Ke$ha und ich..

Also. Ke$ha meint gerade, dass sie ihren Verstand verliert und an allem Schuld ist und die Liebe ihres Lebens weggeworfen hat. Dass sie alles falsch gemacht hat, aber jetzt dafür zahlt, dass sie eine Tragödie ist, dass sie mit jedem Schritt stirbt. Jetzt im nächsten Lied meint sie, dass sie Stiefel.. und Kerle anprobiert, die sie sehr glücklich machen.. Blahblah.

Aber irgendwie geht’s nirgendwo um die Liebe ihres Lebens und wirklich viel spricht sie auch nicht über die scheiß Schuhe oder Typen,  sondern nur, was diese Dinge oder Menschen mit ihr machen. Wie sie sich dabei fühlt.. Was auch Sinn macht.. aber.. Hm.

Vermutlich ist das an sich nicht schlimm, weil Musik ja auch nur ein Medium ist, um zu erklären, wie man sich fühlt.. Außer, dass die Musik viele Leute hören und dabei dann das Verhalten/diese Rolle einnehmen, in der sich alles um sie dreht und in der nicht mehr die Trennung schlimm ist, der Verlust des Menschen, sondern nur, dass man SIE allein gelassen hat. Genauso wie man nicht die Schuhe zu schätzen weiß, sondern es darum geht, dass man sie besitzt und sich toll fühlt, wenn man sie trägt..

(Jetzt gerade ist sie übrigens ein Kannibale und isst Typen.)

Klar, das ist letzenendes immer das Ergebnis. Man trägt Schuhe, fühlt danach seine Zehen nicht mehr, aber weiß, dass der Arsch viel besser aussah als sonst. Man liebt, man fühlt sich dabei gut. Man wird verlassen, man fühlt sich scheiße.

Aber doch nur, weil dieses Etwas immer bestimmte Eigenschaften hatte – Dinge, die wichtig sind – und auch wenn es dämlich klingt, in den letzten paar Jahren ist mir aufgefallen, dass die meisten Menschen das regelrecht ausblenden.

Es geht um verletzten Stolz und um ihr Ego, darum sich bestätigt zu fühlen und nicht mehr darum, dass die andere Person oder das Buch, der Song, an sich einen Wert haben; auch ohne die Wirkung die sie auf die Leute haben.

Irgendwie ist das.. schade.

(Und jetzt meint sie, wir reißen heut Nacht die Welt auseinander, weil sie uns gehört und wir die Superstars sind, für immer jung sind und ääh.. Naja, zumindest ist wenigstens der Refrain im Plural gehalten. Aber jetzt hat nur Ke$ha Glitzer im Gesicht und mag irgendwelche Musik oder so.. Hm)

(Ja, ich höre gerade Ke$ha.. *schäm*)

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

2 Gedanken zu „Ke$ha und ich..“

  1. „Der Stoff, aus dem die Träume sind“, betitelte David Hamilton die Großaufnahme einer Vagina.
    Was an „Liebe“ in der Welt ist, wird zum großen Teil von dieser Körperöffnung verantwortet, glaube ich.
    Der Mann, wie er „fertig geworden“ ist und sich vom „Liebesmahl“ erhebt, Geld hinterlässt oder Worte, die geldwerten Vorteil in Aussicht stellen, dass er sich in Zukunft fürsorglich zeigen will gegenüber dem Menschen, der ihm soeben Befriedigung verschafft hat.
    Was unsere Herzensangelegenheiten betrifft, ist es also eigentlich unnötig, Lesen und Schreiben zu lernen. Einige Brocken Englisch sollten überall auf der Welt genügen für ein erfülltes Liebesleben.

  2. Ich glaube, man sollte viel öfter darüber nachdenken, ob einen wirklich die Trennung bzw der Verlust traurig stimmt, oder das verletzte Ego, der angeknackste Stolz. Habe lange nicht mehr darüber nachgedacht. Werd ich aber jetzt wohl wieder tun ;) Danke dafür :)

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