#1: Menschen, Erwartungen, Illusionen; Und du bist scheiße.

Meistgestalkte Person heute: Andy Levy

 

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Zwei Wochen sind um, ich sollte mal wieder etwas schreiben. Und ich gebe zu, eigentlich fällt mir erneut nichts ein, was ich berichten könnte. Wird vermutlich alles ironischerweise dazu führen, dass ich fünf A4 Seiten voll belangloser Dinge fabriziere. Man hat ja sonst nichts zutun.

Aber vielleicht sollten sich die Leute lieber mal fragen, warum sie es lesen, anstatt zu überlegen, wie wenig ich zutun haben muss, um das Ganze zu schreiben.

Meines Erachtens ist es derzeit viel zu unrewarding, über Menschen nachzudenken, um es länger als ein paar Minuten täglich zu machen. Eigentlich schon richtig frustrierend. Für mich persönlich stellt sich oft einfach die Frage, ob ich mir das alles nur ausgedacht habe oder ob es existiert.

Die meisten sind einfach nur delusional. Finde ich zumindest. Und heuchlerisch. Und einfach scheiße. Menschen – vor allem Frauen, die von Liebe reden, aber nach Geld schauen und zum Schluss nicht mal mehr sich selbst gegenüber eingestehen können, dass dem so ist. – sagen a und machen b. „Ich bin open-minded“ aber sich nicht mit Arabern anfreunden, weil das ja „alles Terroristenpack ist.“ und „Mir ist Aussehen nicht wichtig.“ aber täglich ins Fitnessstudio gehen, mehr Geld für Schminke & Kleidung als für Essen ausgeben etc.

Auf der einen Seite Perfektion erwarten, gleichzeitig aber verlangen, dass diese Perfektion die eigenen Fehler akzeptiert oder am Besten auch noch huldigt.

Denn die Welt hat ja nur auf Menschen #234981209357928348² gewartet.

Nur frage ich mich jetzt, ob all die Soap Operas und Dramen es vollkommen falsch dargestellt haben und all die zwischenmenschlichen Beziehungen auf diese Art und Weise nicht existieren können, weil wir Menschen für die Art Gefühle einfach nicht in der Lage sind.

(Und damit meine ich nicht „ganz und gar nicht“ sondern einfach, dass wir es nicht schaffen, langfristig dieselbe Person zu wollen; uns genug anzustrengen; jemanden zu wollen, der auch uns möchte; Kompromisse einzugehen; nicht nur mit Menschen befreundet zu sein, weil das eben bequem ist; bla)

Oder in kurz: Wir machen uns echt was vor, wenn wir glauben, dass hinter all der Scheiße irgendwo eine Erklärung steckt.

Deine Katze ist nicht gestorben, damit du im Tierheim irgendeinen Typen triffst. Sie ist gestorben, weil du scheiße Auto fährst und sie überfahren hast. Das Leben ist kein Handel. Und außerdem bist du blöd.

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

30 Gedanken zu „#1: Menschen, Erwartungen, Illusionen; Und du bist scheiße.“

  1. „Obwohl meine Mutter erst dreiundvierzig war, sah sie normalerweise viel älter aus. In dem Blick, den sie Jack zuwarf, lag jedoch etwas Mädchenhaftes, und ich konnte mir vorstellen, wie schön sie gewesen sein musste, als sie noch jung war – bevor sie mich bekommen hatte…
    Was machst du so? Ihre Augen wurden sinnlich, und ich musste gegen einen Brechreiz ankämpfen und gegen das Bedürfnis, nach Jacks Hand zu greifen.“
    Amanda Hocking hat es tatsächlich geschafft, mich einige Seiten lang eifersüchtig zu machen auf die Fähigkeit eines Vampirs, beinahe jeden in seinen Bann zu ziehen.
    Albern eigentlich, da es für mich selten eine Leidenschaft gibt, bei der ich nicht sofort auf den härtesten Level wechsle, selbst wenn ich nur noch verliere. Sterbliche wären für mich als Vampir so sinnvoll, wie als Wohlstandsbürger in irgendeinem Slum den „König der Nacht“ zu markieren. Jene magische Wirkung deutscher Touristen, Eingeborene strahlend zu machen, und bereit zu zwanglosestem Körperkontakt.
    Ob es für eine Unsterbliche nicht reicht? wäre meine Frage an Jack, wenn er in einem Bumsbomber von Ferrari zwischen Sterblichen wildert. „Zuckervampire“ als moderne Sugardaddys.
    Was wir verstehen unter „Liebe“, ist für mich eine ziemliche Mechanik, um die vor allem Frauen aber solch ein Buhei machen, weil tatsächlich Zuckervampire unterwegs sind, die sich großartig dabei fühlen, Sterbliche von der Straße aufzulesen: Eben noch Großraumbüro, plötzlich roter Teppich in Paris.
    Im Angesicht solch real existierender Erlösungen, würde ich mich wohl auch zudröhnen mit Seifenopern und „paranormal Romance“. Wie beinahe jeder Sterbliche Richtung Sterbebett Gas gibt beim Herunterbeten von Rosenkränzen. Gerade solche, die als Jünglinge noch in den Religionsunterricht gähnten.
    Wäre das (Liebes-)Leben kein offenes Buch, hätten sie bei der Staatssicherheit wohl dumm dagestanden mit ihren „Romeos“. Auch Brustvergrößerungen blieben unverständlich. Tatsächlich findet sich ja auch in Deinem Webblog ein Zusammenhang zwischen Körbchengröße und Beliebtheit.
    Ob Zuckervampir im Ferrari oder Bock in freier Wildbahn, jegliches Gewese findet seine Begründung im Kreislauf des Lebens.

    1. Wieso reden derzeit alle von Amanda Hocking? Ich hab auf GR von ihr ein Giveaway gesehen und mich mal eingetragen, aber die Bücher wirken sowas von mhe. Hast du das etwa gelesen? :o

      Der Rest ist.. Hm, da es mir mehr um Freundschaften ging – Ich hatte mal wieder Gossip Girl gesehen; ich weiß, irgendwann hätte ich daraus lernen sollen, aber mir war danach.. Und dann meinte Metrosexuell zu Lockig, dass er mehr verdient hat, weil sie dickste Freunde sind. Aber davon sieht man gar nichts.. Genauso Glee. Wo alles angeschnitten und nichts wirklich.. (drei Stunden später) weswegen ich zu dem Schluss komme, dass wir Menschen alle dumm sind.

      1. Amanda Hocking hat es dicke verdient, nun mit Hollywood zu verhandeln, statt weiter Altenpflegerin zu sein. Der Plot ist sicher ziemlich mau, aber sie beschreibt ihre 17-jährige Heldin und deren Welt sowas von überzeugend, dass ich schnell in die Verlegenheit kam, etwas zu empfinden für eine Fiktion. Geht es ähnlich lebhaft weiter, lade ich mir wohl jeden Roman von Amanda Hocking herunter.
        Freundschaft, oft umschrieben als „andere Mentalität“, ist sicher das, was deutsche Touristen hauptsächlich begeistert an den Eingeborenen, und zwar bis hin zum Wunsch, auszuwandern. Geldsäcke, wie sie es sich wohl sein lassen in Elendsvierteln, und schwärmen von einer Herzlichkeit, die sie so in Deutschland nie erfahren haben.

      2. Ernsthaft?

        What the.. ERNSTHAFT? Okay, dann les ich’s demnächst mal. Mal schauen, ob ich als Nahe-17 Jährige das auch als realistisch betrachte. ;) Hab ja gerade schon mal ein paar richtig schöne, negative Rezis von meinen Lieblingsbloggern gesehen. : D

        Ich finde aber, dass es auch in anderen Ländern selten so etwas zu geben scheint. Wenn ich mir die anderen Mentalitäten anschaue, mit denen ich bisher konfrontiert wurde, so war das mehr Heuchelei & Höflichkeit als Herzlichkeit.

