After you find out all the things that can go wrong, your life becomes less about living and more about waiting.

Irgendwie warten die meisten Menschen nur, anstatt zu leben.

Warten auf ihre Retter und Erlöser, auf die IKEA Männer, die die Schränke zusammenbauen, warten auf die ‚Eine‘ oder den ‚Einen‘. Anstatt zu suchen, sagen sich die Meisten nur, dass das, was passieren soll, passieren wird.

We never live; we are always in the expectation of living. – Voltaire

Wozu wirft man den Ball jemand Anderem zu, wenn es doch das eigene Leben ist? Wozu singt Sia, dass sie da drin ist und hofft, dass ihr irgendjemand helfen kann?

Darauf zu hoffen, dass das Leben irgendetwas macht, dass der Nachbar uns anspricht, der Typ von damals uns noch einmal anruft, weil er in der Stadt ist, das hübsche Mädchen aus der Disco uns beim Einkaufen begegnet, ist dämlich.

Zum Schluss machen wir damit nur eine Aussage: Wir sind nicht verantwortlich für unser Leben.

Wenn wir nicht vertrauen, wenn wir nicht lachen können, wenn wir das oder das tun oder nicht tun, dann sind dafür unsere Mitmenschen verantwortlich und das bedeutet natürlich, dass es keinen Grund gibt, irgendetwas zu ändern.

Und wenn ich mich über solche Charakterzüge aufrege, dann hab ich meinen Soll geleistet und kann mich zurücklehnen und warten, dass jemand anders das Ganze auch in die Hand nimmt.

Und ich hätte darauf warten sollen, dass Google die „Waiting Quotes Goodreads“ Seite ausspuckt (ja, Internet suckt), denn dann hätte ich mir meine Wortkotze sparen können und einfach darauf hinweisen:

I have always, essentially, been waiting. Waiting to become something else, waiting to be that person I always thought I was on the verge of becoming, waiting for that life I thought I would have. In my head, I was always one step away. In high school, I was biding my time until I could become the college version of myself, the one my mind could see so clearly. In college, the post-college “adult” person was always looming in front of me, smarter, stronger, more organized. Then the married person, then the person I’d become when we have kids. For twenty years, literally, I have waited to become the thin version of myself, because that’s when life will really begin.

And through all that waiting, here I am. My life is passing, day by day, and I am waiting for it to start. I am waiting for that time, that person, that event when my life will finally begin.
I love movies about “The Big Moment” – the game or the performance or the wedding day or the record deal, the stories that split time with that key event, and everything is reframed, before it and after it, because it has changed everything. I have always wanted this movie-worthy event, something that will change everything and grab me out of this waiting game into the whirlwind in front of me. I cry and cry at these movies, because I am still waiting for my own big moment. I had visions of life as an adventure, a thing to be celebrated and experienced, but all I was doing was going to work and coming home, and that wasn’t what it looked like in the movies.

John Lennon once said, “Life is what happens when you’re busy making other plans.” For me, life is what was happening while I was busy waiting for my big moment. I was ready for it and believed that the rest of my life would fade into the background, and that my big moment would carry me through life like a lifeboat.
The Big Moment, unfortunately, is an urban myth. Some people have them, in a sense, when they win the Heisman or become the next American Idol. But even that football player or that singer is living a life made up of more than that one moment. Life is a collection of a million, billion moments, tiny little moments and choices, like a handful of luminous, glowing pearl. It takes so much time, and so much work, and those beads and moments are so small, and so much less fabulous and dramatic than the movies.
But this is what I’m finding, in glimpses and flashes: this is it. This is it, in the best possible way. That thing I’m waiting for, that adventure, that move-score-worthy experience unfolding gracefully. This is it. Normal, daily life ticking by on our streets and sidewalks, in our houses and apartments, in our beds and at our dinner tables, in our dreams and prayers and fights and secrets – this pedestrian life is the most precious thing any of use will ever experience.

Cold Tangerines: Celebrating the Extraordinary Nature of Everyday Life by Shauna Niequist

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

8 Gedanken zu „After you find out all the things that can go wrong, your life becomes less about living and more about waiting.“

  1. Ich war erst schockiert, dachte ich doch, der englische Text wäre von dir und du wärst schon verheiratet. Kurzzeitig hab ich ein wenig geweint ;-)
    Aber mal im Ernst… Ich kenne dieses Gefühl, diesen Wunsch auf ein großes, bedeutendes Ereignis. Ich denke mir immer, es muss doch etwas geben oder passieren, wonach man sagen kann: Ich habe was erreicht. Auf welchem Gebiet auch immer. Nimmt man einfach mal an, man gewinnt einen Oscar. Nach wie vor eine Auszeichnung, die irgendwo noch widerspiegelt, das man etwas wirklich gut gemacht hat.
    Danach kann man es doch locker angehen lassen, oder? Was ist, wenn wir mal auf unserem Sterbebett liegen, zurück schauen und denken: Man, da war nichts, woran du dich wirklich erinnern müsstest. Nichts, womit man dich in Verbindung bringt.
    Ich mag diesen Gedanken nicht. Ich möchte diesen großen Moment. Und ich weiß, das mir die Zeit davon läuft, weil ich nicht einmal weiß, in welcher Hinsicht ich diesen Moment möchte.

    1. Mir geht es darum, dass wir darauf warten, dass der große Moment zu uns kommt, anklopft, Kekse dabei hat und uns fragt, ob wir jetzt Zeit für ihn hätten. Und äähm, ich bin grade zu faul zu suchen, aber so ungefähr das, was du da geschrieben hast, habe ich vor einem Jahr oder so auch mal gepostet.. Vielleicht auch vor anderthalb Jahren, bin mir nicht sicher. Also das:

      Ich kenne dieses Gefühl, diesen Wunsch auf ein großes, bedeutendes Ereignis.

      Achso, mir fällt grad ein, was hälst du von „thereluctantlunatic.de“ als neue Domain von formylittledecoy? :D Das passt momentan so schön.

      1. Interessant, zu sehen, das es scheinbar nichts mit dem Alter zu tun hat. Scheinbar ist der Wunsch nach etwas Großen im Leben von Dauer… Bin mal gespannt, wie es aussieht, wenn man es geschafft hat. Ob man dann zufrieden ist, oder mehr will…

  2. Ich wollte gerade „Cinderella“ (dem Disneyfilm) die Schuld an allem geben, da fiel mir wieder ein, dass du ja Voltaire zitiert hast. Das heißt wohl, dass es einfach menschlich ist. Und Menschen plöde sind.

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