#24 How did I get here? I’m doing all that I can.

Ich bin jetzt spontan doch zu faul, mich aufzuregen. Oder zu resigniert. Oder vielleicht liegt es daran, dass ich zur Zeit das Gefühl hab, hier nicht Gedankengänge runterschreiben zu dürfen, sondern nur Ergebnisse, was darauf schließen lässt, dass es eine Mischung von resigniert und faul ist.

Habe vom vielen E-Mail beantworten einen Tic entwickelt. Meine Hände bewegen sich auch dann weiter, wenn ich nicht schreibe. Traurig. Wirklich traurig. v_v 400 direkte e-Mails, die ich noch nicht beantwortet habe. I am a terrible human being.

Da ich grad den Drang hab, mal wieder etwas zu schreiben, aber mich nicht über mein neu entdecktes Thema (Yay, neues Thema!) auslassen möchte, mal etwas Anderes..

(Davor aber.. Bevor mir vorgeworfen wird, gerade wieder Facebook Teenager zu sein – Der zweite Satz im Titel ist die Erklärung zur Frage, nicht etwa ein Grund, wieso ich nicht verstehe und so. Ja? Gut.)

1. Vorletzte Woche Freitag wurde auf PJ gefragt, ob die Leser des Blogs mit bestimmten (noch kommenden) Literaturverfilmungen Probleme haben. Zur gleichen Zeit hat Ginger gefragt, ob es irgendwelche Songs gibt, die ihre Leser gerne in „Buchform“ hätten. Irgendwie überlege ich jetzt, ob ich mir 4 Stunden lang eine geschriebene Version von Adeles Songs durchlesen könnte und komme zu dem Entschluss, dass Medien einfach nicht in andere Formen übersetzt werden können. Punkt.

2. This disturbed me on a level I never even knew about.

3. Mache mich gerade an einem WordPress-Theme total wuselig. Falls Artikel bestimmte Extra-Inhalte haben, dann sollen sie (in der Sidebar) dargestellt werden, falls nicht, dann nicht. Ich hab diese Inhalte über Custom Meta Fields erst einmal im Back-End integriert. Sagen wir, wenn ich hier einen Artikel schreibe und einen Song nenne, dann könnte ich in den Feldern einen Link zum Video einfügen. (Oder Quellen etc.) Mein Problem ist, dass es mit Meta-Feldern scheinbar keine integrierten WordPress Funktionen gibt.

Normalerweise könnte ich es so schreiben: „If (has meta(key)) echo meta(key)“, aber es gibt, soweit ich das mitbekommen habe, kein has_meta für die custom fields. Das macht mich verrückt. Ich könnte jetzt einen Tag hinzufügen, den nur die Artikel kriegen, die diese meta fields haben. Dann könnte ich sagen „If (has_term(mit-meta)) echo (custom-field)“ oder ich sage nur „echo (custom-field)“ und hoffe, dass es nicht zu hässlich aussieht, wenn dort eine kleine Lücke entsteht, weil es besagten Inhalt gar nicht gibt.

Soweit ich weiß, gibt es dafür sogar eine Lösung, wenn man die Funktion selbst erstellt, aber dafür bin ich zu doof/faul. Ich bitte um Mitleid!

4. Manchmal sind Menschen schon klasse. Kann man sich durch einen einzigen Kommentar verlieben?

Manchmal überlege ich, ob ich nicht einfach nur noch Dinge aus dem Internet hierreinstellen und kommentieren sollte. Wäre so viel unterhaltsamer!

5. Ich hab realisiert, dass ich das vielleicht doch hier hätte veröffentlichen sollen. Bin mir nicht sicher. Und um ehrlich zu sein, ich  bin zu faul, jetzt den Text, den ich eh schon geschrieben habe, zu übersetzen.. v_v Mir fällt grad ein, dass wir in der Schule zwei Typen von Schülern hatten, wenn es um Texte ging. Die, die erst auf Deutsch geschrieben und dann übersetzt haben, und die die einfach sofort auf Englisch geschrieben haben. Es geht einfach zu viel in der Übersetzung verloren, weil die Sprachen anders funktionieren, selbst, wenn man selbst der Autor des Textes ist, oder? *kopfkratz*

In which I talk about growing up because no one listens anyway?