        Wenn man weniger starke Ansprüche hat, dann reicht einem das sicherlich trotzdem. Aber sowas nutzt mir nur für Wochenendstouren alle 3 Monate.. Hey, nice. „sowas nutzt“.. Bwäh, ich kotzt mich grad irgendwie an.

        Zurück zum Buch, kannst ja mal sagen, was du davon hälst-

        I never had this much fun, I swear. This thing is the most unintentionally funny book I’ve ever read. I can’t even say half of what I want to say about this, so please, read it! So… *ahem*

        Mary Sues of the world! Hear ye, hear ye!

        I’ve met quite a few of you in my day, but what I have for you now will be beyond your wildest imagination. It will rock your plain non-matching socks. It will take ‚average‘ to such high levels, not even your great-great-grand-kids will be able to see it. You will weep. You have a boyfriend who stalks you and you feel good about it? This girl does it better. You think you are stubborn? You think you can argue with a lamppost? You think you are the best goddamn Mary Sue out there? Well guess again!

        Meet…. Alice.

        We start off on an average night, where Alice and her best friend Jane are desperately trying to get into a club with fake ID’s. We quickly find out Jane will some day turn into a lovely streetwalker and Alice is destined to be her ugly, not-sexy sidekick for the rest of her life. When they can’t get in the club, Jane wants to walk home but then suddenly, they are being followed. (what else is new)

        I think some quotes are the best way to show you exactly how funny this thing is.

        The street ended with a parking garage, and
        Jane ran into it, and rather dumbly, I followed her.

        At least she has a little bit of self-knowledge, right? Lucky for her, our pink-shirted hero Jack comes storming in in his Jetta (eat my dust Cullen), saving the day. Jane spends the rest of her night trying all her best moves on Jack: groping him, shoving her boobs (and other various body parts) in his face but he is too busy being smitten with Alice; the one girl who isn’t trying to get in his pants. *whispers ‚She actually does, but her ~amazing skills make sure it looks like she doesn’t’*.

        The first clue about Jack being different (besides the fact that everybody, except Alice, wants to have sex with him, right here, right now): his skin is neither hot nor cold. Well… I guess the cat’s out of the bag then folks, because I’m pretty sure my skin is neither hot nor cold during a regular day. Also he doesn’t eat, he killed a dog with his bare hands, he is really really really rich and his ’siblings‘ don’t look anything like him. Her first conclusion: Werewolf! I’m sorry sugar, his name is JACK. Not JACOB. She gets points for trying to use her 3 braincells though. But I am getting ahead of myself so back to the Jetta: at some point Alice passes out during the car ride home, and then when she finally gets home this happens:

        The text message was from Jack, and I felt
        my heart beat faster. Somehow, when I had been sleeping, Jack had
        gotten my phone number from my cell and programmed his number into
        mine.

        I’ll beat the shit of the first random stranger who touches my phone without my permission while I’m unconscious. God knows where he put his hand trying to find it and how many of my messages/emails he read. Naturally, Alice feels all warm and fuzzy.

        The next day we meet Milo, the younger brother who is a great cook and the mother, who is never around. And to show you how amazing this girl is after she dragged herself out of her bed with a hangover at 5:30 in the evening:

        “What’s wrong with you?” Milo asked, glancing up at me. “What’s wrong with you?” I countered, utilizing my quick wit.

        From that point on, Alice and Jack are inseparable. Jack is actually a nice guy, and I liked him a lot. He’s sweet, smart, cute and a great friend with an overdeveloped gaydar. He immediately notices Milo is, in fact, gay and Alice decides to help her ’newly discovered gay brother‘ with his already difficult situation by confronting him with it in the middle of a hall full of kids at school. BUT SHE WHISPERED IT. SO IT WAS TOTALLY OKAY.

        After a while of not dating each other, Jack decides it’s time for her to meet the so-called parents: his brothers and sister in law. Who are loaded and own a Lamborghini. The sis treats Alice like she’s the Barbie doll she always wanted. (she plays with her hair constantly, it’s creepy as hell, but to her, it feels naturally!) Alice even feels a little uncomfortable about all that attention! Her, the girl nobody notices suddenly being the center of the universe! Who would have guessed.

        So by now, you probably think Jack & Alice… Star-crossed lovers, right? WRONG. Meet Peter, Jack’s brother. Apparently, Alice and Peter are drawn to each other, and even with her having fuzzy feelings for Jack, she feels absolutely no shame in throwing herself shamelessly at Peter, time and time again, even while Jack is watching. And this is when we find out what the hell the title is all about: Their. Blood. Approves. Of. Each. Other. They are meant to be, drawn together, unable to resist each other, instant chemistry, heart beating faster, over the moon, intensely, head over heels in love, pure, raw animal passion. He rejects her btw. *grins*

        The rest of the book is pretty much about how everybody adores Alice, (geez, it’s getting really embarrassing now, even for her) how hard is it to keep her orgasms in check every time she so much as thinks about Peter, while Jack is giving it’s all he’s got, and then suddenly she moves in and of course everybody just assumes she’ll want to become a vampire. So… to hell with school and an education, to hell with her gay brother and her slutty best friend! Hello new vampire life!

        I had some troubles with a scene where she bit her lip on purpose to get Jack so aroused he’d bite her. He can’t btw, because Peter ‚owns‘ her. It was sad, pathetic, disturbing and wildly erotic at the same time.

        There are so many amazing quotes in this book, mostly ones that made me laugh very loud. I wish I had a paper copy of this book because that way I could mark the page every time I felt like facepalming. And trust me, there would be a lot of those. Gah, there are so so so so much things I want to say about this book!

        I can’t wait to see what happens next, sequel here I come!

        Mary Sues, ungewollt komisch, Twilightabklatsch.. Oh und sie macht Typen mit Absicht geil. Average Rating 3.87 Das ist ja, wenn man von Goodreads auf Deutsch übersetzt schon eher unterdurchschnittlich. :/

        Hm, muss ich mir selbst wohl demnächst mal anschauen.

      3. Amanda Hocking bewundere ich allein schon dafür, dass sie es quasi von jetzt auf gleich geschafft hat in die Liga der Bestsellerautoren, ohne von einem Verlag „gemacht“ worden zu sein.
        Natürlich jetzt noch kein Vergleich gegen einen Vollprofi wie Stephen King, den ich in meiner Jugend las. Aber ihr Werk spricht mich weit mehr an als etwa das von Stephenie Meyer. Deren Hardcover brachte ich nahezu ungelesen zum Altpapier, während Amanda Hocking viel schneller zum Punkt kommt, anschaulicher schreibt, humorvoller.
        Wenn schon „Paranormal Romance“, dann Amanda Hocking.
        Vor allem ist ihr Erfolg mir Bestätigung, mich weiter an gedrucktem Fernsehen zu versuchen: War mein Kommissar Hengstmann wohl nahezu untauglich für den Massenmarkt, weil er sich fortwährend verlor in Grübeleien, frage ich mich nun Wort für Wort, ob man das auch fernsehen kann?
        Ergebnis sind hoffentlich windschnittige Texte, die sich als E-Book via Amazon gut abverkaufen lassen.

  2. Ich als Fan muss sagen, das 2 Wochen verdammt lang sein können ;-)

    Leute, die von sich behaupten, so open-minded und über alle Maßen tollerant zu sein, sind mir suspekt. Niemand tolleriert alles und jeden. Spätestens dann nicht mehr, wenn der Lebensstil des Nachbarn beinhaltet, jeden Morgen um halb 3 zu kontrollieren, ob Megadeath auf voller Lautstärke immer noch so toll klingt, wie letzte Nacht.

    Was das zusammen leben oder Mühe geben angeht, denke ich, das es mit zunehmendem Alter oft abnimmt, obwohl man das Gegenteil erwarten sollte. So ist mein Eindruck zumindest. Stichpunkt Torschlusspanik. Wie oft bekomme ich zu hören: Wäre die denn nichts für dich? Momentan ist die Praktikantin auf der Arbeit dran. Das sie mir rein optisch gefällt, gebe ich ja zu. Aber a) habe ich noch nie ein Wort mit ihr gesprochen und b) ist sie lesbisch.

