Blutende Herzen werden nicht von der Kasse abgedeckt

.. du musst hier weg. x:

Um meinen letzten Eintrag nur kurz zu bestätigen.

Wenn du endlich ein Mensch wärst und nicht nur eine Zahl..

Das war also der Juli. Ist irgendetwas passiert? Ich bin mir gerade nicht sonderlich sicher. Also, ob wirklich viele, gute oder schlechte Sachen passiert sind. Mit ein-zwei Ausnahmen, über die ich hier aber nicht schreiben möchte|kann.

Ansonsten? In letzter Zeit komme ich für mich selbst zu dem Ergebnis, das es vielleicht erst einmal gar nicht so schlimm ist, sich auf Menschen einzulassen, solang ich sie nicht wirklich an mich ranlasse. Wieso sollte ich nicht mal etwas mit D. machen? Oder mit M. oder R. oder wem auch immer? Ich muss ja nicht enttäuscht sein, wenn sich zum Schluss nicht um mich gekümmert wird, sondern einfach akzeptieren, dass es zumindest jetzt nicht mehr für mich gibt als Pseudo-Freundschaften, in denen es darum geht, ihnen zuzuhören und nichts sagen zu dürfen oder einfach nur lustig zu sein, damit sie sich nicht damit auseinandersetzen müssen, dass auch das Leben anderer nicht perfekt ist. – Dass sie sich eventuell ohnmächtig fühlen, weil sie nichts machen können und einfach nicht ihre Kraft darauf verwenden wollen, darüber nachzudenken, wie man mir helfen könnte, kann ich nicht wirklich übel nehmen. So wichtig bin ich den Leuten dann eben nicht und anstatt darüber traurig zu sein oder mich ständig zu hinterfragen, kann ich doch einfach anfangen, die Leute als genauso unwichtig anzusehen und ihnen nicht zuhören, helfen oder irgendetwas Anderes zutun.

Das sollte ich mir selbst vermutlich wert sein. Vielleicht teste ich’s mal.

Und darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben.. Egal.

(Falls das jemand der erwähnten Freunde liest oder falls jemand es auf sich bezieht: Ich mein’s nicht böse. Ist halt so. Ihr seid nicht da und ich hab’s jedem lang genug übel genommen, obwohl die Wahrheit ist, dass ich es einfach nur gewohnt war, dass man füreinander da ist – Immer. Aber so ist es nicht. Man muss sich beweisen und selbst dann gibt es noch diesen verkapten religiösen Zug „Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden“. – Soll heißen: Manchmal bin ich einfach zu naiv gewesen. Ich bins sogut wie keinem wert und mir ist es eigentlich auch fast niemand mehr wert, hoffe ich)

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

3 Gedanken zu „Blutende Herzen werden nicht von der Kasse abgedeckt“

  1. „Ich hätte auch gerne mal eine Frau!“ höre ich den Kanonier Büll noch, als wäre es gestern gewesen. Ein kleiner Stotterer mit Schuppenflechte. Gerne hätte ich in jenem Augenblick die Greisin „Lousse“ aus Samuel Becketts „Molloy“ vorgeholt: „Hier ist sie, Deine Frau!“
    Es ist ja nicht so, dass niemand bereit ist, darüber nachzudenken, wie man Dir helfen könnte. So für lau sind es aber meist die, bei denen niemand groß Schlange steht. Hingegen ich mir das Leben Deiner Freundinnen vorstelle, wie eine Rush Hour voller Verehrer. Selbst auf meinem Handy war in Singlezeiten der Teufel los. Andauernd meldete das Handy einen vollen Speicher, weil damals nur zehn SMS vorgehalten werden konnten. In solcher Hektik des Sichtens und des Löschens sind wohl selbst an sich aufgeschlossene Naturen etwas knapp angebunden.
    Jesus Christus muss seit Jahrtausenden mit Deinen Freundinnen leben, wie sie zur Konfirmation nochmal richtig Kohle abgreifen, ehe er sie dann als Rentnerinnen wiedersieht: „Herr, erbarme Dich unserer, erbarme Dich!“
    Vor einiger Zeit habe ich Dir ältere Damen, die selbst kinderlos geblieben sind, als aufrichtige Gefährtinnen vorgeschlagen, und Du warst noch nicht einmal Wohlstandsbürgerin genug, mir dafür eine zu knallen, bevor Du Dich wieder in die Leidensposition der Ignorierten begeben hättest.
    Wobei ich mich bei diesen Zeilen einmal mehr bekreuzige, nicht Lehrer geworden zu sein. Jahrgang für Jahrgang denselben Piss durchnehmen, während alle in der Klasse sich fragen, was der Typ da vorne eigentlich will, wo doch jeder bis auf den letzten Platz eigentlich nur anerkannt sein möchte von seiner Clique.
    Aus meiner Sicht ist das, was Dich offenbar glücklich macht, so simpel wie eine Portion Eis. Und es ist Dir auch der allgemein gültige Preis bekannt, den Deine Freundinnen verlangen, damit Du ihnen das wirst, was man als „gern gesehen“ bezeichnet: Lustig sein und Schnauze halten. Eine von den abertausenden Mitläuferinnen, wie sie „etwas machend“ auf Fressmeilen abhängen oder auf Festivals.
    Willst Du also bis in alle Ewigkeiten mit dem Eismann hadern, oder willst Du zusehen, wie Du die drei Euro 50 für Deine Dich glücklich machende Portion Eis aufgetrieben bekommst?
    Bist Du dann lange genug mitgelaufen, wirst Du Dich irgendwann derart hochgedient haben, dass Du Dich mit einer eigenen Schaar Mitläuferinnen „selbstständig“ machen kannst. Mädels, die wiederum Dich mit Späßen bei Laune halten, zuhören, zuhören, zuhören, und die sich auch gerne von Dir anscheißen lassen, dass ihre Kommentare eigentlich allesamt fürn Arsch sind.