Do you know those annoying kids that talk about how much more grown up they are than the rest of their friends? Yes, you are very mature, honey.

I’m one of those kids.

As a person [suffering from] major [clinical] depression it’s not hard to see things differently from the rest, to see more negative than positive things and in the end we often associate this point of view with not being immature.

I won’t even talk about how I know that it’s a little ivory-tower, and why I know that I’m not really more or less mature than my friends – mostly because I have close to none. It’s easier to say that you don’t fit because you’re more mature. It’s hard to realize that maybe you’re just not very likeable. Being mature is something positive, after all. Why would you want to change that, right?

Anyway, what I actually wanted to say is, that I wonder if us mediajunkies have a certain kind of “wisdom” (and yes, I’m snorting as I am writing this) that our parents might have lacked at that age.

We live so many lives, after all. We see Dean and Sam struggling through life, we read about Bella being pathetic, we cry for Doctor Who and Rose, we realize that you are allowed to be a loser as long as you are pretty.

Television, books, music, art. We experience intense emotions at a daily basis with a safety net, because after all, it is fiction. We are safe to grief and cry for John and Sherlock. We can rest assured that even if they will never get their deserved happy ending, there is a fanfiction that gives it to them.

We create our own worlds, and in our imagination those emotions aren’t less “real”, they are just less threatening. We don’t have to risk anything, because those folks don’t know us and while this knowledge isn’t always something we are happy about, at least I know that using Belle and Rumple as a placeholder for myself feels quite good, whereas I could never risk the emotional damage and talk to either of them if they were real.

We, and yes I am saying we because I’m tired of saying “I”, struggle with them. We learn from their mistakes, or we get insight we never would have gathered in real life. We see things, feel emotions, live in worlds that are forever closed to us in real life, and let’s be real here, that does affect a person.

It does affect us. It makes us a little more empathetic, a little more educated, a little more focussed. It makes us question ourselves and others, it makes us see patterns, it makes us scream and kick and rage and cry.

And now I’m tired..

Bild ich mir das nur ein? o_ô

6. Hätte ich damals gelebt, hätte man mich scheinbar als attraktiv empfunden! Das Lustige an dem Bild ist.. Die eine Version? Ich. Die andere? J.

Life is so cruel sometimes.

7. Ich hab entdeckt, dass es tatsächlich gute Historical Romance novels gibt und werde jetzt den Rest meines Lebens in Scham verbringen, weil ich Tessa Dare’s A Week To Be Wicked fantastisch fand. Wurde mir vom Verlag zugeschickt.. und.. es war.. gut. Ich.. Gott.

Das war sogar besser als The Windflower und die „Er wurde von einem Krokodil gegessen“ Szene! ;_;

Das einzig wirklich Positive daran ist, dass meine englische E-Mails danach sehr viele „shall rather“s und „I beg to differ“s und „quite“s beihalteten. Bin mir sicher, dass das amüsant für USler war.

8. Mir ist es ungemein unangenehm, Sätze mit „Ich“ zu beginnen, vor allem in Folge. Die Aversion geht jetzt soweit, dass meine Person lieber meine Person sagt, statt das erste Personalpronomen Singular zu benutzen.

9. Ich bin schon ziemlich spektakulär.

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6 Kommentare zu „#24 How did I get here? I’m doing all that I can.