    Für meine Kollegen scheinbar beides kein Hinderniss, weil es ja „echt Zeit wird, das ich unter die Haube komme“. Das ich trotz des Drängens versuche, meinen Partner zu kennen, bevor wir zusammen kommen, ist für viele Unverständlich. Aber ich glaube einfach, eine Beziehung ist schöner, angenehmer, sinnvoller, etc… wenn man dafür etwas tut oder aufwendet. Es gibt sie also noch, die Menschen, die sich Zeit nehmen, erkennen, erfahren und lernen wollen. Aber es werden leider immer weniger.

    1. Jaja. ; )

      Nach einer sehr inspirierenden Folge Glee habe ich überlegt, mich selbst zu heiraten. Sue Silvester macht das.. Und ich kann ihre Gründe durchaus verstehen. *sigh*

      Toleranz. Naja, Macces macht’s uns ja vor, oder? Cool, noch ’ne neue Ausrede für all die Freidenker.

      1. Ich denke, wenn man sich selbst heiratet, ist man wenigstens vor Überraschungen sicher. So gut es eben geht, zumindest. :)

        Was die vielen Freidenker angeht.. Auf den ersten Blick scheint das ja oft eine noble, edle Sache zu sein. Aber wie definiert man das überhaupt? Ich glaube, mir ist das alles zu hoch. Liegt vielleicht auch am andauernden Mangel an Schlaf.

      2. “Have you fallen in love with the wrong person yet?‘
        Jace said, „Unfortunately, Lady of the Haven, my one true love remains myself.“
        …“At least,“ she said, „you don’t have to worry about rejection, Jace Wayland.“
        „Not necessarily. I turn myself down occasionally, just to keep it interesting.”

        Mich kotzt das Ganze Hipster-Gerede an. Freidenker, Freier. Alles dasselbe. Vielleicht sollte ich Guru werden. Oder so der sprechende Hut von Hogwards in der Blogosphäre werden und alle in Schubladen zuordnen, mit ein paar Regeln, an die sie sich von da an zu halten haben.

        „Du bist jetzt angstgestört. Hab Angst!“

        Worauf wollte ich hier überhaupt hinaus? Achja.

        Definitionen. Ich glaube, die Leute, versuchen ständig, etwas zu sein, das sie nicht sind. Und vergessen dabei das, was sie sind. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Kann sein, dass ich gerade irgendwen zitiert/kopiert hab. Jedenfalls, egal ob Freidenker oder wasauchimmer, es gibt m.E. keine eigentliche Definition für irgendetwas. Oder eher keine.. Checkliste.

        “Just going to church doesn’t make you a Christian any more than standing in your garage makes you a car.”

        Dreadlocks machen niemanden zum Hipster, Highheels niemanden zu GNTM und irgendwelche Toleranzpredigten niemanden zu weniger scheiße. Zum Schluss zählt vielleicht eher die Motivation hinter all den Handlungen. Esse ich kein Fleisch, weil mir die Tiere Leid tun, weil’s mir nicht schmeckt oder weil ich daran denke, wie viel Getreide eine Kuh isst, ergo wieviel Menschen in Dritte Welt Ländern dieses Getreide nicht haben.

        Vielleicht ist das mal wieder meine IDGAF-Attitüde, die hier durchscheint, aber was bringt es mir, wenn irgendjemand redet und das Gegenteil davon macht? Mich kümmern die meisten Menschen da als Individuum einen Dreck.

        Hab zu solchen Themen in letzter Zeit gute 10 Artikel geschrieben und keinen veröffentlicht.. Hast’n Tip? Hab was über Judas, Pädophilie, Maßstäbe, menschliche Faktoren.. :’D

        Obwohl ich gegen noble Dinge gar nichts hab. Sollen die Menschen doch machen. Vielleicht machts sie echt glücklich, vielleicht haben sie nur ein schlechtes Gewissen, vielleicht sind sie tief verzweifelt und brauchen’s, vielleicht denken sie einfach nur, dass es das Richtige ist.

        Mich stören nur die, die sich selbst etwas vormachen. Wenn jemand wirklich toller ist als ich – passiert selten bis gar nicht – dann ist das okay. Wenn jemand aber eigentlich nur scheiße ist und es nicht merkt, dann auf mich hinabschaut und die Nase rümpft, werde ich leicht gewalttätig. Ist vermutlich ziemlich kleinkariert und unreif..

        Aaaber…

  3. Würde ich mit unserem lieben Gott nicht momentan auf Kriegsfuß stehen, würd ich ihm jetzt danken…

    „Dreadlocks machen niemanden zum Hipster, Highheels niemanden zu GNTM und irgendwelche Toleranzpredigten niemanden zu weniger scheiße.“

    Ich glaube, die Menschen, die dort mein Ansicht teilen, kann ich an einer Hand abzählen. Du gehörst jetzt dazu :p
    Und ich behaupte einfach mal, das sie schlichtweg richtig ist. Punk ist man nicht wegen bunter Haare, Nazi nicht wegen einer Glatze und Hopper nicht wegen einer viel zu breiten Hose.

    Die 10 Artikel, die du geschrieben hast, würd ich irre gern lesen. Aber ich glaube, da muss ich auf deine Lust und Laune, sie zu veröffentlichen, warten ;-) Habe ich aber auch kein Problem mit.

    Um mal deine andere Kommentar-Antwort aufzugreifen… Ich habe bei der Rezension herzlich gelacht. Bin jetzt nicht sicher, ob ich das Buch eben wegen der Rezension lesen sollte, oder eben nicht. ;-)

    Have a nice day.

    1. Du hast Streit mit Gott?! Bist du etwa auch so ein „Wenn es Gott gibt, warum (..)“ Menschen? ; )

      Vermutlich gäbe es sogar mehr Menschen.. Die meisten sind nur zu dumm, ihre Meinung zu formulieren oder zu ignorant und uninteressiert, um sich damit zu beschäftigten. Mist, vermutlich ist das der Punkt.. : x

      Muss mal kurz loswerden, weil du Punks und Hopper erwähnt hast, dass ich alle, die übermäßig Anarchie schreien, nicht verstehe. Danke für die Aufmerksamkeit.

      Nee, ich weiß nicht. Sind halt alle eher so Troll-würdig. Bei solchen Artikeln kommen gerne irgendwelche Leute an und kommentieren und man muss dann noch 10 zusätzliche Seiten schreiben, die alles erklären. Bestes Beispiel wäre da echt das Pädophilie/Vergewaltigungs-Dings. War bei Facebook ne Diskussion, ich hab sie hier reinkopiert und scheinbar kommen viele Leute nicht mit meiner Meinung klar. Wenn ich fertig mit Erklären bin, vielleicht schon eher.. Aber auch dann wird immer noch gebuht und gekeucht, denn wie kann man so denken, wie ich denke!? – Und das nervt. : /

      Auch bei den anderen Artikeln. Irgendwie macht mich das Schreiben hier eh müde. Es kommt mir vor, als hätte ich nichts Wichtiges zu sagen. Und wenn doch, als hätten es schon längst jemand getan – Vermutlich sogar ich selbst, denn irgendwie wiederhole ich auf dem Blog hier nur immer wieder dieselben Themen.

      Das macht mich stinkig. : /

      Die Rezension ist schon schön, oder? Solche sind meine Lieblings. Es gab da ne richtig tolle Hush, Hush oder Fallen Rezi. Ich hab geheult vor Lachen. – Außerdem hat man da ja auch gleich Respekt vor den Rezensenten. Ich wurde jetzt schon von Frau K. vom Arena Verlag (NICHT meiner Therapeutin XD) dafür ausgeschimpft, dass ich so negative Bewertungen vergeben und das nicht sachlich genug getan habe.. Und Autoren schreiben einem ja auch gerne einen Kommentar. *seufz* It’s a blogger’s life. : D Jedenfalls gibt es wegen so schöner negativer Rezensionen bei mir einen Extra-Wunschzettel: „Need to read because of a negative review“ : )

      1. Ich bin eher einer von den „Wenn es Gott gibt, warum ich?“-Menschen ;)
        Das Problem, dass du dich für deine Meinung ewig rechtfertigen musst, stelle ich mir extrem anstrengend vor. Liegt vermutlich daran, dass es in einigen Bereichen ja eine vorgefertigte Meinung ist, an der nicht gerüttelt werden darf ;-) Pädophilie und Vergewaltigung sind da mit Sicherheit das beste Beispiel.