  2. Da meine Schwester mir nebenbei das Ohr abkaut, geh ich nur erstmal auf eine Sache ein:

    Aus meiner Sicht ist das, was Dich offenbar glücklich macht, so simpel wie eine Portion Eis. Und es ist Dir auch der allgemein gültige Preis bekannt, den Deine Freundinnen verlangen, damit Du ihnen das wirst, was man als „gern gesehen“ bezeichnet: Lustig sein und Schnauze halten.

    Unabhängig davon, ob es nun wirklich das ist, was ich möchte. – Im Sinne von, das, was ich möchte, um sagen zu können, dass ich glücklich bin oder dadurch auch nicht glücklich werde und mir ein neues Ziel suche, das mir vermutlich genauso wenig Genugtuung oder Zufriedenheit verschafft.. Also gehen wir davon aus, dass es in die Richtung geht.. Dann spinnst du ein wenig. ;) Ich will nicht keine Freunde haben, ich will Freunde haben. Und meine Schnauze halten und zuhören? Die Leute dann sind nicht meine Freunde. So wie anonymer Sex irgendwann zu Masturbation wird wäre das einfach nur irgendeine noch hohlere Illusion. Nein, ich will nicht ausgenutzt werden, ich will Gleichberechtigung. Ich möchte jemanden finden, dem ich so wichtig bin, wie er oder sie mir wichtig ist.

    Also nein, das, was ich da machen soll, führt mich im Prinzip nicht dorthin.

    Stattdessen gebe ich in Zukunft lieber nur noch genausoviel, wie ich selbst zurückbekomme. Zumindest bei gewissen Gruppen von Menschen. Ich glaube, es gibt genug andere Dinge, für die ich meine Zeit und Kraft aufsparen könnte, also muss ich sie nicht auf Menschen verschwenden, die es nicht zu ’schätzen‘ wissen. Wenn sie es nicht wollen, muss ich mich nicht aufdrängen.

    Ah, Schwester ist weg. Dann noch der Rest. :)

    Ich gehe ja hier von realen Personen aus. Die Wahrheit ist natürlich, dass es viel einfach ist, viele Hilfestellungen zu übersehen, wenn sie nicht passen, denn in meiner Situation geht es nicht anders als Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und ich würde am Liebsten einfach nur eine Pille schlucken, die die Welt wieder okay macht – xtc?

    Aber du siehst da die Dinge auch etwas .. verrückt. Also im Sinne von ver-rücken. Nicht irre. Klar, heutzutage geht es um Zeit und Effizienz. Deshalb liest man auf den meisten Buchblogs nur noch pro/konra Listen anstelle richtiger Rezensionen und deshalb nehmen wir uns nur gerade noch Zeit für einen Tweet statt eines ordentlichen Kommentars oder Gästebucheintrags. Und im wahren Leben ist es eben eine email, ein Anruf oder ein kleiner Kaffee zwischen Termin A und B. Dennoch ist das Leben der Menschen, mit denen ich zutun habe, nicht voll von irgendwelchen Dates. Wir sind kein amerikanischer Mainstream Movie und truth be told, die meisten dieser Leute sind dann doch noch reif genug, um sich darauf keinen runterzuholen. Sie sehen, was sie tun könnten und wer würde da mich wählen, wenn Kino oder Sex oder einfach irgendetwas Lustiges die Konkurrenz sind? – Ist eben so. Vor die Wahl gestellt wählt man eher das Angenehme. Natürlich bin ich dafür auch selbst verantwortlich, in dem ich eine Zeit lang extrem down gewesen bin und jetzt zu beweisen habe, dass ich nicht vorhabe, ständig so drauf zu sein, aber diese Chance müsste man mir sicher lassen und daran arbeite ich ja im Endeffekt auch. – Einfache Beziehungen und so weiter.

