Der Anfang in Zitaten.

Ich hab gerade (29.Juni; 22:45 Uhr) mein Zimmer aufgeräumt.. Oder zumindest erneut enträumt. Mami lacht sich vermutlich entweder tot oder regt sich darüber auf, dass im Flur jetzt ein Karton mit Zeugs steht, den ich noch auf den Dachboden bringen muss. Mami, es war dunkel, ich hab Angst im Dunkeln!

Wie auch immer, dabei hab ich ein paar Sachen durchgeschaut. Unter anderem auch ein altes Tagebuch gefunden. Jaaa. Ich hab mal für einen Monat oder so (ha) ein Tagebuch geführt. Und das ist schon gaanz lang her und damals war ich noch in der Schule und hab noch nicht wirklich gebloggt.

Da sich aber damals schon alles zu einer Depression entwickelte.. Das wird bestimmt peinlich. >_<

Tagebucheintrag

Warum plane ich mein Leben? Eigentlich rege ich mich doch zur Zeit über diese voraussehbaren Sachen auf. Über meinen schon fertigen Lebenslauf.

Ich plane und eigentlich ist es sinnlos, oder nicht? (..)

Ich bin müde.

– September 2009

In meinem Mathehefter:

x = Patricia; x strebt gegen Null

Über eine Tante, die im Film heult

Mir fällt gerade auf, dass ich ihre Gefühle selbst in meinem Tagebuch – das niemand lesen dürfte – kleinrede. Vor wem verstehe ich denn jetzt wieder etwas?

– Oktober 2009

Deutschhausaufgabe

Tu so, als merkst du nicht, dass du ein anderes Leben wolltest.

Tagebucheintrag

Ich habe das große Bedürfnis, zu fliehen. Mit der Schule aufzuhören. Auszeit. Vielleicht bin ich zu alt. In meinem Kopf. Ich brauche.. Stille. Ruhe.

Nicht draußen. Da will ich Krach. Irgendwie. Ach, keine Ahnung. Ich scheibe selbst nicht zu wissen, was ich will.

Ich möchte aufhören. Nicht für immer.

Eine Pause.

– Oktober 2009

In Ethik

Macht mich meine Sprache zum Menschen? Mein Äußeres? Es sind Merkmale, aber definieren sie -mich-? Könnte ich nicht sagen, Mensch ist, wer egoistisch und überheblich genug ist, sich den Anderen überlegen zu sehen? Wer Täter ist?

Es gäbe vermutlich kein gut oder böse, wäre der Mensch nicht Mensch.

Und habe ich schon das Wort Mehrprodukt fallen lassen?

– November 2009

Im Englischunterricht

Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence. Mental Dependence.

Tagebucheintrag

Angst.. Das Wort ist viel zu weich. oô

Kr, Tz, Pf.. Trikitzpfe?

– Oktober 2009

In meinem Hausaufgabenheft

Du willst das alles wissen? Nein. Du willst nicht alles wissen. Du willst nicht alles können. Du willst allein sein. Abgenabelt. Aber wenn du zurück kommst, sollen dich alle mit offenen Armen empfangen, als wäre nichts gewesen. Als wärst du nie verschwunden.

– 9. November 2009

Und mit diesem unglaublich geistreichen Beitrag möchte ich mich jetzt verabschieden. Ich weiß gar nicht, ob ich mich für all das schämen soll oder fasziniert von Worten wie Trikitzpfe sein.

Jedenfalls war das einmal ich – Vielleicht bin ich auch Einiges davon noch. Und deshalb gehört es doch irgendwie hierher.

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

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