        Ich habe ja bisher nur einen Bruchteil deiner Artikel gelesen, aber selbst, wenn du dich wiederholst, finde ich die Art, wie du es tust, immer wieder erfrischend. ;-)

        Ich habe gemerkt, das die Shopempfehlung unseres Antiquariats auf der Arbeit auch einer negativen Rezension gleich kommt. Erinnert manchmal an die Sache mit dem Unfall. Schlimm, aber man muss hingucken ;)

      2. Or, nee. Wirklich? ;(
        Aber Schicksal uä sind Unsinn. – Hey, darum ging’s in meinem Judas-Text! Yay. *sigh*

        Ach, musst doch nicht schleimen.. Los, mach weiter! *grins*

        Vielleicht veröffentliche ich ja den Artikel doch demnächst.. Vermutlich liest danach niemand mehr meinen Blog, aber heyyyy… Dafür gibt es dann mal wieder Einblicke in das Facebook Leben von Jugendlichen, die angeblich die Elite Deutschlands ausmachen.

        Ich habe gemerkt, das die Shopempfehlung unseres Antiquariats auf der Arbeit auch einer negativen Rezension gleich kommt.

        Wie meinst du das? Einfach scheiß Bücher, also quasi.. Alles, was empfohlen wird ist eindeutig beschissen? Da fällt mir ein, gestern kam doch irgendwas von House of Night raus.. Wollte ich uunbedingt lesen. (Ja, ich schreibe auch am Liebsten böse Rezensionen *muahahaha*)

  4. @chSchlesinger – Hm, ich werd ihr mal ne Chance geben und wer weiß, vielleicht gefällt’s mir ja zum Schluss. : D Die gesamte Self Published Geschichte ist eh.. Ich denke, vor allem machen sich die Verlage von selbst kaputt. Als Newcomer hat man da eventuell noch einen Vorteil. Sobald man ein schickes Cover hat und nen guten Klappentext, kann man einfach ein bisschen mit einem beliebten Blogger schreiben. Der fängt dann an, wie wild zu promoten – Denn whoo, man schreibt ja mit dem Autor! – und so weiter. Man muss gar nicht solche Deals wie Amanda Hockings machen. Um ehrlich zu sein finde ich die auch nicht gut. Erinnert mich an I am Number Four, das noch nicht rausgekommen war, aber schon die Filmrechte verkauft wurden. : x Zumindest hat man, finde ich, als selbstveröffentlichter Autor einige Vorteile. Allein Buchbindung. Die Preise, die von Verlagen festgelegt werden? Phew.

    Andererseits denke ich, sind die ganzen Schritte auch wichtig. Editor gibt es sicher nicht umsonst und jemandem mit ’nem guten Auge drüberschauen zu lassen?

    Pfeu, wenn du mit dem Fernseh-Gedanken im Hinterkopf schreibst, kommt vielleicht noch so ein Scheiß wie von P.C. Cast und ihrer schrecklichen Tochter (demonspawn!) raus. Der Unterhaltungsfaktor ist sicher wichtig, aber wenn man sich Fernsehmaßstäbe.. Urgh!

    Da lese ich lieber Grübeleien. Vielleicht weniger Kommerz, aber dafür Qualität.

    Was die Unterschiede zwischen Meyer und Hocking betrifft – Möglich. Hab’s ja noch nicht gelesen. M.E. ist das Problem bei Meyer gar nicht so riesig. Sie vermittelt ihren Lesern ja nuuur, dass sie einen Typen im Leben brauchen, um glücklich zu sein (Bella wird schwer depressiv in Band 2, als er sie verlässt und sucht nach extremen Situationen, um Adrenalin auszustoßen und von Edward zu halluzinieren). Dass Aussehen wichtiger ist als Persönlichkeit (Edward ist über 100, aber ist ja alles kein Ding, denn er sieht aus wie 17. Bella wird in Band 4 zum Vampir und dadurch ebenfalls wunderschön – Etwas, das sie von Band 1 an wollte, weil sie sich immer minderwertig gefühlt hat.) und so weiter.

    Aber da ist wohl auch der Punkt – Menschen mit wenig Lebenserfahrung werden Twilight sicherlich mögen. Oder Menschen, die nicht so sehr hinterfragen, was da eigentlich gerade gesagt wird. Frage ist nur, ob man will, dass diese Menschen das eigene Geschreibsel auch lesen.

    No, thank you, sir.

    Gut, dass ich kein Autor bin. Neben extremen Mangel an Kreativität würde ich vermutlich die ganze Zeit an meine Pet Peeves denken und könnte dann gar kein Buch schreiben. : x

    Kurze Frage – Machst du etwa bei NaNoWriMo mit?

    1. Heute habe ich in der TEXTART einen sehr inspirierenden Artikel über den „National Novel Writing Month“ gelesen: Doch, ich bin dabei!
      Mit der rohen Geisteskraft, eine Welt aus Wille und Vorstellung entzwei schlagen zu können, versuche ich mich an einem rasanten Film like „Matrix“: Hochsicherheitstrakt in Moskau, streng geheimes Labor in Las Vegas, mittendrin ein durchtrainierter Junkie, der sich verliebt in das Computervirus „Linny“, das die Sprachsoftware seines Handys übernommen hat, ihm Geld aus Automaten besorgt, Sportwagen, Schlafgelegenheiten, ihn schließlich verführt, gemeinsam „Daddy“ zu befreien…
      Keine Grübeleien! Nur das Allernötigste beschreiben. Handlung. Handlung. Handlung. „Es muss sich 24 Stunden etwas bewegen, und zwar in Farbe!“ So gelingen mir vielleicht tatsächlich zehn Seiten pro Feierabend.
      Pünktlich zum Geburtstag meiner Frau, am 30. November, kann ich ihr dann hoffentlich die Rechte an dem Weltbestseller „Linny“ schenken.

  5. Ich werde mein Werk auf Fehler in der Rechtschreibung durchsehen lassen, damit kein Käufer das Produkt reklamieren kann wegen objektiver Qualitätsmängel. Ansonsten aber möchte ich unterhaltsam sein wie jemand, der am Lagerfeuer Pfadfindern etwas zur Guten Nacht erzählt.
    Als Schriftsteller muss ich mich für so unwichtig nehmen, dem Leser tausend Dinge zuzugestehen, die ihm wichtiger sind im Leben, als mein Roman. Das Radio bin ich, das Werktags im Hintergrund dudelt, hoffentlich immer dann unterhaltsam, wenn jemand mal zufällig hinhört.
    Amanda Hocking verfügt über null Kreativität. Ihr Welterfolg besteht darin, Mädels den außergewöhnlichen Freundeskreis zu beschreiben, den sie gerne hätten. Via Identifikationsfigur abhängen mit coolen Vampiren. Amanda Hocking als Messias, dass vielleicht auch im eigenen Dahinleben aus heiterem Himmel ein Ferrari neben einem stoppt…
    All die Poster in den Jugendzimmern, all die Vampirsagen sind in meinen Augen kaum mehr als Omas Hausaltäre und Evangelien. Nur dass Amanda Hockings Erlöserphantasien um einiges poppiger daherkommen.
    Ich schreibe nirgendwo mit. Seit ich dieses Jahr mein Lebenswerk vollendet und mich dort als „Über-Ich“ den Freitod habe sterben lassen, reduziere ich mich quasi nur noch auf menschliche Bedürfnisse. Jene Glücksgeilheit, die mir so schwer fällt wie das Erlernen einer Fremdsprache. Es meinen Mitmenschen mit modernen Bergpredigten besorgen, damit sie mir ihre Ersparnisse geben, damit ich mir meinen „Zauberberg“ leisten kann, pollen- und milbenfrei. Ein kleines Arsch im Universum, das schlemmen will…
    Ich schreibe zwar, bemühe mich, bin aber auf seltsame Art viel zu gelähmt, um in einem Monat sonderlich was wegschaffen zu können. Ohne „Über-Ich“ fühle ich mich wie Clark Kent ohne Superkräfte, fand ich schon 1981 im Kino irgendwie blöde. Muss erst für das mir verbliebene Fleisch einen Weg finden.

