Do Not

 

Pet Peeve of mine: Priviligien. Meckermittwoch und depressiver Dienstag.. Nur halt am Samstag. Obwohl’s mir, bevor ich den Text geschrieben hab und Coldplay gehört habe, eigentlich gut ging. Jetzt würd ich allerdings gern ein wenig heulen.. Soll ja gut tun.. Arse.

Während ich es zwar lange Zeit ausblenden konnte, fällt mir in letzter Zeit auf, dass ich nichts erreicht habe. Damit meine ich nicht, dass ich gerade Medizin studieren sollte oder mein Leben vorbei ist. Es ist einfach so, dass ich meine ehemaligen Klassenkameraden sehe. Leute, die weniger gut in der Schule gewesen sind als ich. Es klingt böse, aber bei vielen war ich mir einfach sicher, dass ich mehr erreichen könnte. Nicht, dass ich es wirklich schaffen würde. Irgendwie konnte ich mir das doch nie richtig vorstellen, weil es einfach so weit entfernt war. Abitur, Studium.. Alles nur abstrakte Begriffe, die für mich selbstverständlich waren und über die ich nie lange nachgedacht habe, denn ich war mir sicher, alles irgendwie zu schaffen.

Und jetzt fällt mir auf, dass ich einfach nichts geschafft habe. Ich hab kein Abi, ich kann außer Englisch keine Fremdsprache, ich bin zu blöd, schriftlich zu dividieren und außer einer hässlichen Taxonomy Funktion hab ich auch bei WordPress nichts hinbekommen.

Ich fange Dinge an, aber ich schaffe es nicht, sie zu beenden und das Lustige ist, dass mir bis gerade eben noch gar nicht aufgefallen ist, dass mein Abitur einfach nur eine neue Ebene ist. Früher hab ich die dummen Tonaschenbecher nie zu Ende angemalt, jetzt hab ich mein Abi eben nicht beendet.

Es gibt einfach nichts, das ich vorzuweisen habe und auch wenn ich davon überzeugt bin, dass ich dieses Erfolgsdenken an der Menschheit nicht leiden kann, muss ich zugeben, dass ich weniger dagegen hätte, wäre ich erfolgreich. Ich würde es immernoch mies finden, aber da ich nicht betroffen wäre, könnte ich mich normal dafür einsetzen. So wie ich jetzt Vegetarierin sein kann und mich dabei gut fühlen. (Und ständig von Fleisch reden..)

Ich hab gerade laut Goodreads mein 301. Buch gelesen. Das ist die einzige Leistung, die ich dieses Jahr gebracht habe und es hat einfach mal nichts mit irgendeiner Fähigkeit (außer der Gabe, zu lesen und ja, dafür bin ich tatsächlich dankbar) zutun.

Es kotzt mich so an, dass ich einfach nichts kann, schaffe oder will, außer etwas zu können, zu schaffen und zu wollen. Aber auch das nicht genug, um es tatsächlich zu tun. Es kotzt mich so an, dass die Welt nicht so ist, wie ich sie will und ja, das klingt kindisch und naiv und egoistisch, aber es IST eben so.

Warum muss es ständig um all die Dinge gehen, die ich nicht hinbekomme?

Was ich damit sagen will ist, dass ich genau die Art Asi bin, über die ich früher gelacht habe und die Ausrede „depressiv“ zieht einfach nicht mehr, denn ich mache wirklich nichts dagegen. Wenn ich an die Zukunft denke ist da einfach nur ein großes Loch. So beschissen, dass ich wegdenken möchte und stattdessen jetzt nach einem Zitat suchen werde, dass zu dem Ausrede-Part passt – Allerdings nur in meinem Kopf. Hab ich eigentlich den passenden Artikel letzten Monat irgendwann veröffentlicht? Dann macht er auch für den Rest Sinn… (Und ja, verdammt. Ich hab Bloodlines gelesen. Ging ja auch nicht anders.. *grummel* Da ging’s immerhin um einen manisch-depressiven, verrückten, rauchenden Alkoholiker, mit dummen Vater, aber toller Mom, die für ihn im Knast saß.. Oder war das seine Tante? Nein.. die Tante war die Ex-Königin.. Ach, whatever. Wenigstens war’s nicht so kitschig wie VA. Punkt.)

„I was no better at reading people than I had been ten seconds ago, but in that moment, I suddenly gained a flash of understanding into the mystery that was Adrian Ivashkov. People didn’t believe in him very often. They had low expectations of him, so he did as well. Even Eddie had sort of written him off: ‚He’s Adrian‘. As though there was nothing to be done for it.