  1. Lächeln musste ich, als ich gestern las, dass Walentina Gunina, die 23-jährige Europameisterin im Schach, neben Dostojewski und Bulgakow auch den „Friedhof der Kuscheltiere“ von Stephen King empfiehlt.
    Ein Zeichen von Reife ist das Konsumieren solcher Fiktionen für mich aber nicht. Eher bringen mich die dort populär gemachten Heilsversprechen auf die Spur jenes ziemlich irrationalen Verhaltens, welches gerne als „menschlich“ entschuldigt wird. All diese hysterischen Posen der Verliebtheit, all die Hexenjagden und Shitstorms: Isabella Swan und Harry Potter sind Dealer jener Droge „Glück“, die nicht nur Jugendliche mit geweiteten Pupillen durchs Nachtleben rasen lässt. Dealer, die Millionen Konsumenten alles niedertrampeln lassen, was dem „Glück“ im Wege steht.
    Fischer-Fabians „Macht des Gewissens“ war in Deiner Jugend wohl mein endgültiger Sprung an die Spitze der Bedürfnispyramide: Emile Zola, Thomas Morus, Sokrates, Galilei… waren für mich eine völlig andere Ebene als die konstruierten Geschichtchen der Belletristik.
    Ein manischer Leser von (Auto-)Biographien wurde ich. Was im TATSÄCHLICHEN Leben möglich ist an Größe. Hoimar von Ditfurth, Stefan Heym, Günter de Bruyn… Mit 17 erwarb ich meinen ersten SPIEGEL: „Barschels schmutzige Tricks.“ Besonders die Gerichtsreportagen von Thomas Mauz begeisterten mich. Mit 18 studierte ich die „Interviews mit Sterbenden“ von Dr. Kübler-Ross und Nolls „Diktate über Sterben und Tod“.
    Damals konnte ich lange nicht so gut schreiben wie Du, aber folgende Wahrnehmung meiner Altersgenossen wühlte ich eben aus einem Ordner:

    „Jugend – Eine Analyse.

    Die Lebenssituation der Zielgruppe.

    Ich möchte hierzu Nelson Mandela zitieren, der über seine Jugend schreibt:
    Mein Leben wurde im Großen wie im Kleinen geformt durch Sitte, Ritual und Tabu. Das war das A und O und wurde nicht hinterfragt. Männer folgten dem Pfad, der für sie durch ihre Väter vorgezeichnet war; Frauen führten das gleiche Leben wie ihre Mütter vor ihnen.
    Obwohl die Jugend dieses Mannes schon ein Weilchen zurückliegt, lässt sich diese Schilderung – meiner Ansicht nach – grundsätzlich auf die heutige Jugend übertragen.
    Hierfür spricht, dass selbst im Multimedia-Zeitalter – laut SPIEGEL-Umfrage – noch 61% der Jugendlichen auf die Frage, wer oder was hat sie im Denken am meisten beeinflusst? Ihre Eltern angeben.
    Viele Jugendliche werden also schon früh an ein Vorleben-Lassen gewöhnt.
    Dies führt nahezu zwangsläufig zu einer passiven Konsumhaltung. Und tatsächlich: Auf die Frage des SPIEGEL, warum sind sie auf der Welt? Antworten 53% der jungen Leute: Ich möchte das Leben genießen.

    Das Problem.

    Als Jakob, der Vater der Stämme Israel, seine Söhne kurz vor seinem Tod noch einmal um sich versammelte, sprach er:
    Du, Isschar, beugst deinen Rücken und schleppst als Sklave schwere Lasten. Genauso wie ein dürrer Esel brichst du darunter in die Knie. Du zahlst den Preis für deine Sehnsucht nach einem schönen, ebenen Land und einem Leben ohne Mühe!
    Ich folgere hieraus, dass jemand, der nur die heiteren, genussvollen Seiten des Daseins anstrebt, früher oder später seine Unabhängigkeit verliert.
    Der Freizeitwissenschaftler Prof. Opaschowski bestätigend hierzu:
    Die Gewöhnung an das Vorleben-Lassen (statt selbst zu leben) macht unfähig zur Freizeit in Eigenregie.
    Oder wie Prof. Noll schreibt:
    Konvention, Nachahmung, Mode sind auch dort die stärksten Gesetze im menschlichen Verhalten, wo man sie gar nicht vermutet, nämlich im ganz individuellen Bereich. Zum Beispiel in Freude und Vergnügen. Die meisten empfinden als Vergnügen das, was andere als Vergnügen empfinden. Zum Beispiel Ski fahren, Reisen, Jogging. Je mehr Skifahrer und Jogger es gibt, desto mehr wird es geben.
    Das Problem also: Die Lebenssituation vieler Jugendlicher ist einer, für unsere Staatsform so wichtigen, Vielfalt der Meinungen nicht unbedingt förderlich.