    1. Empfinde ich als Leser anders.

      Der Durchschnittsbürger hat wenig Zeit. Die Zeit, die er dann aber mit Lesen verbringt, sollte doch gut sein, dementsprechend sollte sich der Autor wichtig genug nehmen – denn immerhin füllt er mehrere Stunden des Lebens mehrerer Menschen – um mehr als nur Lagerfeuergeschichten von sich zu geben. – Außer es sind verdammt gute.

      Amanda Hocking verfügt über null Kreativität. Ihr Welterfolg besteht darin, Mädels den außergewöhnlichen Freundeskreis zu beschreiben, den sie gerne hätten. Via Identifikationsfigur abhängen mit coolen Vampiren.

      Genau die Art Bücher mag ich nicht. Mary und Marty Sues können mir zusätzlich dazu auch gestrichen bleiben und in YA Büchern gibt es die ja wirklich ständig. Wenn ich Bücher von überpriviligierten Mädels lese, mit tollen Freunden und noch tolleren Mitschülern/Lehrern/Eltern/Ärzten/Beziehungen, dann möchte ich nur auf’s Buch – oder Mister Kindle – kotzen.

      Denn es hat nichts mehr mit Fantasie und Träumen zutun, wenn ich nirgendwo in den Personen mich selbst erkennen kann oder ich ihnen eigentlich nur wünsche, dass sie mal ordentlich eins auf die Fresse kriegen. *cough Nora von Hush Hush*

      Da fehlt dann wohl auch das Identifizieren. Aber auch wenn ich der Hauptfigur total entsprechen würde – Und ich vermute, dass ich eher Ash bin, der nur zuschaut und nicht mitmischt.. oder Tod – dann würde ich nicht wollen, dass alles so klasse ist. Wo bliebe da die Spannung, wenn man eh Glück hat? Wenn nichts schwer ist, wenn man nie mit sich selbst kämpfen muss?

      Das stört mich bei Thrillern schon so. Zum Schluss überführen die Protagonisten den Bösewicht nur, weil sie Glück hatten? Fick dich, Buch. 1 Stern!

      Und- Wieso gibt es nur externe Konflikte? Oder beschissene innere?

      All die Bücher lösen in mir nichts als Würgereiz, Frustration und Wut aus. Aber nicht auf die tolle, produktive Weise – Wie Lucas oder Forbidden (lies das!! LIES!!!!!) sondern einfach, weil ich zum Schluss da sitze und mich frage, was sich die Autoren dabei gedacht haben. Ich will mitfiebern und heulen und schreien und ich will, dass die Protagonisten sich weiterentwickeln – In den Fällen dürfen sie am Anfang des Buches sogar richtig scheiße sein – aber vor allem will ich, dass es schwer ist und sie es trotzdem schaffen. Da lese ich gerne 500 Seiten Folter, solange die letzten 3 Seiten etwas Hoffnung machen.

      Weswegen Vampirbücher meistens mies sind. Die leben alle mega lang und haben deshalb einen Haufen Geld angesammelt. Oder Hexen. Die irgendwelche mega Sachen draufhaben, vielleicht sogar die Einzigen sind, die die Welt retten können, aber anstatt sich darauf einen runterzuholen sitzen sie da und heulen rum. — Und ja, ich weiß, dass ich da gerade prinzipiell mich selbst dumm mache.

      Und weswegen auch Contemporaries dumm sind, weil es da 350 Seiten lang schön ist und die letzten 5 sind so süß, dass man Zahnschmerzen kriegt.

      Und weswegen es vor allem schwer ist, irgendetwas Triviallektür-isches zu lesen, ohne sich so aufzuregen, wie ich das gerade tue. ; )

      Deshalb ist ja auch eigentlich der Artikel entstanden. Ich hatte Gossip Girl und Glee und Ähnliches gesehen. GG ist im Original auch eine Buchreihe, von der ich die ersten zwei Bände gelesen habe. Und genau da gibt es überpriviligierte, nervende, selbstgerechte Typen und Typinnen. In der Serie sind die Einzigen, denen man ansatzweise etwas Gutes wünscht die, die offen Arschlöcher sind. Und die werden zur Zeit auch so weichgespült.

      1. Meine „Helden“ bringen sich am Ende ihrer Egotrips immer um: Mit dreißig ging ich frühmorgens am Ostseestrand ins Meer, jetzt, mit vierzig, nahm ich frühmorgens auf dem „Berg des Schicksals“ Gift.

        Martin Luther hätte wohl kaum solch einen Erfolg gehabt, würden viele Menschen nicht gerne ihr Himmelreich geschenkt bekommen. Bei Luther muss kein Priester sich mehr prüfen durch Ehelosigkeit und Entsagung, sondern darf sich durch die Gnade Gottes bereits von Geburt an erlöst fühlen.

        Amanda Hockings Heldin ist eine moderne Cinderella: Wie viele Leserinnen, lebt sie in einer Butze, Vater hat sich aus dem Staub gemacht, Mutter ist auf Nachtschicht, der kleine Bruder ein Loser, den sie in Spinde dreschen. Da hat man regelmäßig wenig Bock auf Problemfilme, glaube ich. So wenig wie Frau Hocking, als sie noch anderer Leute Hintern putzte oder Frau Rowling, als sie von Stütze lebte.
        Selbst schaue ich liebend gerne Problemfilme, aber ich lebe auch weder in einer Hochhausbutze, noch von Stütze, noch putze ich anderer Leute Hintern.
        Daher kann ich es verstehen, wenn viele Menschen einfach nur „abschalten“ und von Erlösung träumen wollen: „…und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn was vorher war, ist vergangen.“

      2. Viele Künstler begnügen sich ihr Leben lang mit Abbildern der Wirklichkeit. „In echt“ können sie mit den Körpersäften anderer Leute wenig anfangen, auch ist ihnen die Wassertemperatur für einen Freitod regelmäßig zu kalt.
        Das Leben kennt keine größere Herausforderung als den Tod: Weil ich sterben muss, lasse ich mich wieder und wieder sterben, um eines Nachts sterben zu können. Ich stalke den Tod, suche ihn in Gespräche zu verwickeln, will in Kontakt sein mit der entsetzlichen Finsternis, die über mich kommen wird.
        Mich nicht fortwährend dem Tod zu stellen, ist für mich wie ein Schachcomputer auf der Anfängerstufe: Über keinen Sieg könnte ich mich freuen, weil ich weiß, dass dieser Level längst nicht die größte Herausforderung ist.
        Sehe ich von Stephen King ab, habe ich mich in meiner Jugend bereits abgewandt von Fiktionen. (Auto-)Biographien, hunderte, tausende Lebensläufe wurden meine Recheneinheiten, was für Tode TATSÄCHLICH möglich sind. Lebenswerke wie „Ein Mensch ist, was er hinterlässt“ sind meine Versuche, aus diesen Recheneinheiten Wege herauszuschreiben, die zwar enden mit dem Tode, aber auch mit dem Frieden eines Lächelns.

        http://chschlesinger.tumblr.com/

        Mein neuer „Held“ wird in einer modernen Version von Dantes „Göttlicher Komödie“ gar das Jenseits erfahren, eine junge Selbstmörderin zu befreien aus der ewigen Verdammnis:

        „Lächelnd betrachtete Hengstmann die Striemen auf seinem Rücken. Viele bereits vernarbt, viele noch frisch. Auch der Brustkorb des hageren Leibes legte Zeugnis ab von zahllosen Hieben. Deutlich stachen Knochen hervor, jedoch eingefügt in solch zähe Muskelmasse, dass selbst Heiden, welche der Kasteiung unkundig waren, nicht in den Sinn gekommen wäre, Hengstmann als jemanden Zerbrochenes wahrzunehmen.
        Ein härenes Hemd aus Rosshaar wählte Hengstmann, Soutane, Zingulum, Kollar, und als er sich den Segensmantel überwarf, glühte sein Schädel vor Hitze. Mit beiden Händen fuhr er über ein Haupthaar hinweg, welches gestutzt war auf jenes Maß von Lagern, Kasernen, Männerwohnheimen.
        Gegen das Licht der untergehenden Sonne, das durch die Fenster der Sakristei fiel, hielt Hengstmann seine Brille, entfernte drei Körner Staub, welche sich seit der letzten Kontrolle eingefunden hatten auf den Gläsern.
        Wie Krieger ihr Visier, setzte Hengstmann die Brille auf, justierte sie auf der Nase, nickte.