I also suddenly realized that, as unlikely as it seemed, Adrian and I had a lot in common. Both of us were constantly boxed in by others‘ expectations. It didn’t matter that people expected everything of me and nothing of him. We were still the same, both of us constantly trying to break out of the lines that others had defined for us and be our own person. Adrian Ivashkov — flippant, vampire party boy — was more like me than anyone else knew.“

Pityparty – Ende

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

5 Gedanken zu „Do Not“

  1. Letzten Samstag war 25-jähriges Klassentreffen. Und der Marco hat es wirklich weit gebracht, Chef von über tausend Handyverkäufern. Dennoch interessiert Marco mich bei weitem nicht so wie Dein Weblog.
    Mir geht es im Leben um Anteilnahme, um Zuwendung. Betrete ich den Raum, soll alles Interesse mir gelten, weil ich den Menschen so viel bedeute.
    Wer nun hat etwas von Marcos Erfolg? Abitur, Studium, Sportwagen: Außenstehenden bedeutet das höchstens ein schulterzuckendes: „Schön für Dich!“
    Thomas Mann war eigentlich gar nichts. Schule abgebrochen, Lehre abgebrochen, von anderer Leute Geld gelebt. Dennoch ist er der Welt präsenter als tausend Chefärzte zusammen.
    Lade einfach Dein gesamtes Weblog als E-Book bei Amazon hoch, dann bin ich sehr gerne bereit, Dir meine Wertschätzung endlich auch mit Geld zu beweisen. Anders als von jeder Tageszeitung, kann ich von Dir nicht genug bekommen.

    1. GEH VON MEINEM BUCHBLOG WEG!!! :O O.O >_<' *hilflos auf Boden rumstampf*

      Aaaah! *Haare ausreiß*

      Was soll das denn! Das ist.. Das ist… Das ist mein neues fmld.wordpress.com, nur für Leute, die mich noch nicht kennen und .. *losheul*

    2. Und ich hätte gerne Beides – Marcos Erfolg und meine Blogs.. Durchs „Tagebuch schreiben“ kann ich mir jedenfalls nicht mein Ego aufpushen. Ist schon ein wenig schwer, sich darauf was einzubilden. Für mich war es einfach zu normal, relativ intelligent zu sein und mich durch die 14 NP dort, die 13 NP oder auch mal15 NP da darin bestätigen zu lassen (bzw. damals ja noch viel eher die 1.. Wie auch immer.) Jedenfalls hab ich das für selbstverständlich genommen und merke erst jetzt, dass ich irgendwie gar nichts „leiste“, was mich stört, weil ich mich so auch an nichts messen kann. Macht das Sinn? oô

      Das ist mein Buchblog!! Da darf man nicht.. Das ist die undepressive Zone! Wo niemand hinkann, der weiß, dass ich Depressionen habe. Zumindest niemand außer mir. Selbst meine Mami darf da nicht hin! :C

  2. Von Fritz Riemann gibt es ein schönes Buch: „Grundformen der Angst“. Wobei mich besonders die „schizoide“ Angst beeindruckte. Jemand, der irrsinnige Angst vor Grenzverletzungen hat. Bevor „Stalking“ in Deutschland ins Gespräch kam, hatte ich wohl bereits jedes Buch darüber gelesen. Und als Stalking auch hierzulande endlich zum eigenständigen Straftatbestand wurde, war das für mich ein Festtag.
    Andererseits gibt es im World Wide Web extrem wenige Weblogs wie den Deinen. Wenn Du mal nicht aktualisierst, fühle ich mich an die 1980er erinnert, wo ich Freak tagelang mit äußerster Ungeduld den Briefkasten belagerte, wann meine Fachzeitschrift für Schachcomputer endlich kommt?
    Trifft etwas genau Deine Lesegewohnheiten, bist Du vielleicht auch bemüht, Dir auf allen Wegen Nachschub zu verschaffen. Mit meinem „Special Interest“ erfährst Du von mir jene Aufmerksamkeit, wie sie den Cowboys eigen war, als nur wenige Frauen sich in den „Wilden Westen“ wagten, und auf eine von ihnen 26 Männer kamen. Ist bei Schachturnieren heute noch so. Sind von dreihundert Teilnehmern lediglich zwei weiblich, werden selbst Männer zu „Stalkern“, die im Nachtleben sofort zur nächsten überwechseln, wenn eine sich „zickig“ zeigt.
    Vielleicht lege ich mir demnächst wirklich einen attraktiven Fake-Account zu, wie Tierfilmer sich mitunter Schnäbel anpappen und Felle überziehen: Berauscht davon, was für attraktive Leser man hat, werden von mir bevorzugte Weblogs dann vielleicht auch häufiger aktualisiert. Eine Win-Win Situation, glaube ich.
    Da es offenbar Dein Herzenswunsch ist, auf Deinem Buchblog einen kerngesunden Eindruck von Dir zu erwecken, respektiere ich das selbstverständlich. Zumal Buchblogs ja wirklich so massenhaft und so austauschbar sind, dass sich das Anklicken kaum lohnt.
    Hier hingegen tut es mir leid, Dir mit meiner, durch Knappheit erzwungenen, Aufmerksamkeit offenbar unangenehm zu sein. Vielleicht kannst Du mich ja ein spezielles Forum ablenken, wo minütlich Texte wie die Deinen gepostet werden.

    1. Ich unterstell dir ja kein Stalken, aber ja. Das ist meine undepressive Wiese, wo ich das D-Wort nicht benutze, außer ab und zu, aber nicht im Zusammenhang mit meiner Person und generell fühlt man sich gezwungen, sich niedergeschlagen zu benehmen, weil sonst alle aufhorchen und schauen, wie gut es einem geht, um zu testen, was man machen/anfangen/beenden soll – das Abi oder den 40 Stunden Job.

      Aah, ich bin müde. Und Knappheit, unangenehm? Achso! Nö, mach ruhig weiter. ;)

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