Untitled. 25.10.2010

Hier ist es wieder. Dieses Klicken im Kopf. Als ob die Sekunden gezählt werden, bis keine mehr übrig sind. Dieses hinterhältige Gefühl, das nicht weggeht. Dieses Drücken auf der Brust; das, was mich so unruhig werden lässt. Mich dazu bringt, ständig hochzustehen, zum Ende des Raumes zu gehen und wieder zurück. Auf den Balkon und in die Küche, in’s große Bad, in mein Bad. Irgendwohin, in der Hoffnung, dass die Gedanken irgendwo bleiben wirden, ich irgendwohin flüchten könnte. – Sollte ich mir meinen Kopf abhacken?

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4 Kommentare zu „Untitled. 25.10.2010

  1. „Der Verstand ist eine wildgewordene Plappermaschine“, las ich einmal. Lass ihn nebenher laufen wie einen Radiosender. Und Gehen ist gut. Draußen in der Natur, im Park oder so. Jeden Tag mindestens eine Stunde. Einfach gehen. Vielleicht magst Du es probieren ?
    Alles Liebe,
    Befue

    1. Danke für den Ratschlag – ich hatte auf einen ähnlichen schon wo anders geantwortet. Also auf das Spazieren gehen explizit. – Für mich ist es schon schwer, morgens aufzustehen, vor allem, wenn ich etwas vorhabe. Arzttermine, Termine bei meiner Therapeutin etc. bedeuten für mich, 3 Stunden (mindestens) vorher wach sein (nicht nur aufgewacht, sondern halt schon aufgestanden.. dh. eig. muss ich schon so 4 bis 5 Stunden aufgewacht sein). Ewigkeiten brauchen, mir das Gesicht zu waschen, die Zähne zu putzen und jedes Mal zwischendurch eine Rauchen. Vllt sogar einen Kaffee trinken. Oder einen dieser doofen „Freu-Dich“-Tees mit Johanniskraut drin. – Zum Spazieren gehen könnt ich mich nicht öfter als ein-zwei Mal durchringen, nehme ich an. Vor allem, weil ich gerade bei solchen Sachen NOCH mehr nachdenke. Und so sehr ich auch aufs Nachdenken stehe, irgendwann, nach Monaten nur im eigenen Kopf, möchte man weniger über das eigene Leben nachdenken, sondern lieber über irgendwelche Serien, Spiele oder Bento-Boxen.

      Und meinen Verstand kann ich nicht „nebenher“ laufen lassen. Das ist ja alles, was mich ausmacht. Nur meine Wahrnehmung, mein Bewusstsein, .. das ist unser kleiner Käfig. Da sind wir drin und wir kommen erst raus, wenn wir sterben.. vermutlich. Aber ich bin gern in dem Käfig. Es tut vielleicht weh. Aber es ist schön hier.

      Wünsche dir noch eine schöne Woche! (:

  2. Der Wunsch, vor Gedanken wegzurennen hat bei mir immer dazu geführt, dass ich in den Schlaf geflohen bin. Mittlerweile höre ich dann ganz bewusst Musik und dann beschäftigt mich nur noch die. Gibt’s etwas, worin du dich richtig fallen lassen kannst, wobei du alles andere vergisst?

    1. Schlafen.. ohja. Aber nein, es gibt nichts, das länger als vielleicht 3 Minuten hilft. Glaube ich zumindest. Und nachdenken und dann herausfinden, dass da wirklich nix existiert, ist trauriger als es schön wäre, etwas zu finden.

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