        Hengstmann betrat das Kirchenschiff. Er faltete die Hände, sah den marmornen Hochaltar hinauf. Über dem Tabernakel, Heilige! Kniend vor einem Kreuz, welches mannshoch leuchtete in seinem Gold. Darüber das Kreuzgratgewölbe, das Emporenjoch, mit den mächtigen Stützmauern, Passionsbilder, überall im Kirchernrund.
        Jede einzelne Kerze war gelöscht worden. Allein das letzte Licht des Tages schimmerte durch Kirchenfenster, auf denen venezianische Meister sich vor Jahrhunderten ein Bild gemacht hatten vom Himmelreich.

        Der Sarg aus Edelholz war in die Mitte des Altarraumes gestellt. Hengstmann trat näher, bekreuzigte sich, formte lautlos seine Lippen zum Gebet.
        Hengstmann studierte den Sargschmuck, studierte Mäanderschnitzereien und Intarsien, welche Krontauben aus blau schimmerndem Indigoholz zeigten. Unter dem Fenster, das auf Kopfhöhe des Sargdeckels eingelassen war, stand in geschwungenen Lettern ein Mädchenname: „…“.
        Hengstmann drehte den Knauf des metallenen Sichtschutzes, der vor das Sargfenster geschraubt war. Tonlos erfüllten drei Scharniere ihren Zweck, übervorsichtig ließ Hengstmann den Sichtschutz sinken auf den Edelholzrahmen.
        Hengstmann erhob sich, trat zurück. Gerade so, dass er noch ansehen konnte, welch Gesicht in den Sarg gelegt worden war:
        Weiß das Gesicht des Mädchens. Nicht wie das Wachs von Kerzen, mit denen man Fürbitten bekräftigte, sondern weiß wie der Gips der Engelsputten, die hoch über Hengstmann in Scharen Richtung Gottvater schwärmten.
        Des Mädchens Wangen leicht gewölbt, als bewahre es Luft, als habe das Mädchen vorm Tode tief eingeatmet, bis ans Ende seiner Reise den Ort nicht zu verlieren, an dem es gelebt, geliebt, gelitten hatte.
        Wesentlich allein schien die Goldmünze, welche dem Mädchen zwischen die Lippen geschoben war. Sie spiegelte und spiegelte sich in Hengstmanns Brillengläsern.“

  6. @chSchlesinger

    Hm, ich hab einmal eine Kurzgeschichte geschrieben. Eine sehr unkreative, wenn ich das mal anbringen dürfte. Eigentlich hab ich nur meine Freunde genommen, ihnen eine tragischere Kindheit verpasst und sie trinken lassen. Zum Schluss waren alle mit 17 schon geistig gesehen am Ende ihres Lebens. War sehr interessant. Aber ich hab niemanden umgebracht.. Glaube ich. Zumindest hab ich mich da nicht umgebracht.

    Wieso genau machst du das?

    Hm, also immerhin hat whatshername.. Alice keine perfekte Familie. Aber ich muss auch zugeben, dass ich es liebe, Jugendbücher zu hassen. Oder auch normale Bücher. Also alle Bücher, die eigentlich nur Unterhaltungszwecken dienen. Und andere Bücher lese ich gar nicht. *sigh*

    Es geht ja nicht um das Problem an sich, sondern darum, dass man sich als Leser doch ansonsten denkt: „Für die Person war es leicht. Sie konnte die 50 Welpen retten, die Menschheit vor einer Seuche bewahren und gleichzeitig den perfekten Sex mit [..] haben. Und das, ohne sich anzustrengen.“ während man aber selbst eben wohl kämpfen muss. Für die kleinste Scheiße muss man sich anstrengen. Um aufzustehen, um sich die Zähne zu putzen, zur Arbeit zu gehen, seine Mitmenschen nicht jede Minute anzukeifen. – Oder, vielleicht noch nicht mal so krass. Vielleicht ist man einfach nur müde, vielleicht dies und das etc.

    Wenn ich etwas lese und mir denke „Wow, die Person hat’s auch hinbekommen, obwohl sie’s bei Gott nicht leicht hatte“ dann werde ich vielleicht in meinen bitteren Momenten etwas zickig und motze mein Buch an „DIE IST DOCH ABER AUCH NUR FIKTIV!!“ im Endeffekt aber hilft mir das.

    Wenn ich etwas lese und mir denke „Ha, ist ja auch alles total einfach für sie gewesen, weil sie einen IQ von 160 hat, super aussieht, Sport liebt, Mathe voll klasse findet, durch diese Eigenschaften überall irgendwie durchkommt (..)“ dann kann ich nicht anders, mache meine drei Tumblr-Dokumente mit je 160 Bildern auf und schreibe Rezensionen wie dort oben. Nur halt zusätzlich noch mit solchen Bildern:

  7. Schicksal gibt es nicht? Wenn du das eindeutig bewiesen hast, lass mich bitte, bitte das Ergebnis sehen. Ich bin mir da Zeit meines Lebens unschlüssig ;-)

    Also, zu unserem Shop.. Wir bekommen einmal im Monat son kleines Heft, wo Neuigkeiten in unserem Betrieb vorgestellt werden. Und dabei gibts auch immer einen Buchtipp. Drei mal habe ich den befolgt, drei mal habe ich mich geärgert. Habe den Eindruck, das dort Bücher ausgewählt werden, die weg müssen. Kann aber auch nur meine Meinung sein, habe noch niemanden gefunden, der ähnlich denkt ;)

    1. Schicksal und ich – Der Tragödie erster Teil.

      Es gibt kein Schicksal, es gibt nur Kettenreaktionen, weshalb m.E. alles, was passiert, passieren muss. Das, was ich jetzt sage, sage ich, weil ich irgendwo etwas gelesen oder gehört habe. Weil ich so oder so erzogen wurde. Genauso wird der Eine das jetzt als Ausrede nehmen und sagen, dass es „so oder so passieren muss“ während jemand anders realisiert, dass nur, weil die Entscheidung feststeht, wir nicht wissen, was sie ist, also einen Pseudo-Freien-Willen haben, dementsprechend immernoch unser Bestes geben müssen und unser Gewissen nicht damit erleichtern können, dass es vorherbestimmt war. Das war es nicht. Es ist nur, wenn man später auf die Ereignisse zurückschaut oder omnipotent und omniscient ist, klar, dass diese Entscheidungen getroffen wurden, dass das oder das oder das gesagt wurde.

      Ändert aber an unserer Gegenwart einen Scheißdreck. Und, und ich denke, das ist der Hauptpunkt, wir können quasi mit reinspielen. Zwar steht es schon fest, dass wir das, was wir tun, tun, aber damit ändern wir aus unserer Perspektive die Zukunft. – Aktion, Reaktion. In unserer kleinen Blase gibt es kein Schicksal, es gibt nur Logik. Dass diese Logik zum Schluss Schicksal ist, ist nebensächlich, weil wir Menschen soweit ich das beurteilen kann, nicht so funktionieren.