    Mein Lösungsvorschlag.

    Der Jugend sollte, anhand geschichtlicher Beispiele, die unendliche Fülle und Farbenpracht des Lebens vor Augen geführt werden. Aufzuzeigen ist, dass es auch andere Ziele gibt, als das nächste Wochenende oder den Urlaub in Australien.
    Betont werden muss besonders, dass jemand, der eigene Wege geht, nicht unnormal ist, sondern außergewöhnlich.
    Konkret müssten die geschichtlichen Beispiele von einzelnen Personen handeln, die zuerst außer ihren Träumen nicht viel mehr besaßen, sich dann aber durch eine Mischung von Wille und Schicksal ihren Platz in der Geschichte erobert haben.
    Positiv, wenn hierdurch bei Jugendlichen Träume geweckt werden. Denn ein Traum ist in der Lage, die schroffen Kanten der Realität beträchtlich zu glätten.
    Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie, schreibt Friedrich Nietzsche.
    Und besser eine Traum im Kopf, als die Bierflasche in der Hand.“

    Sag, lassen Isabella Swan und Harry Potter Jugendliche ähnlich reifen?

  2. Zirpende Grillen wahrzunehmen, ist vielleicht auch ein Zeichen der Reife, wenn man bedenkt, was bleibt von den Lebensäußerungen einer Generation?
    Meine Klassenkameraden, wie sie während der großen Pausen in ihren Raucherecken Mengen an Schall und Rauch produzierten. Was ist davon geblieben?
    Hingegen ich Texte aus dem Ordner hole, als hätte ich sie gerade erst geschrieben.
    Stünden wir uns im Alltag gegenüber, hätte ich wohl kein Wort für Dich übrig, weil all das Gerede menschlichen Miteinanders regelmäßig vergebens ist. Trotz sparsamsten Gebrauch, habe ich daran nach über vierzig Jahren beinahe jedes Interesse verloren. Hingegen fast jeder meiner Blogkommentar eine schöne Verwertungskette in Gang setzt: Erst als Screenshot im Facebook, dann, leicht umgeschrieben, in meinem Lebenswerk vom Menschen, der ist, was er hinterlässt.
    Und speziell der Nachweis, dass auch in hundert Jahren niemanden interessiert, was ich schreibe, ist nicht zu führen.
    Hingegen es mir im Alltag mittlerweile absolut unlogisch erscheint, dass jemand sich dauerhaft wirklich für sein Gegenüber interessiert. Zu gravierend wirkt der Umstand, dass im Prinzip jeder „sein Ding“ hat, welches er durchziehen muss. Sei es nun ein Neugeborenes auf dem Wickeltisch oder Zahnschmerzen. Irgendetwas ist immer.
    Mich vor solchem Hintergrund ernsthaft mit irgendwelchen Urlaubsfotos entblödet zu haben, wäre mir wohl jetzt noch peinlich.
    Insofern erscheinen mir meine Brieffreunschaften in den 1990ern als großes Zeichen der Reife: Durch Schreiben lernte ich Schreiben, und meine digitalen Zweitschriften warten geduldig auf ihr Copy and Paste.
    Es ist also noch nicht ganz raus, ob ich bloß eine von Milliarden Grillen gewesen bin, die im Dunkeln vor sich hinzirpten.

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