. Was bringt mir ein Road Trip, wenn ich danach genauso wenig überlebensfähig bin? Die Erinnerung daran, 40 Stunden mit irgendjemanden in einem Auto eingesperrt gewesen zu sein, und Konversation gemacht zu haben, gegen das Wissen, dass man nicht verhungern wird, weil man sich nicht bis zum nächsten Aldi bewegen konnte.

      Vielleicht bin ich auch selbst schuld, weil ich unverantwortlich und prioritätslos (Wort?) erscheine.

      Allerdings isoliere ich in den meisten Blogs regelmäßig das Wort „Angst“. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass das Empfinden „Angst“ ein an sich ganz normales Denken untergräbt und ihm eine Depression aufzwingt?

      Gut erinnere ich meine Verzweiflung, als ich dieses entsetzliche Gefühl, mich jeden Augenblick übergeben zu müssen, plötzlich bereits am Samstag spürte, nicht erst am Sonntag, wo die Aussicht, mich wieder eine Woche durch den Schulalltag quälen zu müssen, mir jeden Appetit verdarb. (..)

      Durch viele Schuljahre quälte mich die Agoraphobie. Mal mehr, mal weniger schlimm. Und regelmäßig trieb sie mich an jenen Punkt, wo es mir egal war, ob ich lebe oder sterbe. Der Tod schien mir dann auch nicht viel schlimmer als diese Quälerei, die mein Leben bestimmte, die mir für jeden Handgriff ermüdend viel Kraft abverlangte.

      Erwachsen Depressionen also eher einem Denken oder eher einem Empfinden?

      Gerade die letzte Frage wundert mich jetzt doch etwas. Naja, nicht wundern.. Es ist eher so, dass ich mich jetzt frage, ob du hier eigentlich liest, oder doch nicht, denn oft genug hab ich doch genau dasselbe gefragt, oder erklärt, wie ermüdend es ist, es nicht zu wissen, oder darüber nachdenken zu müssen, ob es eine Kopf- oder Bauchsache ist, vor allem, wo die Beiden ja üblicherweise so sehr zusammenarbeiten, dass man es irgendwann nicht mehr ausmachen kann.

      Depressionen führen zu Isolation. Man gewöhnt sich an den Luxus, niemandem begegnen zu müssen. Vielleicht denkt man ab und zu „Vielleicht ist alles scheiße, aber wenigstens muss ich heute niemanden anschauen.“ oder so. Irgendwann entwickelt es sich dazu, dass es einem schlecht(er) geht, wenn man das doch machen muss. Man realisiert, wie eingerostet man ist, wie wenig man mit Real Life klar kommt, und es entwickeln sich soziale Ängste o.ä.

      Das ist in diesem Fall nicht zwangsläufig eine Depression, sondern eher eine Folge von Depressionen. Natürlich gibt es auch Leute, die zu erst Angst haben, sich deshalb aus Situationen heraushalten, die diese Ängste hervorrufen könnten, daraus folgt Isolation. In dieser Isolation reflektieren sie dann und bam, depressiv.

      1. Jahre her, da fragte mich eine tiefschwarz geschminkte Brieffreundin, die voll am ritzen und saufen war, warum ich die Welt so negativ sehen würde, ob sie sich Sorgen um mich machen müsse?
        Da fühlte ich mich beinahe wie in einer Sage, wo Teufel als Engel verkleidet sind. Denn aller Logik nach hätte sie sich doch der Welt auf eine so radikale Weise entfremdet haben müssen, dass ich mich von ihrer Weltsicht runtergezogen und in meinem Wohlbefinden beeinträchtigt fühle.
        Vor einiger Zeit hast Du hier einen Trip mit dem Rucksack ins Auge gefasst, wenn ich mich richtig erinnere. Genau wie die Sorge um Selbstständigkeit im Alltag, völlig im Rahmen der Sehnsucht junger Menschen. „Rail & Road“, warb die Bahn zu meiner Zeit in der BRAVO.
        Lasse ich rund zwanzig Jahre Lektüre zum Thema seelische Erkrankung Revue passieren, verstörte mich nur „das weiße Rauschen“ derart, dass ich mich runtergezogen fühlte. Aber…
        Sorry, ich habe mich zu entschuldigen. „EMPFINDEN das Gefühl völliger Sinnlosigkeit“, steht in der Wikipedia. Und ich Depp suche zwanzig Jahre nach völlig abgefahrenen Weltsichten, die sogar mich das Fürchten lehren. Sorry. Sorry. Sorry.
        Und es ist spät. Meine Frau ruft mich zu Bett.
        Vielleicht träume ich gleich davon, wie Frau K. einer Empfindung mit Worten beikommen will?
        Ach, komm, ich bin ein dummer Affe, der es nicht böse meint. Sorry.

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