      Und wenn es Gott gibt. Ja, vielleicht gibt es Gott oder eine höhere Macht. Ich bin da eher Dalai-Lamisch und denke, dass es egal ist, woran man glaubt, solange es einen zu einem besseren Menschen macht. Ob man sich da auf Gray’s Anatomy stürzt oder die Bibel. Das Resultat zählt.

      Also kann ich auch nicht für Gott sprechen. Aber wäre ich Gott – und ich weiß, oft bin ich so extrem intelligent, schlagfertig und unglaublich unterhaltend, dass man meinen könnte, ich wäre es – dann würde ich nicht steuern wollen. Ich würde den Menschen ihren freien Willen lassen. Dementsprechend kann ich nicht in ihr Leben eingreifen. Sobald ich das mache, ist der freie Wille weg. Denn das, was passiert, passiert aus menschlichen Gründen.

      Menschen sind scheiße, rauchen, fahren Auto, essen Fleisch. Also Klimawandel. Menschen töten ihre Nachbarn, Menschen machen dies und das. Menschen waschen sich nicht, Menschen suchen nach tausend Heilmitteln und machen dabei Viren resistent, Menschen schocken einander in Magengeschwüre – Wir entscheiden und in die Resultate einzugreifen wäre dasselbe wie in unseren freien Willen einzugreifen.

      Wäre ich also Gott und hätte etwas so Komplexes wie den Menschen erschaffen, oder auch nur die Ursuppe.. Selbst wenn ich eine Mutter wäre, würde ich doch nur dann auf mein Kind stolz sein, wenn es die richtigen Entscheidungen trifft. Nicht, wenn ich es dazu zwinge.

      Und sollte ich Gott sein, würde ich mehr wissen als die Menschen. Ich würde wissen, was danach kommt. Ich würde wissen, dass es vielleicht Reinkarnation gibt, oder einen Himmel oder eine Hölle. – Vielleicht kann ich nur dann entscheiden, wohin der Mensch kommt, wenn alle seine Entscheidungen von ihm kommen.. bzw. zumindest nicht direkt von mir beeinflusst wurden. Oder vielleicht kommt nach dem Leben auch gar nichts. Vielleicht wäre ich verbittert und müde, weil ich schon immer existiert habe und mich die Boshaftigkeit der Menschen schon gar nicht mehr schockt.. Vielleicht hab ich schon so viel durch, dass der Schmerz der Menschen für mich nur ein Wimpernzucken ist, selbst wenn man es in Relation setzt.

      Vielleicht nerven mich die ganzen Jugendlichen, die überlegen, was sie machen würden, wenn sie ich wären. Who knows?

      Irgendwas hab ich vergessen.. Hm. Vermutlich ist das, was ich da oben geschrieben habe, eh alles nur wenig bis gar nicht hilfreich, schlau oder göttlich göttlich. Aber als ich das letzte Mal darüber nachgedacht habe.. Nur, weil man kann, heißt das nicht, dass man darf. Was, wenn Gott Hitler getötet hätte. Dann hätten wir Deutschen jetzt nicht unser Stigma. Aber Juden wurden ja schon davor gehasst. Was wäre passiert? Wären sie von mehr als nur einem Land, einem kranken Menschen gejagt wurden? Was, wenn Gott einen Menschen umbringt, der ein Kind tötet? Wären die Kinder dieses Kindes vielleicht Vergewaltiger geworden? Wir wissen es nicht, aber m.E. sollten wir vielleicht regelmäßig Horrorszenarien in unserem Kopf haben. Hilft mir persönlich ab und zu.

      Bzgl Buch – Gib mal ein Beispiel, biiiitte? :)

  8. Toll geschrieben. Du denkst doch noch deutlich mehr nach, als ich erwartet hatte. :) Ich werd das sicher noch einige male lesen und mir Gedanken darüber machen.

    Das Beispiel… Jay Ashers „Thirteen Reasons Why“. Ich weiß nicht, ob ich darüber im Stöckchen mal geschrieben habe, ich glaube aber, das habe ich. Ich war so gespannt auf das Buch. Es war auch der erste Tipp, wenn ich mich recht erinner. Aber ich fand das Buch so schrecklich *gähn*.
    Möglicherweise kann ich einige Geschehnisse oder Tabus oder wie man es auch immer nennen mag aus dem amerikanischen immer noch nicht nachvollziehen oder vielleicht lag es auch daran, das Clay (hieß der so?) mir schlichtweg zu frodo-isch war. Aus mir unbekannten Gründen wie Elijah Wood im Herrn der Ringe. So… wie sag ich das? Weichspülerisch, heulsusenmäßig, standhaft wie eine Milchschnitte.

    Oder „Die Leiden einer jungen Kassiererin“ von Anna Sam. Auch so ein Griff ins Klo. Ein Buch mit 176 Seiten verputzt man ja eigentlich so schnell wie ein Asterix-Comic. Aber hier habe ich maximal 70 Seiten geschafft. Auf 3 Abende verteilt. Mittlerweile habe ich es verschenkt und auch dort wurd es gleich zur Seite gelegt und irgendwo getauscht oder verkauft.

    1. Jay Asher’s Thirteen Reasons Why? Ich fand den Typen doof, aber was das Mädchen zu sagen hatte, super.

      You don’t know what goes on in anyone’s life but your own. And when you mess with one part of a person’s life, you’re not messing with just that part. Unfortunately, you can’t be that precise and selective. When you mess with one part of a person’s life, you’re messing with their entire life. Everything. . . affects everything.

      und

      No one knows for certain how much impact they have on the lives of other people. Oftentimes, we have no clue. Yet we push it just the same

      Welche Tabus meinst du? Das Tabu, andere in den Selbstmord zu drängen? ;) Obwohl ich zugeben muss, es ist ja nun so drei Jahre her, seit ich das Buch gelesen hab und mittlerweile relativ viele Probleme gefunden.

      Natürlich müssen wir alle mal etwas mehr darauf achten, was wir sagen. But the world needs to be educated. Ernsthaft.

      Beispiel 1: Das fiel mir erst auf, nachdem meine Mama es mal erwähnt hat.. Da war meine Schwester noch 2 oder so und hat den Bofrost-Mann fett genannt. Was die Wahrheit ist. Der Mann ist echt richtig übergewichtig.

      Wir haben aber damals beide zu Tuffi gesagt, sie solle das nicht sagen. Was haben wir damit gemacht? Es schlecht geredet. Übergewicht = Schlecht. Und dann wundern wir uns, warum die Welt essgestört ist? Und das ist nur eines von tausenden Beispielen, in denen wir einfach zu blind sind, um zu erkennen, was wir machen. Würden wir aber dahinter schauen, dann würden viel weniger Menschen verletzt werden.

      Wenn dick nicht automatisch schlecht wäre, würde es nicht so sehr verletzen. Oder verletzt es mich, wenn mich jemand brünett nennt? Weil es FAKT ist.

      Nächstes Beispiel – Das hat Mami vor ein paar Tagen angebracht, als ich mit ihr über den Facebook-Beitrag gesprochen hab. Es ging um Sucht und darum, dass Leuten, die von Ärzten Tabletten verschrieben bekommen, die süchtig machen, oft gesagt wird „Du bist vielleicht süchtig, aber du bist ja nicht einer der Alkies am Bahnhof..“ nur: Die haben’s sich auch nicht ausgesucht. Trotzdem werden sie runtergemacht. Klar, sie haben einen Fehler gemacht, haben damit angefangen und weitergemacht etc. Aber das ändert nichts daran, dass sie sicher auch nicht geplant haben, jetzt am Bahnhof zu sitzen.

      Drittes Beispiel – Frauen, die keine Kinder wollen, sind kalt. Ich will keine Kinder. Ich bin auch kalt. Und das wird gerne als „falsch“ und „schlecht“ dargestellt. Es werden Ausreden dafür gesucht. „Sie ist halt depressiv, das beeinflusst sowas..“ oder „Vielleicht willst du ja später Kinder..“ Da gibt es bestimmt auch noch andere, coolere Beispiele. Aber zum Schluss ist die Welt einfach so.. narrow-minded. Ist doch klar, dass man sich kaputt macht.