    Zurück zum Thema Hilfe, es ging ja hier um Freundschaften. Darum, dass ich um Hilfe gebeten oder angerufen wurde. – Lassen wir mal all die Momente aus, in denen nicht mal gefragt werden musste, denn da kann selbst ich zugeben, dass ich es eben von alleine gemacht habe und da nichts, aber auch wirklich gar nichts im Gegenzug erwarten darf, ohne mir gleich danach eine zu klatschen. Aber wenn jemand um Hilfe bittet. Natürlich hilft der Normalsterbliche sicher nicht mit dem Gedanken, dass ihm dann zurückgeholfen wird, aber man nimmt dennoch an, dass die Person in einem dasselbe sieht, das man in ihr sieht und einem demzufolge auch helfen wird, wenn man in der Situation ist, in der man es braucht.

    Obwohl ich zuegeben muss, es ging gar nicht um die Hilfe. Es ging um die Zeit, die man sich mal hätte nehmen können. – Auf der einen Seite verstehe ich, dass es unangenehm ist, mit jemandem Zeit zu verbringen und sich zu fragen, ob er gerade jetzt gleichzeitig über Selbstmord nachdenkt oder total müde ist oder was auch immer. Andererseits hätte man es wenigstens mehr als einmal probieren können. Einfach nur Ablenkung. Mal was machen, mal dort oder dorthin gehen. – Zum Schluss sehe ich mittlerweile ein, dass viele Dinge dagegen gesprochen haben, aber das hält mich nicht auf, darüber traurig zu sein und mir zu denken, dass ich selbst vermutlich doch irgendwas geschaukelt hätte und aufhören sollte, so zu denken. Freundschaft sollte kein Tauschhandel sein, aber nicht, weil man nicht Aktion A mit B messen sollte, sondern weil es gar nicht erst nötig sein müsste, darüber nachzudenken, ob man nur für irgendetwas gebraucht wird.

    As I said, ich hab keine Lust mehr, die Leute so zu betrachten und wütend oder traurig zu werden oder mich zu bemitleiden, weil die Leute nicht da waren, also hab ich’s auseinandergenommen und beschlossen, dass es nicht unbedingt um den Wert, sondern um das Resultat geht.. Aber meine Schwester kommt gerade wieder in mein Zimmer und damit höre ich an dieser Stelle auf. ;b

  3. Denke ich an das von Dir beschriebene Keksforum, wirst Du mir sicher zugestehen, dass auch jede „reale“ Clique ihren „Masterkeks“ kennt.
    Aber gut, es ging Dir wohl um den „Zweierpack“ Freundinnen, der ja auch nicht eben selten vorkommt auf den Erlebnismeilen dieser Welt. Wobei ich sofort Noelle im Sinn habe, die von Dir hier ja zur „Premiumkommentatorin“ erhoben ist, deren Worte Dich wirklich bereichern.
    Diesen Ritterschlag hat Noelle nicht erwidert, glaube ich. Überhaupt empfinde ich Dich als die entschieden Engagiertere von Euch beiden. Noelle hat Abitur, Noelle hat einen Freund, Noelle geht Arbeiten, Noelle fährt in Urlaub: Wenn man zwischen Euch beiden von (Web-)Freundschaft sprechen darf, so würden neunzig von hundert diese wohl kaum als gleichrangig anerkennen. Wie es in einer Welt aus Erst-, Zweit- und Drittbesten Freundinnen eben so ist. Und plötzlich kommt dann die Tatze aus dem Chat, man würde ja nur vorm Computer hocken, ansonsten aber nichts gebacken bekommen.
    Mag es auch Momente geben, wo zwei sich dem Empfinden nach ebenbürtig sind, so ist das in meinen Augen schnell dahingeschmolzenes Eis. Irgendwann trumpft eine Freundin wieder auf, während bei der anderen außer dem Computer wenig läuft.
    Ne, ne, um die drei Euro 50 wirst Du nicht drumherum kommen. Und Deine Jacke kannst Du gerne anbehalten, damit Du schneller verschwunden bist, wenn „Mr. Right“ die Bühne betritt.
    Wie wäre es, wenn Dein einziges „Glück“ vorerst aus einem geregelten Broterwerb besteht, während Du alles weitere locker angehen lässt. „Diamonds are a Girls best Friend!“

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