#22 No, you didn’t have to stoop so low.

Manche Menschen geben sich m.E. viel zu viel Mühe, ungemocht zu sein. Vielleicht ist es ja auch ungewollt. Ich versuche z.B. oft, meine ungewollt unanziehende Persönlichkeit als gewollt darzustellen und da es meistens sogar tatsächlich sehr gewollt ist, ist es doch hoffentlich auch glaubwürdig? Hm.

Wenn ich mich aber in der Stadt hier umschaue, und das tue ich eher selten und ungern, dann fällt mir nur auf, wie dumm mir alle vorkommen. Sehe ich die Realität so verzerrt, dass alles mittlerweile dumm erscheint?

Ich hab mir übrigens am Ostersonntag oder Ostermontag – es war jedenfalls nachts – ein Grafiktablett bestellt. Mal wieder! Diesmal funktioniert es aber. Ist zwar mini, aber dafür tatsächlich auch Marke und war relativ günstig.

Jedenfalls chatte ich gerade mit den Buchmenschen und zeichne währenddessen von dieser Seite Menschen ab. Das macht so dermaßen süchtig!

Bin damit sogar relativ zufrieden. Sind meine ersten Körper auf Tablet, also.. *wince* Mhee.. Ich sollte vielleicht doch etwas mehr üben. XD Jetzt sind übrigens Kinderkörper dran und danach Männer. Whoop! (Finde die Posen alle irgendwie lächerlich, aber ich hab einfach bei Pose Maniacs alle paar Posen eine gewählt und gemalt. Crawling, Frustrated und Dancing find ich ja am Amüsantesten. Obwohl Floating, Knee, und Cop auch irgendwie sehr doof aussehen. oô)

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

Ein Gedanke zu „#22 No, you didn’t have to stoop so low.“

  1. „Mit seinen Schlachtergesellen habe ich gesprochen, wie sie ihren Meister empfanden. Auch mit dem Inhaber des Schlachthauses. Alle erkannten sie ihn als einen Privatgelehrten, der das Blut des Lebens verachtete, es aber leidenschaftlich suchte: Seine Schürze war stets am meisten befleckt, wenn abends die Beile und Messer zur Seite gelegt wurden.
    Nicht selten hörte man ihn beim Schlachten Elegien murmeln. Drohte das andauernde Filetieren des Fleisches ihn in jeder Hinsicht zu erschöpfen, hielt er sich durch Hohelieder aufrecht. Als stemme er sich mit letzter Gewalt gegen die Aufspaltung seines Gemüts in eine Fressbude und einen Sonntagsstaat. Gleichzeitig Bock und Schöngeist wollte er sein.
    Gewiss ist er kein einfacher Mitarbeiter gewesen. Kamerad oder gar Freund war er niemandem. Von Liebesbeziehungen hörte ich nirgendwo auf seinem Lebensweg.“
    Aus dem Menschen, der ist, was er hinterlässt, auch einen Comichelden zu machen, auf diese Idee brachte mich der Tod von Harvey Pekar. Sein „American Splendor“ ist das Comic-Genre meines Herzens. Und seit der „Papier Kamera“ für Android ist es im Prinzip nur eine Frage der Zeit, diesen Comic auf den Straßen Hamburgs zu produzieren und als Fotoheft in kleiner Auflage herauszubringen.
    Deine Leidenschaft für das Zeichnen erscheint mir weiterführender als das Chatten mit den Buchmenschen: Lesen braucht seine Zeit. Gerade die „Challanges“, denen Ihr Euch stellt. Spätestens mit Eintritt in das Erwerbsleben wird daher einer nach dem anderen der „harten“ Leseszene Adieu sagen, glaube ich, und sein Blog löschen. Lesen ist kein Studiengang, im Grunde auch kein Beruf. Hingegen Zeichner sich vor Ausbildungsangeboten kaum retten können. Und sicher gibt es auch da Communitys, denen Du Dich zugehörig fühlen kannst. Lebenslang mitunter, weil viele das Zeichnen zu ihrem Beruf gemacht haben. Unter anderem auch mein Kindheitsschwarm aus Grundschultagen.

    Gerade als meine Friseurin mir Freitag vom Alkohol- und Zigarettenkonsum ihrer Jugend erzählte, wie nötig sie die dadurch erzeugten Gefühle hatte, fragte ich mich, warum ich eigentlich als Jugendlicher zu keinem Genussmittel griff, obwohl ich, laut einiger kursierender Listen, in meiner Klasse der Unbeliebteste war. Vielleicht, weil ich seit meinem 13. Lebensjahr davon träumte, Schachweltmeister zu werden. Eine Perspektive, die mich völlig abtauchen ließ in die jahrhundertelange Weltgeschichte teilweise sehr spezieller Persönlichkeiten. Was zählte dagegen ein piffiger Klassenverband?
    Massive Zukunftsperspektiven waren und sind mein Glück. Vielleicht werden sie mit dem Zeichnen ja auch Deines.

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