      Gleichzeitig kommen dann die Medien. „Who’s pregnant and who’s just fat?“ und „[Promi A] erklärt, warum sie so zugenommen hat“, wo dann erklärt wird, dass es alles nur die Schuld ihres Ex‘ ist. Oder dass Promi B wegen ihrer Eltern so verkorkst ist. Und Promi B ist deshalb mit so vielen Weibern zusammen, weil seine Mutter das und das.

      Da ist es so einfach, die Verantwortung für sich selbst abzugeben. Und natürlich beeinflussen die Leute uns. Und klar, irgendwann hat man genug. Aber es gibt Leute, die dann nicht mal mehr nach Hilfe suchen. Und wenn ihnen ihr Leben so egal ist, dass sie nicht mal mehr nach Hilfe schauen, dann sollte es ihnen auch unwichtig genug sein, um sich NICHT umzubringen – Da das ja irgendeine Art von Relevanz erfodert, oder nicht?

      (blabla)

      Die Leiden einer jungen Kassiererin klingt irgendwie langweilig. Obwohl ich eh Probleme mit solchen Titeln habe. Vielleicht schau ich’s mir nachher mal auf Goodreads an.

      Toll geschrieben. Du denkst doch noch deutlich mehr nach, als ich erwartet hatte. :) Ich werd das sicher noch einige male lesen und mir Gedanken darüber machen.

      Wieso kommt mir das wie ne Beleidigung vor? ;b

      Aber stimmt eigentlich nicht. Über das Thema an sich hab ich nie lang nachgedacht. Zumindest nicht so, wie ich über andere Themen verzweifle. Und Du denkst noch deutlich mehr nach, als ich erwartet hatte? Das sind eher Randgedanken, also nichts wirklich Tolles oder etwas, wo ich viel mit zutun hätte. Ist vermutlich auch gut. Kann man immer als Ausrede nutzen.

      „Ich hab darüber nachgedacht, dich umzubringen? Sorry, kann das nicht beeinflussen!“ (Ist vermutlich eh die Schuld der Medien oder meiner Eltern.. : ))

      UND ich glaub, ich stell den anderen Text jetzt online. Sonst vergammelt er und zum Schluss wird er nie veröffentlicht.. Wenn Trolls ankommen, kann ich sie ja ignorieren. -sigh- Oder? ODER? *grübel* (<- xD)

      1. Das du dir eine Menge Gedanken machst, war nicht speziell auf dieses Thema bezogen, sondern eher darauf, dass du dir überhaupt Gedanken zu dem Thema machst. ;-)

        Vielleicht war auch Tabu das falsche Wort. Aber ich habe den Eindruck, das bei einigen Geschehnissen, Handlungsweisen oder so weiter unsere amerikansichen Mitbürger entsetzt aufschreien, die uns ein müdes Lächeln abringen. Sieht man oft an diesen unzähligen Billigfilmen, die Sonntags Morgens laufen. Da wird hysterisch gekreischt und gehüpft, weil das Hauptrollenmädchen, dass in die 10. Klasse geht auf der Party ihren Traumtypen geküsst und 3 Bier getrunken hat.
        Hier treffen sich alleinerziehende Mütter, die eigentlich in die 10. Klasse gehen sollten, schrauben sich morgens schon Asti in die Birne und tauschen ihre privaten Homevideos auf ihren iPhones aus.
        Bei mir ist es auch einige Jahre her und wirklich erinnern kann ich mich nicht. Hannah hat sicherlich einige Dinge gesagt, die man durchaus unterschreiben kann, aber dennoch fand ich eine wirklich klasse Idee schwach umgesetzt. Es war mir vielleicht nicht bissig genug.
        Bei der jungen Kassiererin war ich vielleicht deswegen neugierig, weil ich selbst eine Zeit lang an einer Supermarktkasse gesessen habe und da doch auch ein paar skurrile Leute getroffen habe.

        Die Beispiele mit dem Bofrost-Mann, den Obdachlosen am Bahnhof und den Frauen, die keine Kinder wollen… Sie passen schlichtweg nicht in das „perfekte“ Bild, dass viele sich in ihrem Kopf ausmalen. Der Mensch neigt in vielen Fällen dazu, sich eine perfekte Welt zu erträumen. Jeder ist zufrieden und gesund, Kriege und Atomkraft kennt man nur aus den Geschichtsbüchern und überhaupt mag jeder den Anderen.
        Oder aber man steckt Menschen immer noch in bestimmte Rollen. Da ist der Sohn des Gastarbeiters, der auf jeden Fall die Hauptschule nach der 9 beenden muss, um Straßenbauer zu werden. Und wie kann man sich heraus nehmen, den Sohn des Industriekapitäns zu kritisieren, er hat immerhin in Yale studiert. Und als Frau musst du natürlich Kinder wollen. Und Hello Kitty lieben. So ist das nunmal, da hat man selbst keinen Einfluss darauf. Das ist einfach die Rolle, in die du geboren wurdest. Und wenn du das nicht gut findest, dann bist du ein schlechter Mensch und möglicherweise sogar Terrorist.

  9. chSchlesinger said: „Viele Künstler begnügen sich ihr Leben lang mit Abbildern der Wirklichkeit. „In echt“ können sie mit den Körpersäften anderer Leute wenig anfangen, auch ist ihnen die Wassertemperatur für einen Freitod regelmäßig zu kalt….“

    Dante.lalala. – Ich war fasziniert, hab mich aber nie reingefunden..

    Und Tod. Hm, vielleicht hab ich mit der Thematik an sich ein Problem, aber bisher hab ich noch nie Irgendetwas gelesen, das mich davon überzeugt hätte, dass ich fasziniert sein sollte. Allerdings klopfe ich auch schon die ganze Zeit auf Holz, sobald ich das Wort im Kopf habe. #leichtgestört

    Wieso lässt du ihn sie retten?

    Warte.. Muss jetzt erstmal nachfragen, denn es gibt so viele Geschichten, dass ich nicht mehr durchblicke.

    Sind Selbstmörder für immer in der Hölle oder nur im Fegefeuer? (Gibt es ein Fegefeuer, wenn ja, brennt man dort seine Sünden von der Seele?)

    Denn wenn es ein Fegefeuer gibt, und es wirklich eine Sünde ist, sich umzubringen und nicht darauf zu warten, bis man so stirbt, wie Gott es wollte – Und wer kann bitte sagen, dass Gott es nicht voll okay findet, dass man sich umbringt? – sollte sie vielleicht wirklich ein Weilchen da unten bleiben? OH. Ewige Verdammnis. Okay, ja, oops. Hätte mal ordentlicher lesen sollen.. -sigh-

    Sie hat keinen Namen? Wtf?

  10. Imre Kertesz oder Viktor Frankl kann ich sehr empfehlen, wie beide im Konzentrationslager mit dem Tod umgingen.
    Mich fasziniert es, dass Menschen sich im Alter regelmäßig ätzendes Zeug ins Haar schmieren, bloß nicht grau zu werden. Viele bemühen gar Chirurgen, ihnen den Tod aus dem Antlitz zu operieren.
    Mir geht es ums Sterben im weitesten Sinne, eben mich offensiv damit auseinander zu setzen, dass viele junge Menschen mich „Daddy“ bereits als ekelhaft empfinden und bald als „Kompostie“ bezeichnen. Ich lebe zwar noch, bin für weite Teile der Menschheit aber bereits unsichtbar wie ein Schloßgespenst. Mich fasziniert das.
    Ob viele „Muttis“ insgeheim darunter leiden, nie, niemals mehr ein jungen, knackigen Mann berühren zu dürfen?

  11. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Menschen nicht darunter leiden würden, nicht gewollt zu werden, wenn sie wissen, dass es anders sein könnte und/oder nur mit ihrem Äußeren zutun hat..

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