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#10

sustainable /səˈsteɪ.nə.bəl/

  • capable of being supported or upheld, as by having its weight borne from below.
  • pertaining to a system that maintains its own viability by using techniques that allow for continual reuse: sustainable agriculture. Aquaculture is a sustainable alternative to overfishing.
  • able to be maintained or kept going, as an action or process: a sustainable negotiation between the two countries.

tragfähig // nachhaltig // zukunftsfähig // tragbar // aufrechtzuerhalten

#9 it takes aquired minds-

Ich befinde mich derzeit in meinem dritten Praktikum. Vermutlich auch das Praktikum, vor dem ich mich am meisten fürchte, denn es findet im psychiatrischen Bereich statt.

Darum soll es hier aber gar nicht gehen; ich möchte nur denjenigen, die mir in der Vergangenheit Fragen zu therapeutischen Behandlungen gestellt haben, ab jetzt die Möglichkeit geben, mir per E-Mail (oder hier in den Kommentaren) erneut Fragen zukommen zu lassen. Diesmal sitze ich direkt an der Quelle und kann von der anderen Seite aus antworten. Davor habe ich mich häufig mit „Sorry, kein Plan,“ rausgeredet. ;)

Wort der Warnung: Natürlich werden sich meine Antworten nur auf die Erfahrungen in der Einrichtung beziehen und sind keineswegs der Maßstab in ganz Deutschland.

Mir geht es dabei im Vordergrund vor allem darum, dass ich in der Vergangenheit meine weniger positiven Erfahrungen über die ambulante Versorgung geteilt habe und nicht möchte, dass irgendjemand sich nicht die Unterstützung, die er verdient hat, holt, weil er befürchtet, schlechte Erfahrungen zu machen.

Zur Einrichtung, in der ich bin, muss ich aber anmerken: Sie ist teil-stationär, das heißt, die Patienten sind von 7 bis 15 Uhr bei uns; es gibt Gruppen- und Einzeltherapien bei Sozialberatern, Psychotherapeuten, Ärzten, Angebote durch Ergo- und Physiotherapie, PMR, Autogenes Training, Handwerk, Belastungserprobung (z.B. Tagesauflüge) und so weiter. Und diese Struktur entspricht natürlich nicht dem ambulanten Angebot.

#7

Regelmäßige Besucher von Foren wissen: Es gibt immer einen Jammerthread. Das ist eine gesunde Sache, wenn der Jammerer nicht erhebliche Störungstendenzen hat, usw.

Also.

  • Mein Telefon ist kaputt gegangen und ich musste von Geld, das ich nicht habe, ein Neues bestellen. Das kostete zwar nur 100 Euro, aber ich hab es zum Prime Day bestellt und fühle mich furchtbar, daran teilgehabt zu haben. Ich denke, ich könnte das an RTL verkaufen: „PRIME DAY: Wenn Armut zu Armut führt.“ In einer Episode sitzt ein CEO auf ihrem Designerstuhl und schreit, „WÄHLT!!“ Niemand wird wissen, was gewählt werden soll. Sie meinte mit Sicherheit nicht die Entscheidung zwischen Telefon und moralischen Anforderungen.
  • Netflix ist in die Milliarden verschuldet; ich weiß nicht, wieso mich das stört, aber irgendetwas daran stört mich.
  • Ich finde meine Muskel-Lernkarten nicht. Das stört mich ungemein, weil ich sie lernen muss. Wer weiß, wo sie sind.
  • Mindestens fünfzig Prozent meiner derzeitigen Jammereien würden sich mit Geld lösen lassen. Ich finde es merkwürdig, dass niemand auf die Idee kommt, mich mit Gutscheinen zu beschmeißen.
  • Ich bin dankbar, dass ich Gelder vom Staat bekomme; es stört mich nur, dass es so wenig ist, wenn ich über Steuerhinterziehung und ihre Verwandtschaft nachdenke. Es stört mich immer, wenn ich darüber nachdenke, dass jemand anders so wenig haben könnte. Wenn es Toastbrot mit Marmelade oder Marmelade mit Toast ist.
  • Morgen und übermorgen kommen die letzten Folgen Secretary Kim. Ich befürchte, dass sie schrecklich sein werden. Nicht gut-schrecklich, sondern einfach nur schrecklich. Wer weiß. Danach schaue ich einfach weiter immer und immer wieder die ersten drei Staffeln Brooklyn Nine-Nine.

Es ist im Übrigen sehr leicht, sich über letztlich belanglose Sachen aufzuregen, wenn man nicht darüber nachdenkt, dass Belanglosigkeiten immer irgendwo ihre Ursache haben.

Um das weniger negativ enden zu lassen. Ich empfehle:

  • Japchae. Ist unglaublich lecker.
  • Dinge, für die man sich schämt. Und ich meine nicht eure komischen Fetische – ernsthaft, die Suchanfragen sind meist bedauernswert (und lösen ab und an sehr komische Dinge in mir aus). Sondern mehr so- ich würde den meisten Arbeitgebern ungern sagen, dass ich Story of Seasons (ehemals Harvest Moon) und Pokémon (ehemals Pokémon) liebe. Es ist okay, Dinge zu mögen, solange man damit niemandem (inkl. sich selbst!) schadet.
  • Vorhänge, Laken, etc. mit Sprühflasche nass machen – dann kühlt es schneller ab.
  • Netflix Comedians*
  • Die ersten drei Staffeln Brooklyn Nine-Nine.
  • Kontakte, Fotos und so weiter zu synchronisieren; ja, die Cloud ist böse und wir sind alle gläserne Bürger. SIND WIR AUCH SO. Aber wenn wir synchronisieren und speichern, dann hätten wir jetzt nicht das Problem, dass einfach mal alle Kontakte weg sind, ok, Patricia? Wieso warst du so blöd, zu denken, dass dein Telefon – dein bereits spinnendes, klapperndes Telefon – lange genug überleben würde, um die Kontakte per wasauchimmer zu übertragen?? Was zur Hölle dachtest du dir nur?
  • Nach Einnahme von Medikamenten – insbesondere in Sprayform – Mund ausspülen. Wenn man das einige Jahre nicht macht, schadet man damit scheinbar seinen Zähnen.
  • Orangensaft. Mit Fruchtfleisch. Eventuell auch mit Vanilleeis – dann aber ohne Fruchtfleisch, glaube ich.
  • Twitter. Ist zur Zeit ein sehr interessanter Ort.

*mit einigen Ausnahmen