Verbaler Durchfall

Jetzt kommt Wortkotze. Wer das nicht mag, nicht lesen. Danke. ;)

Der Tag war.. teilweise beschissen, teilweise schön, teilweise anstregend, teilweise unterfordernd. Und wenn ich so darüber nachdenke, ist das wohl das, was einen typisch-menschlichen Tag ausmacht. Da steht man auf und stellt sich auf die Waage und denkt sich: Wäh, naja.. okay.. scheiße, aber okay. Und man macht sich einen Kaffee und fühlt sich kurz etwas besser. Und man schaut in den Spiegel und der erste Pickel den man seit Monaten hatte, verschwindet. Oder man hat da einen Neuen, weil man sich am Tag zuvor mit Chips vollgefressen hat. oder man hat gar keinen, weil man halt toll ist. Und man schminkt sich (oder halt nicht) und zieht sich an. Dann schaut man aus dem Fenster und denkt sich: Whoa, Schnee. Na zum Glück hab ich ein Auto. Oder halt nicht.

Und dann ist man auf Arbeit oder in der Schule und die dumme Tussi ist krank oder Mathe fällt aus und man ist froh. Oder man hat zu allererst Englisch, was ein guter Start in den Tag ist.

In der Pause sieht man seine Freunde und raucht eine, während ein paar über ihr Wochenende reden oder von ihrem Freund oder von irgendetwas.

Und danach sieht man den Lehrer, den man hasst, lächelt ihn freundlich an, weil man hofft, endlich auch mal ein Lächeln zu bekommen, nur damit er einen weiterhin böse anstarrt, an einem vorbeischlurft und irgendwas von „infantiles Pack“ nuschelt.

Dann ist irgendwann Schule vorbei, man hat in Deutsch 13NP und in Mathe 9NP bekommen, geht nachhause oder fährt mit dem Bus oder rodelt, weils nur bergab geht oder was auch immer.

Und zuhause hat man seine Ruhe, denn die Eltern sind auf Arbeit und man ist Einzelkind.

Ja, so könnte ein typisch-menschlicher Tag bis jetzt aussehen. Und jetzt geht er weiter, so wie es bei mir ist.

Man sitzt da, die kleine Schwester heult, weil sie will, dass ihre Mama sie mehr liebt als einen und die Mama aber pädagogisch wertvolle Sätze sagt wie „Ich liebe euch beide gleich doll“ und die Schwester heult noch mehr. Man kriegt Kopfschmerzen, aber man bleibt, denn man möchte nicht, dass sie wegen solcher Dinge weint. Und man will, dass sie versteht, dass Mama beide gleich liebt und beide gleichgerne küsst und umarmt und kuschelt.

Irgendwann geht man trotzdem. Man geht und geht, bis man in seinem Zimmer ist. Wo man weitergeht und versucht, die Stimmen aus dem Kopf zu kriegen und aufzuhören, soviel zu denken und noch mehr zu sagen und zu schreiben. Aber es geht nicht.

Und dann schaut man Filme und hört Musik.

Und der Kopf ist irgendwann leer.

Und dann ist der Film zu Ende und die Musik ist aus.

Und man erträgt die Stille nicht.

Und man wünscht sich einfach jemanden, der einen umarmt.

Und dann kommt jemand, und man will es nicht.

Und man will weinen.

Und man will nicht.

Und man kann nicht weinen.

Oder kann man’s doch?

Nein, man kanns nicht.

Und das alles passiert innerhalb weniger Minuten. Und nichts passiert in 5 Stunden.

DANKE WELT!

Dieser Artikel entstand am 15.12.2010 und ist unvollständig.

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Veröffentlicht von

Patricia

People I know started following me. This is getting too real.

2 Gedanken zu „Verbaler Durchfall“

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